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Die jüdische Frau · 1925-08-22 · 8 (22.8.1925) · p. [Seite]

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Journal
Die jüdische Frau
Volume
1 (1925)
Issue
8 (22.8.1925)
Date
1925-08-22
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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Osterfest ln Jerusalem. Während die Actltiopier in ihren Zelten über der St. Helena-Kapelle tanzen, in deren Innerem die Armenier beten, und während die Franziskaner in der Kapelle der Lr.scheimmc' ihre Mitternachtsmesse sinnen, erfüllen die koptischen und s\rischen Litaneien dieses christliche Habel mit ihren Kimmen und rufen in schrillen Ionen die metallenen (ioims von hoch oben in der Kreuzfahrerklippel die (iriechisch- Orthodoxcn zum (lebet. Auf dem heilinen Hc/irk des 1 empelplatz.es und darum herum ruhen sich die Moslems von den Anstreimuimen des Pikcrzutrcs nach Nehi Musa aus. während in dem benachbarten Huret al-Yalmd die .luden das Andenken au den Auszim nach Aegypten feiern, l'nd zwei Automobilstunden weiter nördlich briimen auf dem (iipfel des He ree s Carizim die Samariter ihr Hrandopfer dar. wo der älteste Ritus der W elt > ott der Menschheit kleinste Sekte vollzogen wird. Aber das Osterfest des Jahres lö_M brachte eine neue L'eberraseluum für die Samaritaner auf dem (iarizim. jenen kleinen Rest von nur noch etwa 15'> Seelen einer einstmals beträchtlichen (inippe: tausend .iunvio Juden /amen zur Passah-Lcier der Samaritaner auf ihren Heilmen Heim, zu dessen Lullen Nablus, das alte Sichern, lievrl. und leitelen damit— eine \'erbrüderiuur ein. die für die Samaritaner eine Lrneuerinm ihres stark bedrohten Volkstums, aber auch für das neue Judentum im Lande Israel einen liewinn bedeuten kann. * Laust rief Kaiser Hadrian dem R. .losua b. Chaiiaiiiä zu: ..Das ist doch ein merkw tirdiir Lamm. das sich in der Mitte von sjeheuzm Wölfen zu erhalten \ermair!“ ...() nein“, versetzte der Rabbi, .mroll und des Stammes ihre /.eite für die Dauer uufsehl.mcn können Weiter erzählte dieser jüdische Nomade däll sein Stamm infolge eines Krieges mit bciiach barten Hedumeustammen gezwungen wurde, seinen gegenwärtigen Aufenthaltsort zu verlassen. Da sic mm erfuhren.! dalt es in der Nahe \on liberias jüdische Kolonien gäbe. hatten sie beschlossen, dahin iiiszuw andern, um neben ihren Hrudern leben zu können. Seine Aukube sei es, sich \on der W ahrheit dieser Hcliaiiptmig zu überzeugen, und selbst zu selten, ob die jüdischen Kolonien. \oii denen sie gehört hatten, tatsächlich existieren. mächtig ist der Hirte, der es errettet und dessen Hasser zerschmettert!“ (Midr. Lster) Kaiser Hadrian und .losua h. Chananja. Jüdische Nomaden. Wie eine Jerusalemer Zeitschrift \or Jahren meldete, erschien in Liberias ei» Jude, der sich der hebräischen Sprache bediente, und der erzählte, daII er einem jüdischen Stamme uimchörtc. welcher in der <lernend von Aleppo in Zelten wohne. Lr erklärte. im Aufträge seines Stammes gekommen zu sein, tun mm in der Nähe von Liberias ein Terrain ausfiiidk zu machen, auf welchem die Mitglieder Israel unter den Weltvölkern. Mit ihrer Weltziffer \on ls Millionen bilden die luden nur ziemlich genau I Prozent der Menschheit. Dies ist zwar schon relativ das Dreifache (und absolut sogar das Sechsfache* des Status von IsiMi. Aber noch viel starker ist-der Jüdische Anteil. wenn wir den aktiven I eil der Welt und wenn wir die Weltvolker, die Weltstädte und die Welt Sprachenbereiche, in Hel rächt ziehen. In den Verendeten Staaten von Nordamerika bilden die Juden ca. -1 Prozent, in Luropa nahezu d Prozent. In der grollten Stadt der Welt. New York. uhcrkJM’ro/ent (dort sind sie das stärkste Hevolke runexelenieut). I,,, Hereich der beiden grollten Weltsprachen: Lnglisclrtmd Deutsch, sind die In den mit ca -l Prozent hzw. mit über 15 Prozent \ertreten. An Nobelpreisen für wissenschaftliche Leistungen entfielen auf die Juden doppelt so viel* wie auf die _’oo Millionen Nichtiuden Lnglands. I*rankreiclis und Nord-Amerikas! (He/tiglicli der Schachw eltmeisterschafl merkw urdigerw eise der sicherste Prüfstein geistiger (Jiialität haben die luden sogar |imi Prozent anfznvveisen, gegenüber o Prozent der Kulturstaaten.) So wird der erstaun liehe z.ifiernmüfli'sC Aufstieg der ludetiheit noch weit x on den Leistungen und Lortschrilten in dm wich >lösten .apialitativen“ Hinsichten ubertroffen. * Iiii Juli l'iJ-J wurde gemeldet. vl.di ein Heduiuensianini Abgesandte au die Indische < lemeinde in s>afed (Nordpahistinal geschickt mul bei der lern salemer Regierung ein tiesuch eingereiclit habe, man solle ihn--- gestatten. ..wieder zum Judentum zurückzukehren". 22. August isr-ii 2 t August 1*54: 2t August IW: 25. August |Nt>l: 27. August IHNi: 2h. August is«>2: Arthur Höllischer, ru Budapest geboren. Morir Moszkowski, Komponist, geboren Rabbiner Dr Frankl - Berlingestorben. Hans l.and Schnllsteller. iu Berlin geboren, Rektor Aron Horwitz, zu Berlin gestorben. I.eo Wertheimer - Konstantin Brunnerzu Altona geboren tl. August |si.| Ferdinand l.assallim lluell grlalh-n I Septe-nibrr 172-1 Mösts Mrndelssnhn in Dessau grborm •5. September ISos Michail Saihs Kanzelredner g«t» r> n t September l'MJ 1 udwig Frank Sozialdemokrat gcUllm 5 September 17- 4 HenoeU, Herz' zu ttertm geboren 5,.Sepnmbc-r >7-1 („acoMo Me^erbeer ru Berti» g-bore»

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