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Die jüdische Frau · 1925-06-07 · 3 (7.6.1925) · p. [Seite]

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Journal
Die jüdische Frau
Volume
1 (1925)
Issue
3 (7.6.1925)
Date
1925-06-07
Page
[Seite] (sequence 14)
Language
German
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Um Mul dir und dir ist .\ < 111. Mul dir: in dieser Wvlt: mul ihr ist \jk »hl: in der kiinitic'en AWIt." Nun ii in < lotti sinr_|iii^u; aber heilft.es uielit V» ml dir!! ■ .1.1 . ■ . W "i ii .1 in .1 II l> e I e n soll I fU'efer.it.) I 's.,Im i, lieiM'f es I m di sw illen Werden .die Meiluien zu eilr beten /nr /eit der ..nie/"' t/nr reclitt n /.e it *. I Me urspruiudie-luy I »uleiittin^ um ..Ille/"" M linden, her Ausdruck ..tuuli n " wird mit die I i.m aiicew ende t >prucln. I''..'.' Iieilit es: .Wer t un I lietr.ui 1 j n d e t . timli t et w as t itites.' heiun.ieli wird der I’s.iluie ei s el.diiil gedeutet, du!! iiiun um e im cuti I r.m luten s, ,11: Mlerdiir^s wird dus WmM tnidi n" (>ei det I r.m noch in. eiiteteetei'e'eit/tei: >inne aitcew endet. So Villl es l'redUer ,. Ji< > nd.ieli I n n il . dul! lütterer se i denn der I >>d uii suhln s W ul', des Iler/ Net/ und Stricke ist." I'.ii.ml | nieste in.ui in I'.ilnsim.i .ii'/us|iielen. wenn m.in dem Mruiitie.ini l'ei de; Hochzeit /nriei: ..Tilidin "ler linden.' kabln Nut.m meint, dul! iiiun in uster l.’ulie luten "dl. dul! mun sieh mit eleer I höra uiie'estiirt-bescliuftirjen kunn. Auch auf sie wird der Ausdruck ..finden" aueewendet. Nach einem andern sull man um einen leichten Tod beten, auf den eben-, f.'lls der Ausdruck ..finden" ancewcndet wird. IN cilu biid lodesurten. Mas wird abgeleitet um dein Worte ..lo/aot" llinden), das auf den Tod angev endet wird und dessen /ahlenwert bu.t ist. |rie schwerste lodesurt ist das Trsticken: sie ist so. als iisse.mun die Seele gewaltsam aus dem Körper oder als wenn inan einen horiistruuch aus einem Teil mit Wolle reihen wurde, oder w ie das Gewaltsame! ‘urch/iehen eines dicken Seils durch eine enge Oeffmuig. her leichteste Tod wird hingegen mit einem Kuli verclieheii Nach I. M. M. 2. 7 hat <iott dem Adam die Seele in die Nase eingehancht. W'enn nini t mtt iemand sclmter/los sterben lassen w ill. so nimmt er ihm die Seele auf dieselbe W eise, wie er sie ihm gegeben, nämlich durch einen Kuh. Diese Todesart. sagt die (iemara. wird so leicht empfunden, als wenn man ein Maar aus der Milch zieht, kabbi .lochanan bezieht das ..finden", um das man beten soll, auf ein friedliches .1.eben bis zur letzten Schaufel. DIK EKBKHIfT hi i I iiu l ulu i I od und Leben trat zu einer I lau. im Augenblick. da sie ihr Kind herzte. Als sie mit diieUichuii lächeln über sein Mett gelve'.igt. dui Kleinen kuhte. fühlte sie einen kalten Ilunch, derN lie!'. s,i i, schauern, mul ein dumpfes kauschen. wie um sjiwirei: I lu :ehi. machte flireir I ler/schlag locken I s z.