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Die jüdische Frau · 1925-05-05 · 1 (5.5.1925) · p. [Seite]

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Journal
Die jüdische Frau
Volume
1 (1925)
Issue
1 (5.5.1925)
Date
1925-05-05
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
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> Lelli M. Harburg lur die tctlraadcten Mticbtllnge. New V'»fk (I I A l Dir ärlltf auf einer Europa-!■'» inc l'ter ilii in. I ein M. \\ .1 r l> u r, c l:.it .111 das Kulturloskimtii Inr dir in UlII iinnp.ii'.heu M.iien c"sir.indeten nulli In n > .Iilitlnu:, i in I ilict.iintii .teriihlt'4. in w i/Lluiri er niitl: ii li.il'c du ll.itiii. in denen die t lii.hilmci:. die m- 1' ui dii I.iii * .indenin*'i-l(i'>lif.ilikuiii.'«e'et/eN liulll mehr i . ti Vii.iiik.i kommen dmlteii. Heilen. Iiimi«.IiI, und das Elend li.imitie r .il.i.ideli al\ is kie'illildeil Wurde. Ls sei snlurllKe lllti ii.itwindie. um den I tite le uii; diese i We'ls&lieli /u ver- \mndin Ad tiiiind die -! s I de . r.iinn s eilieli der ..Vorsitzende des Kettuiivskoinilces., Louis M a r s h a 11, einen Aufruf, in welchem es u. a. heilll: * . I he \ erüOKeruiiK des (iesct/cspriijektcs über die Einreiseerlaubnis für so,», Eluctulmve. die bereits amerikanische \ isa. haben, und die )el/,t in Antwerpen. Dremeil. MamburK. I >.iii/ii4. I.ibau. Km.» und Southampton ein trauriges Leber, iniiren. Ii.it die l.aee dieser l mtliieklichen aufs Aeulierste versiharit. Ls ist unhcdinel notweiidie. die 5tm11mM> Dollar, die i .is koinilee aiii/ubrmeen beschloss! n hat. sofort zur Stelle /u schalten. Itis lel/t sind erst 251 nun Dollar aufgebracht worden." IJüdische Rundschau, 2-1. d. 25.1 DIE KHEIKHK El EHE I in Mfirvter \ >n Sidmi hatte eine cute nnü schone I ran. die er lieble, und \ui| der er zärtlich geliebt wurde Schon /elm l.ilne hatte er mit ihr in de»i leinen I reiulen des häusliche» l iltickes vjelebt. Aber die -Heiterkeit lelie.s (ilnekes war voll einer Wolke beschattet, lind lene I rciiden waren von einer cehcinu i, I ranriekeit verbittert: denn bis dahin hatte i' ij.m Herrn nicht metallen, dal! sich mit dem ehelichen i ducke die unaussprechlichen W onnen der väterlichen und mütterlichen Liebe verb.ti.iden. hie —J_i.tu weinte oft im Cvheimsten ihrer Seele; und mit verdoppelter I lebe suchte sie dem tiemali! die Lins.mikeit ihres Hauses weniger schmerzlich' zu in. icheti. \her bei dem Manne kam noch etwas Schmerzliches hinzu, ein tieter Vorwurf, der ihm das Herz zu rill. Is seihen ihm. dal! der I Inch fiottes auf seinem Hause laste, da fiott ihm einen Solm versagt hatte, dem er die I rbscliaft des < ilauheus. den er > Ol, seinem X ater überkommen hatte, nberc'eben l.onnte 1: es erschien ihm lenes l nduck als ein eottheher W uik. dal! er von dem. was er in der W eit am liebsten und teilet steil hatte, sich trennen und i nie neue I he eineehen sollte. Lance bestand der liebevolle < letnalil den schmerzlichen Lampt dieser > n danken: aber endlich nach V erlaut des zehnten Lihrvs seiner | he besiedle der religiöse Skrupel die I lebe. I uns I acc s .iImi inlirtv er die < ietnalilin vordem x Kabln Simeon, Sohn locbai liinl sprach mit Tranen in den \ucui mul mit bewi cler Stimme also: ...Mein Meister! diese I rau war mir immer eine time und liebevollt. (i.ittni. aber der Herr hat uusiu I In nicht seinen wollen: