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Die jüdische Frau · 1925-09-08 · 9 (8.9.1925) · p. [Seite]

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Journal
Die jüdische Frau
Volume
1 (1925)
Issue
9 (8.9.1925)
Date
1925-09-08
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
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gewandt deutsch sprechen und schreibe» können. '■.AK’ km perlicli lur den Post- und lelegraphe»- (i.uiM ge eignet sein. Hei I elegraplfetigejiiliiimcn m. ii; du Sit/Imbe. d. i. die I litteriilllK. \ nill Scheitel m i siiruidui IVrsoll HN'/nr mi/il;iclie. jnindestcns 'I /e 111une le i. und die Armspaimw eite. d. i. das. .• I' / .v isjien de».Spit/e» der Mittellinger byi.ail^- ...I siu-vkie ii Armen. mindestens I sJ Zentimeter bell.me II. \\ liel eile e I tordc rliclie Schulbildung nicht durch /e immsse n.iehgcw lese n, so haben die Bew erberiiii t ii eine Blutung .ib/ulc~gc». elie in einer schriftliche» \i l»c i! ui'e r eine einfache, dein geforderten Bildungsgi.id angemessene An.tgabc. ju eie r Losung \on iii Re. in um.; s.i r le 11 mit gcw nlmlichcii und Dc/imal- Iniiclieii und in de i Beantwortung von Fragen uns eie i I t.Jkiuiele 11 mielc reiutc ilung. Lage wichtiger \ e i kein sui te iis\e.l l'e sie In. I 11 r eile technische Ansbildung n11 I eie gr.iphenlind I ernspi eelieliensl sind! . stimmte Normal Xushilduugs/citcii Ins /u (. Miin. i'e n ie'stv;e set/i. I he weiteren I in/ellieiteii bei der \nn.ilniie nnel Beschattigung. über elie Ablegung der I ..dipi mungcii unel elie Beförderung und plaiuiialtige NnstelbllU uls I . - r >pi>. m>c>oH..pI Mt,;, ul.Inn.- -•nippe \ I und als I elegruphenseki elur > I.iesoldnngs- ■ uppe \ ll sind .1 I . bei den eiu/el'ien Postaustalteti n crt.iIneu. I iii Bewerberinnen indischen (ilaubnis '...Ile teil es nach meinen persönlichen und laugiäh- ■ige-n 1 i i.ihrungcii iur unbedingt erforderlich. dal’, s.e iiuiiia ei briielilicliei Irene lur ihr Judentum und I■ i deinselie s \ .ite rl.iiiel cintretcn. \oii ledcr llielisvlun He w erbe rin uii.ll linier allen l mstaiiden gefori'eit we,eien. dal! sie ein g rundliches Wissen unserer "Religion. ilnei I ehre und Hrauclie. unserer (ie- Ille Ille nnel I ite r.tiiir mitbringt. I s eilt. Andersl .nbiee n am ihre hanfigen Fragen über I rspping. / w e\ k und Inhalt unserer Zeremonie'!. I.tliik nsw. e' skhoptenele nnel klare Auskunft /n neben und gee'i aniisenutische Angriffe von relinins uaw issendeii 1 sie i -c nnensv heu Mitarbeitern sich /II wehren und u \ et le leimen i -•*—ist du Hew erberin indischen lilaubciis cinges'^stlt. sh hat sie bei noii'.'em l'leili und I heiisieiter :uel bei genügender Iieiahiniinn und /uiriedeiistellend\ ii I e isiunneii /uruckset/.unneii oeler Krankunnen ui He/un .ml I icsjiaftigung unel Heiorderuuneu eiurcli .miise nniiselie I uiiiiisse nicht mehr /II bniurdlüe». 1 Me iinli. ien. vorrevolutionären Zeiten, iii dene» cmii- .e iiu'i Heamten w egen ihrer Koniession'oder l’artei-;:.;e l.mukeit ibesnndeis luden. Katholiken und Soalele ui. iK i ateu l Sch w icnnkeileii gemacht wurden. sind heute in den Tagen der Republik, der Demokratie und des Sozialismus hoffentlich für immer vorüber. In einzelnen Ausnahmefallen wird es Sache der Heteiti.Oi'ii s.