Die jüdische Frau
- Journal
- Die jüdische Frau
- Volume
- 1 (1925)
- Issue
- 3 (7.6.1925)
- Date
- 1925-06-07
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German
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' um besonderen l'ranenandaclilen mit eigenen „V >> rb e t e r i'n n e.n". (bllbm;. ...Iiid. ( iullesd.". Js»o In alter Zeit durften brauen niclit nur zur Thora ..ee- , nie»" werden, sondern aneli als ..Vorleserinnen" tntgiere» (Das. 177 u. Ihre Anwesenheit bei Jen öffentlichen, alle sieben Jahre stattfindenden <iesetzesvorlesuiuren fordert bereits die Bibel (s. B. Mos.. Cap. .H). Als der Opferkult noch den Kern.»der änderen Ci(ifte’Weretifrnie'’"bildete, waren auch Trauen zur I larbriiurunvr bestimmter Opfer verpflichtet. Des- . leichen fiel auch ihnen die (jehets pflicht zu. als iler .(lottesdienst des Herzens" das (lebet, an die Stelle der Opfer getreten war. Doch finden wir bereits in der Bibel, das von den Späteren als Muster w o h I cr e f ä 11 i er e n Be'eüs hinuestellte. dem tiefsten Herzen frei entströmende (lebet das (lebet der von Kummer *.rebemrten Hanna. Dem stellt sich nach I rhöruiur ihres blelteus ihr tt n e r z w: u n e e n e s von lob vre een Oott ülvrsnrudelndes Danklied würdig zur Seite (l._Samuel Cap. I. u. II ). Und w as war es. das sie unter Ableeime eines (ieliibdes vom Mlmächtieen erwünscht hatte? Um einen Sohn hatte sie eefleht. den sie aber nicht etwa lauen daheim herzen wollte, sondern dem Dienste des Heiligtums stillte er als Knabe schon eew eiht werden. Das sollte ih r Stolz eceeiuiber de sie ob ihrer Kinderlosiekni» verhöhnenden Nebenbuhlerinnen der kinderreichen andern brau ihres Mannes, sein. Hei der brrichttme des Zeltheilietams in der W iiste waren es die brauen, die willigen Herzens ihre kostbaren (lesclmieide ti"d die brzcmrnisse ihrer Kunstfertigkeiten zur Ausschmückung der < iottesstätte hincaben. Aus dem Altertum wird uns die l’röselvtin. Köuivfin Helene aus Adlnbe.oe (Assvrjen) benannt die den Tempel zu Jerusalem mit goldstrahlenden (ie räten beschenkte. Mit Interesse vernehmen wD u. a ans der Neuzeit. dal) eine hochangesehene brau, bstcr. Schulhof, ihre Hezielmneen aiisn»l/.t, um vor ca?PU Jahren beim Könige briedr. Willi. I. die (ienehmigung zur brrichtnng eines jüdischen briedhofes. eines Andachts- und l.elirhaiises zu erlangen. ' besselnden religiösen Pedner» horten die jüdischen brauen bereits in alter Zeit gerne wie heute zu. brüh wurde im Interesse ihres Verständnisses für den (iotfesdienst bezüglich (iebetss p r a c h e - und Auswahl möglichste K’ucksicht genommen, wurden besondere I ranengebetssammlnngeti geschaffen und Uebersetzungen (u. a. besonders das Judisch- Dentschel hinzugefugt.--;-:- Als musikalische I it'/elheiten seien noch folgende erwähnt: Mirjam die Schwester Moses, preist nach I nterga"g der Ae>" p'iim Scbitfmee«T. au der Spitze der brauen und mit ihnen, gleich den Männern. Oott für den errungenen Sieg über den Interdrücker mit einem Dankliede. Die brau des mittelalterlichen Rabbiners blcasar aus Worms soll andere brauen in Svitagovengesäogen- und Hräuchen unterwiesen haben (Kohut. Kultureesch.. S. 41). Nicht unerwähnt bleibe die schon in biblischer Zeit (Jerem. •>. K> 17) gc kannte I inrichtung der K I a g e f r a u e n". die bei Heerdigungen vor oder hinter der Bahre schritten und unter Instrumentalbecleiluuu Trauergesänge aiistimmten. Um nach jüdischem Brauche nicht mit dein hier zw ar Menschlichen, aber doch Ungünstigen zu sclrlkw Ben. sei endlich noch auf das letzte Kapitel der Sprüche Salomos verwiesen, das (von Vers 10 ab) in die Hausandacht des Sabbat-bincanves gel ingt ist. das bekannte bselies cliajil. ..bin w ackeres W'eib. v er findet es?" Hier finden w ir das Urbild der treuen, unermüdlich tätigen (iattin. Hausfrau und Mutter aus Schillers . I.ied von der < docke". Vor ihm dichtete bereits im Id. Jahrhundert der jüdische Minnesänger Sultkitid von Trimberc die Worte; -Ihres Mannes Krön’ ist das viel reine W’eib . . .