Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 11 (1871)
- Issue
- Nᵒ. 4.
- Date
- 1871-01-01
- Page
- Seite 22 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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22 Üommimou, welche die an und für sich theoretischen aber doch io höchstwichtlgcn Resolutionen ausarveitete, in welchen die Svnode gleichsam die Principien. auf welche sie sich stützt , und nach welchen sie zu wirken bestrebt ist, feierlichen Ausdruck geben sollte. Herr Tr. Jakob Auerbach aus Frankfurt batte nur diese Sätze vortrefflich ausgearveitet, mir Herrn Dircctor Tr. Szanto als Commiinonsmirglied im Voraus besprochen und dann vorgelegt. So sebr diese Resolutionen, dies Manifest wollen wir sagen, vorbereitet und besprochen worden, >o waren doch, wie es bei solchen toeoreti'chen Sätzen natürlicb ist. immer wieder andere 'Ausdrücke, Worte und Sätze in der Perspective, welche L'fr den iüedankeugaiig verwirrten. statt aufzukläreu. So ge'chab es, dast man sich in der .Hauptsache erst nach zwei stürmischen Siizungen über den allgemeinen Fuvalt und über den Wortlaut im Ganzen einigte, das; aber erst tdarsächlick» ru der letzten Stunde die Lchlutz-Redacriou möglich wurde/-'» da die bieraiü bezüglichen vorveratbeudeii Benammluugen am Montag den 17. Zuli selb'! vor der Bor- und Nachmitlagssitzung abgebalteu wurden. Cs war be'chloneu, das; an diesem Tage auch über die Uurcrrichtsn'age und einige Cultussacheu gesprochen werden 'ollre. und batte der Berichrematier dieser Blätter das i erste > Referatübernommen. Zum großen Bedauern aller Biltglieder der Svnode konnte aber der Schlus; der Svnode nicht mebr zunickgestellt und aus dic'eiu »»runde keine Zeitttir die'cwichtige Aiigelegeubeit gefunden werden: vielleicht nicht;um RaRtbeil der gründlicheren Besprechung der b ö ch st nüchtigen llnterrichrsfrage in der nächsten Svnode. Wir können nun;ur Berichterstattung über die sechste und sicbeutc < Schlus;- > Sitzung der zweiten israelitischen Svnode. (Montag den 17. Fuli, Bor- und Rachminagsiitzung» übergeben. Fuder sechsten Sitzung wurden Nir die künftige Svnode die Commissionen gebildet und zwar I für Cnllusiachem: Adler <Sbinanu> »seiger, Aub, Bnill (I) und Wiener. II für Ritualsachen: Wiener i Obmann > Grünebaum, Löw, Tremus;.' Hirichfeld. III f ü r U n t e r r i ch t s s a ch e n: Szanto (Obmann) Hochslädler, Auerbach. Klingenstein und Blnmenau. Cs wurde sodann beschlossen, daiz die nächste Svnode im Fahre 1873 stattfiuden soll. Tie genauere Bestimmung über Zeit und Ort ist Sache des BerufunzscomiteS, welches aus folgenden Rritgliedern besteht: »seiger < Obmann) Lazarus, Aub, Werlheim, Wertheimcr, Kompert, Biach. Brüll I., Astruc, Rosenbusch. Nachdem diese Geschäffssachen geordnet waren, kam 1 *) Wir werden später der Arbeit des Herrn Dr. Auerbach dadurch gerecht zu werden suchen, datz wir sie in ihrer Ursprüngen Fassung hier wiedergebilchen. ein Antrag Wiener's, Fürsorge für die Betheiligung derJugend am sabbatlicheuGoltrSdien st e betreffend, zur einstimmigen Annahme; während ein Antrag, hie Bestimmungen des Schulchan Aruch über Zeugenaussagen von Nichtjuden betreffend, einer Commission übergeben wird und zwar nur um eine gründlichen Auseinandersetzung der, einschlägigen Momente herdeizuführen, obwohl über die Entscheidung in der Sache selbst kein Zweifel obwalten kann. Ein Antrag des Rabbinen Dr. WittelSböfer aus Floß, eine Statistik der Israeliten anzubabnenj, findet dadurch Berücksichtigung, daß eine statistische Commission gebildet wird, bestehend aus: Engelbert (Obmann) WittelSböfer, Wassermann, Dreyfuß, Prager, Löw, Wertheim, Szanto, Samuel Marcus, Bogelstein. Dr. Hochstädter aus Bad Ems hatte mit seiner Schrift mim mpPno zugleich einen Antrag über den dreijährigen CicluS der Thoravorlesung eingebracht, welcher der Cultus-Commission überwiesen wurde. Dr. Grünebaum aus Landau hat einen Antrag :n Bezug auf nor,2 1122 (Erstgeburt bei den Thieren) und tihip (die drei ersten Zähre der Baum- und Weinbergspflanzungen) eingebracht, welcher einer Commission, bestehend aus den Herren Grünebaum, Geiger und Hirschfeld überwiesen wurde. Jngleicken wird ein Antrag von Dr. Fürst über Vorrechte und Pflichten der Aaroniden einer Commission (Wechsler, Fürst und Vogelstein) überwiesen. Hierauf berichtet der Präsident über die gestrige Versammlung in Bezug auf die Beschneidungskrage. Er constatirt, daß bei derselben die so hochwichtige Bedeutung dieses Bundeszeichens und deffen Erhaltung hervorgehoben worden ist, daß man eö tief beklagt bat, daß in einem einzelnen Falle (oder in einzelnen Fällen?) Renitenz vorgekommen sei daß jedoch, nachdem die Frage von Dr. Engel der Synode vorgelegt worden sei, diese nach reiflicher Erwägung die in den Referaten (Seite 195—221) enthaltenen speciellen Anträge zurückweisen muhte, und sich zu.folgender Resolufion geeinigt habe: Indem die Synode die hochwichtige Bedeutung der Circumcisi on als unbezweifelt im Judenthume voraussetzt, erklärt sie jedoch auf die an sie gestellte Anfrage, daß ein von einer jüdischen Mutter geborner und aus was immer für einen G rundunbeschnitten gebliebener Knabe im Sinne der für JSaeliten bestehe nden und als bindend anerkannten Normen (Jebamoth 70b .Tio mna «in 821« -2« ^21« ur« 12, Jore Deah 204 § 1, Sifthe Koh rn 4) als Jude