-in viel, innnm ofti iih.n i i rn I'llUP- ~ i cchtigLeiten nachdrücklich und mutig zu wehren und der Hriolg wird nicht ausbleibeu. denn oftentiuche—Trtim* *nirrgen derartiger Hülle in der Presse oder in den Parlamenten verursachen stets \iel unerquicklichen Schriftwechsel und sind deshalb bei allen Verwaltungen sehr unbeliebt. In den meisten Hüllen wird die jüdische Beamtin schon durch ihre (iegetiwart. durch ihre gewissenhafte Pflichterfüllung aufklärend und \ermittelnd wirken und gegen etwaige antisemitische Hinwirknngcii und Strömungen einen heilsamen Hintlul! ausuben. Nachdem die andersgläubigen Mitarbeiter sich erst mit der für sie befremdlichen und auffallenden latsache der indischen Kollegin einmal abgefunden und dabei erkannt haben, dali auch der Jude ein Mensch mit denselben Higenschafteii. Hehlern und \ or/iigen ist. wie die anderen, werden sich bald korrektholliche-und bisweilen sogar freundschaftliche \ erkehrsv erhältnisse ergeben. Hierzu ist allerdings _ erforderlich dal* aimh iiiih'M1 fHnnhnisgenossni im dienstlichen und aullerdienstliclien Verkehr stets die notige Ruhe und Zurückhaltung und den gebotenen lakt in ihrem Auftreten sorgfältig bewahren, wenn einmal bei irgend einer (iclcgcnhcit das Wort ...lüde“ im (iespiüch. ohne beleidigende Nebenabsicht fällt oder idigios indische Hinrichtungen und Bräuche aus l nkeiintuis abfällig besprochen oder kritisiert werden. Auf diese Weise kann die jüdische Beamtin sich eine angemessene, auskömmliche und gesicherte Lebensstellung schaffe» und erringen, l’nsere (ilaubeiisgenossiu kann dabei gleichzeitig eine edle und hohe Mission aiisiihen im Dienste der Aufklärung. \ ersolmnng und Nächstenliebe zur Beseitigung von 'ahrlmndertalten Vorurteilen, schroffen (iegensützen und Antipathien: durch ihre verantwortliche, treue und vorbildliche dienstliche Tätigkeit wird sie am besten die alte, gehässige Mär überzeugend widerlegen. daII die luden wegen ihrer angeblichen Rassenminderwertigkeit für anstrengende körperliche \rbeit zu trage und zu bciiuem seien. In diesem Sinn kann die indische Beamtin auch in ihrem beschränkten M irkungskreise mitarbeiten au den hohen Idealen der Menschheit für Kultur. Freiheit und Fortschritt und für die Hrhaltung und Förderung des konfessionellen Friedens in unserem deutsche» \ aterland /um Segen für dieses und unser Judentum. liALKMUniDI ' »dIh t 1. M"'. Vu .iili Iss.-Im eel'o.ie". In. Sei>ttinlier 1 s-17: '■ I “ill 1 ‘SS I’i .l 1 i.s n-vol.n l.hii clnmie mii l.u- •- ni 1 el'in » M.ijnl'iir» gehören. 's. . v'\ ‘ '*t' IS'U 1 ’r ■ ■ Me .!•!..?l «n.iel/. lud liistonker. sipteinlHr iss, s ’ . »• ' P.'" te .st- 1 M i'Sf eeslurbe". Ii. Sep'eml'er PtthA '» M*'t r |S. ■ IO-' W.< K’.imI ndi. / M.id-i> h. Wien .d'iifi'i P>. Seplembet >s,.' 's... 1 1 vs. 0 te u 1 in l.dtok-, t.idelll" ’e y <. 1 Ii. i" sluit'i 11. In 'eptüid'er >nos *»• l >VV |s? t I‘i t . >> W i ../.uns et »,is 1 eii .1 de> .m sammln-, >S is si i i * *; I is U ll0v l'üi Hl. I ir.ice -Vgml.ir. hirI. SslirilHlellcriii (. Is. r. iel verteidigt". ieist d liidcutums". ..I r.iuoi hi.ifls"! /. Hr.inkfurt a. M. uesMrtu.». I.nncs smion. 7.-Merlin gehöre" (Mitl'ccnilliier des „tlillsvereins der t'eutsciieli Juden-'I. kiu/ Modi (Komponist), /u Wien Rest. ■Vitistliel k-.ihs.hild (Mitbegründer des Koilist.hjlds..lieM W ellli.nises 1. ceslorben. s. |Ins/enl'ere (M.der i. Jerusalei") Rest. lose' t evnnsio (>sti.i"spieler).?" W ien sel'iiteii.

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