“. (Orntz Oeschichte der Juden. Bd. VI. S. J7s ) Dal! in den Poesien unserer svnaeoealen Jlichter (in den soem.muten Piutiml he sonders für den ..llochzeitssuhhat" des indischen Weihes rühmend gedacht.ist sei nur noch nebenher tt wähnt. Weibliche jüdische Diplomaten in der Türkei Josef M.irsesclies beliamleh ini New Yorker „Morums huriial" den 'diplomatischen I uithill. den zwei mdisjie Ir men nr Zeit Murad des Drillen .im Snltanliot .uiseeiiht Indien. Hstlier K.iera war die Witwe des uidWelien iieletu len l^.ihDi Dia in Konstantinopel. Sie wird als sehr kluse mul t..hisc I ran beschrieben. Ihireli die Sult.iniu wurde Hstliet Mich mit dein Sultan Muiad bekannt und als Ju erste Sultans- Iran starb, wuchs der Hinflull INthers int Snltanliot in solchem Malle, dall selbst die Notabein ries I..indes um ihre Protektion warben. Die einfluüreiche Stcllut.s INthcrs im lildis war ajidi i den Staatskanzleien des christlichen läiropas ein offenes ieheimnis und die europäischen Diplomaten versäumten es "emals. sich der Fürsprache der indischen Diplomatin /u versichern. ehe sie mit dem mach,Ixen Sultan Murad direkte \ erjtandlunseu besannen. Hsthrr k'ier.i war die sehenne Vermittlerin /wischen dem Sultanhot mul dem Oesandten von Y endit! in den wichtigsten sta.itspohtis, hen l'n^handhiiiKen. 'he Chronik verzeichnet, dal1 l’sther .Kura als Yermn'enn wischen Katharina de Medui und der Sullan'ii so erlolvoelch ewesensei. dali sic nullt nur mit sehr wertvollen (iesjienkcn. »dem auch mit einem Handschreiben der Ki msmmuyer von ' rankreich aiissezchImel vviudi Audi in ihrer hohen Stelhme, t Hstlier Kiera sehr viel iur die lorderum1 indischer Delirier und indischer Wissenschaft. Hs liest in der Natur der S.ishe dall eine so emfluUrviche ers< nliclikeil viele Neider hatte, d e dann ihren I nlers.ois rbeiltihrlen. Hs mutet wie ein Kapitel aus der Dcsdiidtte ‘ir persischen Kopist» 1 silier an. wenn man liest, dall der 1 irollwesir ein srolles Mahl sah zu weichem auch l’sthcr nd ihre vier Sohm geladen wurden. INlher wurde aul den Deppen von den ihrer harrenden < Mh/ieren meushlms' ermordet und auch drei du er Sohne nudc.i semet/elt. Der vierte Solm ■ retteMe sein leben mit dadurch, d d! ir erklärte siuieii u.elischeil Dlauhen ab/iisi hw oren mul deti moh.imuu d.ims tu n aimehmen zu wollen. Nach der I tmorduus Hsthets. am .to Mat/ Ppoo. kiidis/ierte die türkische h'e v t »ng du ganze Hmterlassenschalt. Zur seihen Zell lebte in Koiist.intinopel i uu aiulete indische I rau. namens Hsperaii/a Ma'ki. t eher ihr I i lu n ist wohl Picht viel 'bekannt, doch verzeichnet die Ds. huhte dall sie als <leheuusekretarm der Mutter des S»lt,ins. die diplnmaUsdu- Viril.iiidlimsfii auf eiselte laust luliMe. einen sroUcu I nittidl besait. Die Kotusm l’hsabetl' von l.nslaiul luh'i te' eine edrtsi pohtisebe Korrespondenz mit der Mutter des Sultans mul du Konzepte der Antwortschreiben stammten durdiwcss 'on der Sekretärin Hsper.m/a M.tlki l.imrul .,1s die Sultanmaiier der Komsiu von Hnsland wertvoili < u s> henke uhi rs.indte schrieb Hsperanza Malki tunen laiisi» Mesleilbnel im eisiuui' Namen au die Komsiu. Dieser Priel, der das Dalum von, Pi. November IV/o traut» ist noch erhaben .und wurde vom verstorbenen Dr. M . Kev serltns. m seinem Itudi lud I nnen in' du tiosdiuhle. Literatur und Kun»l" t| eip/is |s?w| m seinem sait/en Wortlaut m deutscher I > t'erse IZuns verottemlicht. t Aus I >er hdd" I Wir bttlen Ö&Pum Elnucnduny der Abonncmen/a-Rrtrügc. Die Deduktion. 7