^ang sie ui die knieen: l.nlset/eii löschte ihr das I aehehl um den Lippen, nur. aus ibreit angsigewiiteteii Augen tropfte es dun K leim lyfieilt auf Stirn und I uli r " Nielit so. wie das >cliic ks.il es iet/t v erlangte, hatte sie ihm ihr I eben hhigi bell wollen. ' ■ Mul! ie Ii gehi n >" fragte es in ihr. > ml wie zur Mitwort kam das Ihausen näher ta.d nullet. senkte sieh auf sie herab und bettete sie Inf m ew iges Sch w eigen. •Lias Kind aber sehlii f aut den Lippen das I .ieIn In. wie is die Mutter ihm hingekuüt. nur die V. impern feucht, schimmerten um ihren Abschiedstrauen. Das Kind wuchs heran und wurde ein Mensch, der die Lrdc liebte, oiesesStäubchen im All mit seinen w iclnig-kleineii (ieschöpfeu und (ieschelmissen. und der dennoch,seinen Weg allein gehen mellte. Immer wieder hingev.ogen. immer wieder entmutigt, suchte u die Anderen und vermochte doch die Worte nicht zu finden, mit denen er zu ihnen reden konnte wie zu Uriulern. I ).r fl,>g ihm ein Lied über die Lippen und machte ie .iiifhorchen. ..Was ist dies nur?" fragten sie staunend, mm ganz bereit, ihn anzuhören. ..Tr singt, als hätte er eine Lerche in der Kehle, die jubelt, und .eine Nachti- . all. die schluchtzt. und eine t )rgel. die gewaltig I"giust. und eine Tlötc. die leise klagt. I ).i lachte ein W einen, da weinte ein Lachen ieiuher fernher - TrieJa AVcillmann. Allff ftttCEN Von Ilse Widemann. Lh lag .ml dl I >pil/i des I lugels im t iras in der ''oiiik. vor um. tiei nutet meinen Tüllen weit, weit das Meii l in mich herum summten Mienen und Mn«.kin. und zaite blaue SchuleSterlinge flatterten von Iflute zu Kulte l uz.d'lige teilte (iraser nickten an l mkieise. und eine l ull tmisjrieh .mich, so sull. so hml und brachte mit den I hat des Meeres. Dort “binlas ich Walt W Inlm.iu's I ud: ..Aus der bes'.mdig 'ih.uiki ludi ii W u ci . .". diesen w mul er '■ollen >ang von Meeri-seiiis.imkeit. von Liebe. Iiiunun.' und hui hie Klage des A ogels. der sein AAi,bellen verloiiii hat.'und ili I ins.im lauschende Knabe di m ur di i traurigen .Monihi.iiht am Meer das ( ii heminus di s I odi s aut “du. 11 gl iff mich stark. I 'ie >onni ging mite' über dein sanft flutenden Wassel, die W ulke ii senkten sieh tiefer und bullten alli s ,r, weijicn. duftigen, tarbigi n Nebel, und ich 'tog mitten liuiiin in die schimmernden, bunten (iespinsti di s Abends Sonne. Sonne. W lesen mit bunten Mahnen und hundert verschiedenen Hinten, jede von anderer 1 arbe. iede von anderer Tonn, jede ein Wunder. unser streifen meine Lulle. Ki.lie liegen im < iriinen in der Sonne: vvohlig. schläfrig, vor ihnen das weite Meer, tiefblau wie der IlimineI. Weilier Sand und steine am l fer^blauende Muchleii. ruhig, schwül im Mittag. höhe, stmle. sandige Hügel zur Seite, kahl und starr wie l eisen. Ich sitze auf einem grollen Stein, unbeweglich wie die Mittagsstunde, alles ist wie ein I raum, unwirklich, schwebend, wie der Duft über dem Meere. hie Sonne sinkt, das AAasser murmelt leise, ich sitze regungslos, bis jetzt die letzte hlut verlischt. Nun spielt das Mondlicht auf den dunklem Wellen, der ■vv ei He Sand knirscht unter meinen Tüllen, die Movcn thegeii schreiend von den Steinen auf. hie Nicht ist heute so hell und voller Wunder, die Lrdc atmet ihtcti kühlen Duft mit zu. es blinken über mir die sterm. im blauen Schein des Mondes tanzen die W i IL n einen wilden Tanz. 1/ '

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