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Die jüdische Frau · 1925-08-22 · 8 (22.8.1925) · p. [Seite]

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Journal
Die jüdische Frau
Volume
1 (1925)
Issue
8 (22.8.1925)
Date
1925-08-22
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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..Perele, ach! . . Du Lieber -In HePer1" «ehr»- Mlra;mi in plot</:Lieh aufw allender Freude. Als sic rtiliiccr ward, hrach sic in Tranen aus und konnte lamic nicht aufliorcn zu weinen. * Als Pcrele wiederkam konnten Vater und Mutter sieh nicht sattselien an ihr. Dieselbe Dienstfrau, die sie abeeholt. brachte sie wieder heim: sie erzählte: ..Am ersten Tai: nahm das Kind all das Spiel/cue dankbar euteeiten. das der Onkel und die l aute ihm schenkten. Aber schon taijs darauf wurde Perele irauriir. und ihre Trauer wuchs mit jedem Iavr. Was man ihr auch ircben mochte, sie wollte nicht munter werden. Keinen Wunsch versagte man ihr. aber es half nichts." ..Das ist es. was ein Mutterheini bedeutet", filmte die einfache Frau hinzu. ..Litte Kleinigkeit zu sagen!" Vater und Mutter fühlte» einen Mich durchs Iler/ bei diesen Worten. Mira bemerkte, dal! das Kind etwas bleich eew orden war. I s regnete Kusse auf Pereies W angen. Die Ankunft des Kindes wirkte wie ein belebender lau auf die andern t icschw istcr. 1 >as Hans halte gleichsam den I rauerschleier aheelcetAlks war wie neuceboreu. alles war lebendig und fröhlich Jonas horte aut. sein Schicksal zu beklagen, ertrug fortab mit Lust den ...Mühlstein am Halse", denn er wiillte mm. für wen er sich muhte I r fing jetzt erst an. die ganze Snbigkeil des I amilienlehcus mit seinem stillen tiluck zu fühlen. Vor Kurzem schenkte ihm seine I ran wieder ein Kind, bereits das fünfte, ein I ochterchen. Ir batte keine Worte, es zu loben, eine solche Schönheit, versicherte er. kann man weit und breit nicht linde» . ..Sie hat blonde Haare und ganz die Augen dei Mutter." SECHS ♦if PUSCHE KÖPFE VOM SCHACH-KONGRESS I> BHESL.U Von I lein/. I. o e w Der Anteil der .ludet) am Schachspiel und seiner I oidentng war von jeher grob: abgesehen von den meisterhaften Schachspielern, die es sicher schon im (ilietto gab. deren Namen aber die < ieschichte nicli' nennt. Seien aus der neueren Zeit aus der ungeheuer grollen Zahl jüdischer Meister nur Dr. Ossip Hernstein. Samuel Hoden. I'ricli Colm. Max Luvve. Isidor < iunsberg. Dr. Fm.uuiel l.asker. W ilhelm Sleinitz. und Alfred Wolf genannt. Auch zu dem Internationalen Meisterturnier, das im Palmien des Deutschen Schachkongresses Lude Juli dieses Jahres in Hies- Lsu stattfand, waren sechs jüdische Meister erschienen. Dr. Tai rasch, (iriinfeld, k’eti. Moritz. Nietuzowitsch und Pubinstein. Als Presseteiliielmier am Konerei! hatte ich (ieleeenheit. beim Spiel und auch l eim Vergnügen diese Meister näher kennen zu lernen: im folgenden seien meine I rgebnisse der Leserschaft kundgetan. M o r i t z . der jüngste der Meister, ist erst vor drei Jahren bei dem Turnier in Devuliaiiseii in die Meisterklasse aufgerückt: so war es kein W under, dal! der absolut genommen sicher vorzügliche Spiele r im Kampfe gegen die ..Champions" fast v ollig versagte und als letzter durch die Ziellinie ging. I.t sah es voraus und nahm das (iesghick nicht von uer tragische» Seite, im t iegenteil. wenn er nach glücklich verlorener Partie aufstand. glitt stets ein lächeln über sein jugendlich schönes t »sicht, und dann steuerte der eleganteste der Zwölf mit leichte» Schritten, denen man den Lieblings.,nfentliall auf dem l anzparkett deutlich annierkte. auf die Dann n zu. die zu jeder Zeit im Kongreblol.al an wesend waren, l ud sie hatten ja nur auf ihn gewartet. der lustige 'Stettiner bekam von leder etwas, hier eine lute (»bst. da eine Lmlädnng z.tmi Souper, kurz, er war immer besetzt, immer freundlich lächelnd, immer von etlichen Damen flankiert: so wultte ei sich für das Pech beim Spiel zu eiitschadige». Anders der W ieucr Meister P r u » i e I d . einer der tüchtigsten deutschen Spieler; er vereinigt in V. Hreslau. ich die sichere Ileganz des eifalneiien W eltiiiaiuies. der er ja auch mit seinen C lahren ist. und die ruhige Wurde des sich seiner Drohe wohl bewnbtcu Meisters, der seit seinem 17. I.cbensiuhrc nur dem Spiel der Pottin Caissa lebt. (Mine leichtsinnig zu sein, wie es etwa der Hellmer S.uinsch ist. zeigt ei sich doch stets iiiibekuiuuiei t : er imterbricht gein seine Partie, geht in dem Saal spazieren. iM aber sofort wieder zur Stelle, wenn vier Pccucr seuien zaig gemacht hat. Ms Spieler ist er aiilktst ,nlng und sicher, er verlor wahrend des ganzen luimers nur 2 Partien, konnte aber infolge vieler Peimseii nui auf den 5. Platz kommen. So wai er atu dun hon grell einer der s\nipalhischsteii Kopfe, wenn auch nicht der interessanteste, denn in diese I hre teilten s eil die drei folgenden ' D.i wäre zunächst Amu \ i e m z o w i t s c h vier aus k'iga gebürtige, in Dänemark lebende geniale \ertretcr der neuroiiiantisclieii Schule, vier hier in Hreslau mit nur zwei Punkten hinter Hogolmbovv den Preis gew ann. Ir war vier eigen.it tigsle der Zwölf; in einem einstmals vwil! gewesenen * >bvi heinde. das letzt ebenso reichlich mit Kopte.istitt flecken .wie mit lausig,oben I odiein besetzt ist. ohne -Jackett lind Weste, aber stets mit einem eleganten Spaziel stock, sab er seinen Kollegen gege mibe r. net vos blust er jedes Wölkchen zu ihm dringenden Ivuuchcs vveg. massig ruht viel gewaltige Schädel aut der aufgestmzien Hand. I nvl miiiiei. so olt iJi ihn auch sah. fuhr die linke Hand zuckend ui die I o«.k(u. vieren eine wieder und wieder vom aul die Stirn her - untertiel .und durch ihre W nie rspeiistukeit ihren I rager stets von neuem zu energischem Vorcehe’i reizte, la. energisch war llvit Niein/ow itsji ko lossal. uiivl ging einmal etwas nicht nach W unse.li.— und das kam dv s ölte re» vor. so wurde er w tuend lind grob mnl schrie mit Mentorstmmie durdi vier Saal, er bitte ganz getalligst um mehr h’iiliv >-. .is auch vhuiii ge schall, wenn es v obig tulue wai. *»,, galt er als ein fiitchtbatet < iv gne t. mit dem mehr zu spähen wai: aber sonst war er ein nette i PvseP 5

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