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Die jüdische Frau · 1925-07-07 · 5 (7.7.1925) · p. [Seite]

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Journal
Die jüdische Frau
Volume
1 (1925)
Issue
5 (7.7.1925)
Date
1925-07-07
Page
[Seite] (sequence 11)
Language
German
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(jötterhoten kannte, also die ganze soziale Rain;* Stufenleiter auch an das Himmelsgewölbe anlegte . . ..Stroh sind die Armen. I doch die Reichen / sind vollen Aehren z.u vergleichen , sagt seihst, wo kam’ das Korn wohl her. / wenn unter ihm der Malm nicht w är." Mit der Zeit scheint unserem Sänger ahetr doch sein Judentum zu allzu bitterer Kränkung in seiner Kunst geworden zu sein: ..Sie wissen, dali der Sänger. verhallten (jlanhens Sohn. / Sie reichen ihm nicht länger den kargen Minnelohn. / Verstummet denn ihr Lieder vor jedem Ldelzelt. Ich will als Jude wieder mich bringen durch die Welt. / I »cu gelben Mut erfassen und will nach Judeuart Mir wieder w achsen lassen den langen, grauen Mart. / So will ich still verbringen den Rest, der mir beschert; Und Menen nicht mehr singen, die meiner Kunst nicht wert." Und so leicht ihm die Lieder von der Lippe fliehen. leidvoll scheint er schon in der Mitte seines Lehens seinem begnadetet.! Meruf entsagt und sieh einem anderen zugewandt zu haben, dem einzigen, der dem hoher begabten .luden jener Zeit offen stand und in dem Juden in allen Ländern lind Zeiten Herx «»fragendes geleistet haben: ei wird Arzt! I »io letzten Spuren seines (ieschicks linden wir in Urkunden der Stadt Würzburg, nach denen er tun das Jahr liJö in der Nähe des katholischen St. Aegidieullospitals durch Bew illigung des groHziigig und vornehm gesinnten Domprobstes Otto ein eigenes (irundstiiek erwarb; eine seltene und holte (iiinst. die damals kaum je einem luden zuteil ward, da diesen der Bodenbesitz gesetzlich verboten war. Wie bis in unsere Zeit hinein Bürsten und < itolle. Die Zettac&rlfi „Die /UtfiacOc trauliegt In den Ceseöallen der bekannte mir n Badeorte au*. Die Sc&rlftleltung. so l eblcs sie sonst den luden unsinneti. doch tu verzweifelten Krunkheitsi.illeti. wo das hörnten ihrer eigenen Leibärzte versagt, schheUhch zu bedeute. deu-iudischen- Mvdizinern ilne /ttfltKhk nehmen. durfte auc!> hier SuHkind s.-ine vielleicht nicht ge tinge ärztliche Kunst den Kranken des Aegtihei:■ Spitals widmen. So selten wir ihn auf einer Vbbtldnng^der Mauesseschen Licilerlundschriit in reicher luden fraclit. wenn utieh mit dem ihm selbst s>. pv inhclie» gelben Spitzhut. dem schimpflichen Vb/eichen ein Juden, vor seinem mit Knimmst.di und Mutze ge_ schmückten geistlichen Herrn stellen, der ihm guadi. zulachelt. Oie Anerkennung, vtie das \dvUsclihä! ilun einst versagte, scheint vier Klerus ilnn endlich gewahrt z.u haben: wie la überhaupt die gelehrte katholische t ie'istliclikeit. die die Heilige Sylmfl in der hebräischen l rsprache zu lesen v ei stand, rioji am ersten von allen L.mdcsgeiiossen in den huhu nicht nur. wie die übrigen Munde, den verächtlichen und zu unterdrückenden I indringlmg. sondern das \ olk der I tibei sah. Mall, wo so viele I ieder aus teuer Zeit dei Vei gessenheit anlieimgefalleii sind, niis gerade Mil.ku ds I Meinungen zum grollen I eile erhalten blichen, iSt vielleicht nach seinem eigenen Wort Beweis duiur. ..hall die Spreu verbiegt, die goldenen Korne, hie. ben!" heuen abu. die noch iniinre deutsche hüten als reinellinge" betrachten wollen, mögen sie beweisen. in wie frühen .lahrlmmleiteil luden schon am deutschen < ieistesleben und i icMcnsc li.iilcn U hendieeu Anteil genommen. Jüdische Sprichwörter. Vom (itiiek zum Unglück ist mir ein Schritt vimi Pngluek zmn (iliick eine ganze Strecke. Prag einen Feind um Wat. mul mach es umgekehrt lau Richter mnll lialien: Silomos Weisheit. Sinisoits Starke und Millels (tediilel. * f’.inen Zicgenbock furchtet man von vorn, ein Pfc-tet eou lullten und eitlen Narrc'u von allen Seilen. bin breinid ist besser als zehn Verwandte. I las. was der Mensch sich seihst antut. wurden ihre zehn I einde nicht auliiu. \\ ulirltult' arm et nur der. dem es all Verstand fehlt. Mer ertrinken soll, ertrinkt in einem l.oflel Wasser. Krank gewesen sein ist schlimm aber reich gewesen sein ist arger. besser mit einem Meisen in der Holle, als mit einem Narren im Paradies. Mer /wischen (int und Hose unterscheiden kann, ist noch kein Weiser. Per aller et es der von zwei l chchi das kleinere wählt. Per leidet hole den l'mlall. der einem zu sn.it kommt Hat der Jude res hl. so bekommt er eist recht Schlage. Ilmd mir Han-.le mul I alle, aber wirf tun h nicht unter die Meinen. Kalendarium. 7. lull tslio ,nisla\ Mahle,. Pingriil ,md h oiii|ioinsl zu kalischl (Holunenl gebotetlull Is7'» | ricdrnh -Vdlei zu Muu gihonn o. lull pro.’ Wo k Aiitokolski. Itiliili iiit r. v-o.tio lg n ll on hurg gestorh-u II. lull I sia, Richard IteM -II- -liuann zu M n ti eihoiin I.Pel <il.il \on charof.iis. i II. lull l>(|.| luliiis Rodeinnrg II v In tli-teil. > i Hei Im gesloi In u Ik lull Iso.' luilwig I irlda zu Ir.oikiuil a M 11 lull I MiO clal a gol n geh \ u hi Je I o, V tghjg 1 .- a I tut geboren 17. lull |stö Iteoiliurd Pertibtirg K oha, tlw -1 l-ml.t a Parmsi.tdl geboren |s lull tu.’.’ I.tsob Moser. s|1|(l.t Ji.-s H> br > te tutt.tstaitt tu lei -Vwtw. stt.ihn. ge .lotbeti?o. lull |st7 Wo I n!>l rtu tim zu Ikrltii .. >»-t> u .'-I lull |sVo Prob ssor i llto M obiii. Il-a u.-tki ’ II . - geboten H

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