Die jüdische Frau
- Journal
- Die jüdische Frau
- Volume
- 1 (1925)
- Issue
- 8 (22.8.1925)
- Date
- 1925-08-22
- Page
- [Seite] (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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T>I1E lALSnil LE ..BELLEYI E“ BEHL1A --------Leitet: Jacob K null c r l'mstellum; ist — w ic iihcrall auch das Schlußwort in der Kunst! — Wahrend die Nachfrage in der Inflationszeit nach Oekemäldeti und (iraphik so stark w ar. daß die Bilder als Anlageobjekte der Neureichen den Künstlern zu phantastischen Preisen, kaum noch fertig, aus den Händen gerissen wurden, ist dieser (SLLRfWIO t t * /weiß der ..freien" Kunst heute fast ausschließlich das Arbeitsfeld weniger (ietreuer. Wie der Luxus von gestern die Praxis von heute ist. so xvich iii* der Hauptsache die ..freie" Kunst der ..angewandten", und wir sehen heute nicht die Schlechtesten unter den (iroßen auch hn l iienste der Industrie und des (iewerbes. K’eklamekunst. Modezeichnen. Buchschmuck. Kataloß- und Klischeezeichnen. Möbel- und Architekturentwürfe sind daher die hauptsächlichen ..existcnz"biirßcnden Zxveiße der jungen talentierten Kuuijstürmcr und -Stürmerinnen x,», h^E, amd xx ie hoch ßute Kräfte bewertet werde" moße beweisen, daß beispielsweise Kataloß/ciclmerinncn in der Schweiz bis zu Juno l'rs. >>ro Monat honoriert werden. Aber auch in I »eutschland w erden nute Leistungen entsprechend anerkannt und bewertet. Lreilich ßilt es. ß a n z e Arbeit zu leisten! Wie auf dein (iebiete der Musik die Konservatorien nur summarisch auf die 1 in/clheitcii der Studierenden eiiißclieii können, sti tritt dies noch mehr für die Akademien in I rscheinimß. Wie maß ein Malprofessor bei einer Klasse von .<«>?o Seliulern auch daran denken, auf die_..lndiv iduahtat" eines I in /einen ein/Ußchen! I hesem l cbelstande abzuhelfen, hat die bekannte Berliner Malschule ..Bellevue" Iklop stockstraße) unter Leitune des Kunstmaieis und < iraphikers Jakob K n n 11 e r k’cchnuiiß cetracen dadurch. daß für jeden Schüler ein besonderer Lehr eaue zusammeneesteHt wird, der direkt auf das prak tische Lnd/.iel zusteuert. Lin Blick in den Werde»;am: der Scbulerarbeitrrr /eiet vor allem die o r'ß a n i s c li e Aiisbildune teiles Schülers, beeinuend mit der e i.n f a c h e n Linie und endieend mit dein d r tt c k f e i t i e e n (> r i - l.iniee Abbilduneen iiioeen die I ifolee des Institutes demonstrieren, deren Schüler sjmlptliclitnre Mädchen tmd veiheiratete I rauen. Lehrerinnen und ausländische t lesaiidtxjiaftsinitßlicdei. lucv nieure. Architekten u. a. in. ihre I aliißkeiteu aus zuw erteil ifnd zu ei weitern streben aut dein ßoldciieii I loden des Kunsthand w erks und den < leist der Schul leitu"" mit ins Leben Innausnehinen L Nisi und /leibe vv ußtsene bei x<ibststattdißer kiiiistlcrisiher -Stbeit' II