Die jüdische Frau
- Journal
- Die jüdische Frau
- Volume
- 1 (1925)
- Issue
- 8 (22.8.1925)
- Date
- 1925-08-22
- Page
- [Seite] (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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INDISCHE LEGENDE Im „Nil.tJ.iiKjc. III dem Urte Kauamaiikulav lebte I Hl si-hr n Klirr Mann mit -Vulinu—I a.Vauar.-Lict- I 'aruber höchst betrübt riet er ans: ..Was mit/.t es. dal! ich noch zm» Tcmm.1 »gdioV Her Reis, das (hr-~ käste nach war'er ein \elala. lT zeichnete sich dnreli seine Siv afmiumif keit ans und wandelte untadel hem Parumasiva pflegte er tätlich Keis. (lemtise. IT neble usw. darzuhriiif eil. I»a bewirkte die Ami Uottes. dal! er selir arm wurde, Ueeeti I ubn nnilite er ais gewöhnlicher Arbeiter Lrnte- .irbeiten \errichten und sieb so sein Itrot verdiene». I »eil enteil Ii'eis. den er als Lohn erhielt. crab er aber Uott und lebte selbst von minderwertiger Speise, ha bewirkte Parumasiva. dal! auf allen leidem jenes (>rtes nur unter. erstklassiger Keis wuchs., haruber Imeli erfreut, fine Tavauar täelich auf die leider zur I rntearbeit. erhielt seinen l.nbn und br.übte seinem (jntt reichlich Speise, dafür dankbar. dal! er soviel K’eis erhielt. Weil er keinen Keis nach Mause brachte. Imlte mJi >• eilu; I rau jeden I ac ans dem hinter dem Hause eeleeeiieiiUarten allerlei* ietmise. um das /u kochen. I.ivaiinr al! es. ohne /u murren, und verrichtete nach wie /mur seinen heiligen I heust. Als das im harte» befindliche heinuse /» Milde eine. Imlte seine I rau Wasser und setzte ihm das wir. Als er eines l.iees wie ee wohnlich den Korb mit dem Keis. dein heinuse und den I mehlen zmii lemi'el brineen wollte, um seinen hott-Z.li siieiseu. ^!i ii rnlolee des Muneers strauchelte und hinfiel. Seine Frau, die mit den iuni Produkten der Kuh Inntei ihm hereine. fine ihn Iwar mit der einen Mauel, mit der sie das < letal! zueedeckt hielt, aut. konnte abei dov.li mellt \erhindern. dal! alles ins (jras fiel. muse und die Lnichte sind verschüttet. Mas (iliick. den < iott speisen zu können, wird mir jetzt nicht mehr zuteil." Schon wollte er seinen Mals mit einem Messer durchsduieideii. als Päraiuasiva. der die eanze belebte -und unbelebte Welt erfüllt, seine Hand ansstreckte, um das zu verhindern, und von dem (irase her ein (ierausch verursachte, als wenn er die Früchte esse. Als Parumasiva seine Mand ergriff. mit der er das Messer hielt, erschrak er sehr. I *anu aber verschwand seine Trauriekeit. und voll Lreude pries er hott weiten der ihm erwiesenen (inade. Sivaperuman erschien ihm dann auf dem stier und saete zu ihm. dal! das. was er aus Liebe zu ihm eetan habe, vrnt sei: er solle hinfort mit seiner I ran in seinem Himmel wohnen. Da sie ircudie zustimmteii. nalnii er sie zu sich. W eil Tayanar .ms Kummer, dal! er den verschütteten K'eis l'aramasiva nicht darreichen konnte, mit seinem Messer sich den Mals durchsclmeiden wollte, erhielt er den Namen Arivaddayauayauar. * Man sieht. Motive aus Hiob und der Opterune Isaaks umwehen die alte indische Sagenwelt, aus _ Ltlji^iii«==ii«^tKrtt-TrHtrr~lfelicri()iieii. auch unserer indischen herkonunen. (Aus dem soeben hei hticen I Hederichs. Jena erscilieneiie» und sehr empfehlenswertem Milche . Sivaitisehe Meilicenleceu- ’den". Aus dem .'lamil übersetzt von M. \V. Scliomenis. s.immlimc Reiinidse Stimmen der Volker.) i nrocTiiRNO Skizze von I ranz. C i n e i a. I s hat sieh seit zehn Iahren nichts verändert. Mas I orsthaus hat noch dieselbe» kleinen Lenster, die gleichsam voller Yerw underune in das Tal hin-, uuteiblicken mul die vier e rolle» I.innen stehen noch i beiisu stolz vor dem Liiieuue. Ihre rauschenden Minimen eilen mir euteeeen und wollen mir-saec». dal! sie Schutz und Wehr getreulich eriiillten. dal! kein I leiems im Mause ohne ihre Anteilnahme voruhcreme. I nd auch der Hochwald dehnt sieh noch uat seiner tiefen Unendlichkeit bis nuiStviuw nrfvv eite an das Maus. I s ist noch alles vv ie-drtmals .... Ich stehe aut dem schmalen LuHvvcc. der am Kunde des I h>cIäv aldes huifuhrt und warte . . W enn n Ii laut rufen wurde, konnte man im Mause meine Stimme Imren. Aber ich rufe nicht . . . ich siehe lautlos an einen Stamm eelehnt und warte-. . . und weil! nicht, auf w as k Ii w arte. Meine Alicen versinke» in der Schönheit der Mondnacht Wundei bar flieht das I teilt der ewigen llmimclslumpe dtirv.lt den Wald, schwebt wie ein /uubermuntel übet dein Mails und das weite I al ist ei füllt von silbernem Ulan/. I in Manch von eeisterliafteu Stimmen vermahlt sich mit dem versonnenen (leiimriiiel der Ouelleit und zarte I leder ziehen wie llaifeiitoiie an meinem < Mir vorbei. \ or dem Maus rauscht cm Hrunncii Mer Wasser stiuhl eht/vtt und ihmmert und kommt mir vor wie v u:e ll.uid, die nach mir winkt. Ls ist alles noch w ie damals . . . das weite Tal v oll Silherehmz. das träumende Maus und die Lneiidlichkeit des Hochwaldes, l ud das zauberhafte Licht uer Himmelslampe . . . alles ist noch so. alles eriil.it und lächelt und geheimste Hiit’ce sind lebendig. Meine Seele wartet und lauscht. Sie wartet auf den leisen Schritt der blonden I;lse. die mir damals diesen schmalen Lur.vvce zu einem Illumenpfad machte. Nach zehn Jahren stehe ich zum erstenmal wieder auf diesem Pfad. Aber es blühen keine IJIumen mehr. Mer rauhe, kalte Wind der Schicksale hat die I Humen alle zerstört. Nur an manchen Stellen lieut ein vvenivr MondliclU auf dem Weit, einsam und träumend und ich denke, das ist wie der Schimmer von I rauen. Meine Seele wartet und lauscht lanee in das geheime Leben der zauberhaften Mondnacht hinein. Aber ich höre keinen Schritt mehr. Line feierliche Mille stellt erhaben im All. Plötzlich beben .ms der Talferne verhaltene Mundeiischlaec und draneeu in die weinende Sehnsucht meiner Seele. I.rinnerii mich an die Wirklichkeit. Ich schrecke leicht zusammen und eclie datln w ie behutsam über die elitzerndeTi Moiidstrahlen. die da und dort den bullwve berühren. . . . talwärts. Lins.un und schweifend! . . 10