Die jüdische Frau
- Journal
- Die jüdische Frau
- Volume
- 1 (1925)
- Issue
- 8 (22.8.1925)
- Date
- 1925-08-22
- Page
- [Seite] (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Mienen, uiiisch wärmt. das Cafehans m i t Musik scheint so viele Stimmen zu Tcrlaiu;en als aiuraneiv;. lim dem Raum-Verl.mm-n zii entsprechen.-— In der Halle eines grollen Hotels. I'ünf-l lir-l ee ohne Musik. Hier wäre also eigentlich keine <ieialir. ..bessere Stimmen“ schlecht /u uhertonen. trotzdem, man unterhalt sich in ^edampiter Weise, ijerauchlos wird allen Wünschen entsprochen, ciil seiner klingender ..Ion“ beherrscht hier, wie ans eclieimes (iebot hin. den hohen w eiten Iv’amn. I s konnte hier unmöglich anders sein. I ine Panik würde entstehen, wenn einer der Anwesenden hier sich im Hierton unterhalten möchte. IS steht c.mz vrewil» nirgends hier anceschriebeii. auch der ..tabelhaft vornehme“ Ober hat nichts davon ecsaet. dal! man so vorsichtig reden soll und doch es liect eben in dieser Luit! Wie komisch, wie ..entsetzlich“ wiirJc es uns anmuten, wenn andererseits im Münchener Ihübrauliaus. im liefen Keller zu Nürnberg «»der in einer echt Kölschen W irtsstube ein ccicenhattes Salon-( iefliister durch den Raum zitterte! Ins in die l nendhehkeit konnte man ••\empli fi/ieren . .’ -Im /.immer. etüsUTanrnnle vereint, aut Tned holen, im Iheater. in öffentlichen Amtsstuben, im D-Zuc-Speisew acen und im I csesaul des Kurhauses; überall, mbt es einen entsprechenden Ion. aui de r man verfallt, wenn nun den Raum betritt Sie alle sind künstliche I "in.nie. unerzogen. angelernt und ance wohnt. I ine» einzigen R.nim kenne ich .oieh der lut seine ..l.icenarl“. Aber eine natürliche, angeborene, unwillkürliche, echte Weise regiert darin, sut es einen solchen Raum emt: Dieser Raum lieillt Kinderstube und was ihn erfüllt. is| .nieh eine eigene Sprache: Kinelerl.iute. l aute Kinder I neben lind schreien. Weinen und Sincen. Naturlaute hier allein Hie ..Droben" eestatten es enadenv oll . Kinder s,,,d natürlich immer laut“. s.io nun unhewollt Nur im Karneval tmdet man noch solch nrlaiil ähnliches Mnmneii-1 »urcheiiunder. Aber hier ist es künstlich, unecht, eeziert. ce wollt, hc wollt. an<e fertigt". Aber die Karnev aJs-R.imne wolle» das und die Kinderzimmer j e n e s, ledei Raum hat seine Sprache . . . Mettv Ster u. .loseta Metz. ..Von Hans Sachs bis Wilhelm Musch", ein lustiges Yersbuch für Kinder. \ olksv erbaue! der Hiicliertreunde Wegweiser-Verlai: (i. m b. IL. Merlin l‘>24. Laue bunte lusticc AntholocieCdie nicht nur Kindern. sondern auch jedem Lrvv achsenen. der Sinn für Humor hat. I’reude bereiten wird. Selten sah ich eine so vollkommene Zusammenstellung. Nichts was in den Rahmen des Huches pälit. ist vergessen worden. Da finden wir unter ..Märchen. Sa neu und Lebenden" Hans Sachs’ entzückendes Stück ...Das Schlaraffenland“, dessen Schliilt: l ud wer auf ear nichts .weiter acht’. Als auf Lsseu. .Trinken. Schlafen. Aus dem macht man im Land einen (iraien. Wer also lebt, wie olnrcmmnt. Der ist ent im Schlaraffenland.. In einem andern aber nicht: Drum ist Spiegel dies Dedicht. Darin du sehest dein Angesicht. eiecns für die heutige Zeit gedichtet scheint. K>>- pisch’s ..Heiiizelmännchen" fehlen ebensowenig wie ..Die Zvvervre in Rinneben:" «»der (ioethes ..Wandelnde < Hocke ” lind Rückens ..Maumleni. das andere Mlätter hat gewollt". Im zweiten Teile. ..I abein und Parabeln’' finden wir < teile rt. Lichtvver. < ileitn. < ioe the. Claudius. Schiller und noch v iele andere. I hum : ..Schwänke”, unter denen wir nicht versäumen möchten, aui die ..Histörchen“ von August Kopisch c'anz besonders hin/.uvveisen. Auch Wilhelm Muschs Dedichte. z. M. „Die erste alte Tante sprach“: Die erste alte Tante sprach: „Wir müssen nun auch dran denken. * Was wir zu ihrem Namenstag Dem enteil Sophiechen schenken.” Draui sprach die zweite l.ante kühn: „Ui schlaee vor. wir entscheiden BtTHKK I ns für einUvIetrHtr l rTseiierinTT' “ ...-jÄ-+tnnf7ä^rN>pliiechen nicht leiden.“ Der dritten laute war das leclit: „Ja“, sprach sie „mit eelbeii Ranken. Ich weilt, siiareert sieh nicht schlecht i ud mul! sich auch noch bedanken.“ loseta Metz. „Kasperl auf Reisen“ mit Mildern von Iva I lei i niaiin. geschrieben v oi, Martha Meisel-kallman» im \erlac sier Münchner Drucke. München I in Kinderbuch, wie es lusiicer kaum eedachl werden kann. Die Kleinen werden aus dem I .leben nicht he rauskommen, wenn sie Kasperl, der nach dei „l.rstcn \ orstellunc” seinem Herrn IVter förtl.nift. um sich aut eigene l aust zu ainiisieien. bei seinen Abenteuern begleiten. Wie Kaspeil in ein Auto sprinct. mit diesem in einen Möbelwagen Innein fahrt, und man mm die Klagen des Sehr.mhcs. des Kuchenblechs und vieler anderer lecenst.mde. ehe Schadenfreude der I lancem.itte hört, das ist mit einem (icschick und Humor ces Julele i t. der absolut au Musch heianreicht. Niehl nmsonsi kennt loseta M e t z so eilt ehe Psvclie des Kindes Nachdem Kasperl noch das Kino die I lektnwhe. ehe Schule und das Dasthaus mit seinem rebellischen Me such beehrt hat. von wo der K e Ihn r dm dein Schntzmann überliefert, kehlt er teumutr.: zu Peter zurück, der voller I reude ruft' ..Mein Kasperl ist wieelei ela' Mein lieber. KasperI. das ist fein' ' . Lud . lud .! gleich . . /w.mzu: Kinder . ein. I ml nun eile /eislinuneen. die m ihrer I utbenfieiidickeit mul I Jitheit «eeie in Ireinle m.u lie i| müssen. — Das I hie Ii ist ein w nnele IV > die s I le Sc lui'kve e'tk ' nur wünschte uh ehe >vhfitt wate eh-ulheher A M N.