cewil! meiner Sunden weceti will ei mc.ht. dal! ich glücklich mit ihr lebe. Ich ei scheine d.iliei V o, Ihr. :mi I *i r zu erklären, dal! ich es im meine l’tlicht mul Schuldigkeit halte, mich von ihr zu scheiden." Waliuml der Mann sn sprach, machte die I rau. blasser im tiesichte als der Hui. eine verliebliche Auslreiicunc zu antworten, und das Weinen erstickte ihr v|as W ort. Heim Anblicke su crollen Schmerzes fühlte der t u malil sein Iler.' /ns.immencescbnurt von kumuiervolletii Mitlenle und er suchte sie mit sanften und hehren Le» Worten zu Dosten. I lau' . s.icte ir zu ihr. ..berührte I leinen 5c linier t: w n müssen uns in den göttlichen Willen '• Kiiih k m.U i , .i t'.iKn. w.nd aN i in t Imli des Himmels!>> oa, tn> i V.iiwidii', -inidi von iiuikIuii es lur um l'flnlil ».•i.ii'iii ii.i.Ii I" l.ilioi! kmdi ili.Cil I In du tl.ui /u sef- 'lt'1,11. und um .ilidlle .'4 heiraten. Jehamnth. 5. I'-Ia. ergehen ()! Audi ich. vilaube mir, auch ich leide und weine. (>! konnte ich l>ir vveniustcus irgend einen Lrsatz. cebeti. Höre, das Kostbarste, was in meinem Hause ist. was Du in ihm am liebsteiTlrast. nimm es. bringe es in Dein väterliches Maus, es ist Dein." Der cute (ielelirte fühlte sielt bei dieser schmerzlichen Szene eanz erweicht und bewert. Aber da er bemerkte, dal! seine Worte den Mann nicht von seinem hartnäekieen Vorsatze abbrineen Minuten, sprach er mit mitleidigem Bedachte also: ..Meine Kinder! ich kamt euch nur beklauen. Aber ehe teil Hand an die unheilvolle Schrift letfe, ach. so wollet euch zu der schmerzlichen 'I rennumr durch eine Tat der Liebe vorbereiten. Lin (iastmalil weihte eure Verbindung ein. ein anderes bezeichne deren linde." Vielleicht, hoffte der Weise, dali das neue (iastmaltl die alten teuren Lriimerumre» in das (iemüt zurück ruicn und in dem (iatteti einen neuen LntschluU und einen neuen Vorsatz, bewirken könnte. Line plötzliche lloffmtmr blitzte in der Seele der ITa» auf. Ls wurde alsbald ein i'lünzendes (iastmuhl zubereitet: die alten und die neuen Freunde wurden dazu eitnreladen. Die Mae de und die Diener des Hauses waren alle von ihrer Herrin angewiesen. Der schäumende Decher eine von Hand z.it Hand, und die ehrbaren Njherze und die munteren (icspräche erheiterten das Herz des (Litten, der sieh eanz in die Lustbarkeit zu werten schien, eleiehsam um seinen Sehmerz zu vereessen. Als das (iastmahl beendet war. fiel der Stdonier. der. au ein mälhecs Leben vrewölmt, von dem Weine sich beschwert fühlte, in einen tiefe» Schlaf. Alsbald lief! tim die Lrau so schlafend in ihr väterliches Haus travten .und auf ein weiches Mett levjett. | < ieecti Lude der Nacht erwacht der Sidonier. sehaut sieh erstaunt um. und saert: ..Wo hin-ich? Mas ist nicht mein Zimmer." ...Mein üemahl". antwortete ihm die I ran, die am Iteile wachte. ..vor dem K’abbi hast Du das feierliche Versprechen «ecebett. mich in das väterliche Haus dasjenige tragen zu lassen, was ich am liebsten habe, und mich versichert, daü es mein sein solle. Nichts war in deinem Mause, was mir lieber wäre als Hu: ich habe Dich in mein Maus trairett lassen: letzt hist Du mein." Der üemahl sprach nicht mehr von Tremumc. Der (ielelirte betete andächtig zu üott für jenes liebende Paar das n.aeliber Kinder bekam. tAns: Har.ihelii. Lebenden lind üedanken aus i ulmud und Midrasch.)

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