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Die jüdische Frau · 1925-09-08 · 9 (8.9.1925) · p. [Seite]

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Journal
Die jüdische Frau
Volume
1 (1925)
Issue
9 (8.9.1925)
Date
1925-09-08
Page
[Seite] (sequence 11)
Language
German
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FßlEimiCH NIKTX8CHR --zum In. lodcsiuiT l.r ^ILli dem liiii"liiu. der sich heil? vermal! heu Seilleier von der Wahihcit aul/uhcbcii l nd dev l'.rkemitui^drau^eN l eherm.il! Lielit-uhermannt heehcli mit \ei.iein Lehen. tieidendet brach sein IiHck .im Iler/ der himjc , Sein Meillel. in d.is Menschenbild gekrallt. Zerbarst an der \ er/eri imv; I lolmeestalt l nd liehessieeh crilf er /ur kampicrhlmcc Sein W cyr /ur Nacht. \nn I I.mimen uhe i lichtet, (inih 1 etierfurchen in das \\ ellcew issen. hie Menschheit, die sein I iebeshal! gerichtet, henkt seines hptervancs in ihren I instetnisseti. I nd sein Vermächtnis ist das Lied der Lerne, has leidensherb von seinen l innen dr;nnr’ -bas Sehetlie'd Vom euldnen I idciistcrne . . l ies Menschen künftiger (ienesiinnsitanv;. her deutsche Philosoph. eiessen I odestae sich eben /.um inten Male .killtt. war eine dynamische Kraft, deren Auswirkungen später nicht mir Luropa. sondern die vian’/.e Welt erfassen sollten. Lr liatte erleich anderen bedeutenden hcutschcn. wie Holder - lein und Kleist, das Schicksal. \on seiner Nation ignoriert /n werden und erst nach dem i'odc /.» posthumer Anerkennung' zu gelangen. her ä u he re Lebensweg, die Passion dieses Linsamsten unter den lkutschen, bedarf hier keiner ausführlichen I larstelhtng: sie ist im < iedachtnis aller (ieisteshew übten auibewahrt. Ls sei hier nur noch einmal auf die inneren Ursachen hingew iesen. die diese grausamste menschliche Tragödie zum < iefolge haben mußte. Ich habe sie m-dvn vorstehenden Versen zu fassen versucht. Vor allen I lingen haben w ir zu betonen, dal! Nietzsche wie alle übrigen gute» hcutschcn ein guter Luropäer war und den nationalen Hall als eine Seuche brandmarkte, besonders aber ging ihm (was vielleicht gerade in den Kreisen seiner blinden Anhänger unbekannt sein durfte, da sie ihre ganze Niet/schekenntnis gew ohnlich nur dem Lv angelhnn des ..Zarathustra" zu entnehmen pilegcn) der fanatische Antisemitismus gegen seinen europtffschen (ieschmack. I nd so mag es nir uns angebracht sein, einige wesentliche Stellen aus Nietzsches VV erken an/utuhren. die eine kritische Auseinandersetzung mit jüdischer Wesens- und (ieistesart in sich fassen. Ls scheint mir kein unangebrachter Vorschlag zu sein, seine nachfolgenden Ausführungen über die liideufrace bei antisemitischen Veranstaltungen per Lautsprecher proklamieren zu lassen, damit die Kritikiahigen unter den Teilnehmern einmal über die wahren Anschauungen eines der besten ihrer Nation informiert werden können. Wir bitten alcft beim Einkauf unsererInmeratc xu bedienen und sfeft auf sie su belieben. N i e I / s c h e u b v i d i e lud e n. . Ich mochte wissen, wieviel man bet einer < les.mitabrcchmmc einem \olke n.tchschcu muH. welches, nicht ohne unser Aller Schuld. die leidvollsie beschichte unter allen Völkern gehabt hat. und dem inan den edelsten Menschen (Christus), den reinsten Weisen (Spinoza), das mächtigste buch und das ' irkungsvollsie Sittencesetz der Welt veidankt (Menschliches All/umeiisehhehes I 1 . . . Sie haben selber nie anUehort. sich zu den höchsten I »ingeii berufen zu glauben, »nd ebenso haben die lugenden aller Leidende» nie .mfgehort sie zu schmucken.- I >ie Art. wie sie ihre Vater und ihre Kinder ehren, die Vernunft ihrer I heu und I liesitten zeichnet sie unter alle» L.uiopaern aus . . . wohin soll auch diese lulle angesammelter gro her Lindrucke, welche die jüdische (lesclnchte für jede jüdische l'umilie ausmacht, diese Lulle von l ei de nschalten. lugenden. I ul sc hl ussen. I nlsagungen. Kamiuen. siegen aller Art. .wohin soll sie sich aiissiromeii. wenn nicht zuletzt in groüe geistige Menschen und Werke' bann, wenn die luden .ml solche I deisteine und goldene < lefalle als ihr W erk hinzuweisen haben, wie sie die europäischen Volker kürzerer und weniger tiefer I rfahrnng nicht hervor zubringen vermöge» uml vermochten, wenn Israel seine evv ige h’aehe in eine e w ige Segnung I urop.,s verwandelt haben vv ird: dann wird jener siebente 1 ag wieder einmal da sein, an dein der alle ludeiigoti sich seiner selber, seiner Schöpfung und seines aus erwählten Volkes treuen daii und wir Alle. Alle wollen uns mit ihm freuen. (Morgenröte I . . . I he luden sind mi unbedingten Sinne ge scheut. I inet» luden zu begegnen ist eine Wohltat, gesetzt dall man unter I klitschen lebt Mit Offen buch, mit Heinrich Heute ist die Potenz der curppui scheu Kultur wirklich über holen: In dieser Weise steht es den andern Passen noch nicht frei. > reist zu haben. (Anti-Antisemitisches ) bernhard I i i n i u s. 9

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