Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 11 (1871)
- Issue
- 43 (25.10.1871)
- Date
- 1871-10-25
- Page
- Seite 295 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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295 - Worte, erklären die fremdartigen oder neuen Ausdrücke, führen zuerst die Ucversetzungen ganz vor und dann in Len Inhalt deS Psalms ein. Einige Kenntniß der -Grammatik ist vorausgesetzt. Eine vorzügliche Arbeit bekannter Pädagogen für Schüler in Gymnasien oder in solchen Lehranstalten, welche dem hebräischen Unterrichte mehr Zeit und Aufmerksamkeit widmen können, als dies leider bei uns meistens der Fall ist. — Erster Unterricht in der israel Religion von M. Elsässer, (weiland) israel. Schullehrer zu Edenkoben. 3. Ausgabe. Verlag von I. Bensch e i m « r in Mannheim. 1871. Dies besonders in den israel. Schulen der Pfalz vielfach eingeführte, in katechetischer Form abgefaßte Lehrbnch ist bekannt. Es ist getragen von dem Geiste wahrhafter Religiosität, von dem frommen Sinne und warmen Herzen des edlen Verfassers, der bei seinen Eollegen in der Pfalz sicher noch in gutem Angedenken steht. Eine große Auswähl von Bibelstellen erleichtert die Benutzung. — „Die Sammln ng gemeinverständlicher, «issenschaftlicher Vorträge, herausgegeben von Rudolpy Vircho« und Fr. v.Holzendorff" fährt fort, die bedeutsamsten Gebiete populärer Wissenschaft und menschltchen Lebens in abgerundeten, klaren Bildern vorzuführen und hat, trotzdem nun bereits 131 Hefte Vorlieben an ihrer Bcdeutung, Reichhaltigkeit und Mannigfaltigkeit nichts verloren. Die neuesten Hefte enthalten: 126, Maaß und Gewicht in alten und neuen Systemen, von Dr. G. Karsten; 127, die Veränderungen der Karte von Europa von Prvf. Dr. Adolph Wagner: 128, Stimm- und Sprachbildung, von Prof. G. Hermann Master (in Zürichs 129, Ueber deutsche Nechflschreibung. Von Dr. S. Lefmann, Professor der Sprachwissenschaft an der Universität Heidelberg. 130, Ueber die Gestalt des Gehörorganes bei Thiereu und Menschen von Dr G. Magnus zu Königsberg in Pr. 131, Ueber das hieroglyphische Schriftsystcm. Von Prof. Dr. Ebers. Blicke in die Weltgeschichte. Ein historp sches Lern- und Lesebuch für die oberen Klassen gehobener Volks- und mittleren Bürgerschulen, die unteren Klassen der Gymnasien und Realschulen, für Lehrerpräparandenklast'en u. s. w. von August Rennenberg. Rector zu. Mühlhausen in Thüringen, 2, vermehrte Auflage. Leipzig. Verlag von C. Merseburger (1871.) Der Verfasser versteht es, in pädagogischer Weise, in abgerundeten Lebensbildern und Biographien das Bedeutsamste aus der Weltgeschichte, aus . den Geschichten einzelner Völler und Zeitabschnitte klar und lichtvoll vorPMhren. . Dick. Material ist vortrefflich geordnet; viele vorzügliche Poefieen gehörigen Ortes eingestreut, erleichtern die Benützung in der Schule und dienen zur Hebung des Unterrichts Inhaltlich tritt reilich der christliche Standpunkt des Verfassers sehr prononcitt hervor, und das nationale Leben wird, »oh beeinflußt durch den Moment, in welcher das Weck erschienen, allzusehr kriegerisch dargestellt. Wir bezweifeln, daß man in späterer Zett diese detaillirte Schilderung der Feldzüge von 1866 und 1870 als passendes Bildungsmittel für den jugendlichen Geist erkennen wird. — Wir schließen diesem an: „Tabellen zur Weltgeschichte in mchreren durch dar Druck geschiedenen Cursen, nebst einen Abriß der preußischen Geschichte, mchreren Regententabellen und Stammtafeln. Von Dr. Gustav Schuster 14. Auflage. Hamburg, Otto Meißner 1871; ein längst bewährtes Unterrichtsmittel. Eben so bewährt ist die: Kleine Schulgeographie. Kleinere Ausgabe des Leitfadens für des geographischen Unterricht von Ernst v. Seydlitz. — 13. Bearbeitung. Mit einer Darstellung Deutschlands in seiner Neugestaltung, wie der reichsunmittelbaren Länder Elsaß und Lochringen.. Breslau Ferdinand Hirt, Königl. Universitäts-und Verlagsbuchhandlung. Bekanntlich sehr reichhaltig, vorzüglich geordnet, corrcct und übersichtlich. Die Brauchbarkeit auch für gewöhnliche Volksschulen (für die Ha^ der Lehrer) wird erhöht durch ein geographisch geschichtliches Namen und Sachregister. fie Hübner'sche Statistische Tafel über alle Länin 18. Auflage erschienen. (Frankfurt a. M. Verlag der F. Bosellc'schen Buchhandlung. Das Zudenthum und seine Geschichte III. Abtheilung. Vom dreizehnten bis zum Ende des sechszchnten Jahrhunderts. Nebst einem Anhänge: Das Verhaltender Kirche gegen dasJudcnthum in der neueren Zeit. Von Dr. Abraham Geiger, Rabbiner der iSr. Gemeinde in Berlin. Das vorliegend« Buch schließt sich den zwei früheren Abtheilungen an, welche wir seiner Zeit eingehend besprochen haben. Dieses Weck enthält die geschichtlichen Vorlesungen, welche Herr Dr. Geiger früher in. trankfurt und jetzt in Berlin gehalten; fie find ein usdruck der religiösen Anschauungen des genügend bekannten Verfassers. Gerade der in dieser Adtheilung behandelte Zettabschnitt eignet sich dazu, unsere zeitgemäßen Anschauungen ins rechte Licht zu setzen. Es ist der Beginn deS Rückschritts, des geistigen Stumpfsinns, der Versteinerung und tvdter Formen; Halacha und Kabbala werden des geistigen Inhalts beraubt; jene wird zum unabänderlichen s'i pov des y“v und seiner Erklärer und Erweiterer; diese attet aus zum traurigste» Zerrbild des Wunderglaubens, und befaßt sich mit Amuletten. Große Geister habe« in einer solche» Periode wenig Raum zur selbstthätigea Entfaltung epochemachender Wirksamkeit' sie «erden abgestohen und fallen ab. Der Verfasser t