Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 11 (1871)
- Issue
- 43 (25.10.1871)
- Date
- 1871-10-25
- Page
- Seite 294 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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— 294 — chen BÄmgungen dankbare Aufnahme als EhrenmitgliÄcr. 13 und 14 wird imverändert angenommen und lautet also: §. 13. Der Vorstand verwalket sein Amt unentgeltlich. Reisekosten der Vorstandsmitglieder und Delegirten zu den Centtal-Vorftandsfitzungen, sowie Auslagen werden aus der Vereinskafse vergütet. 8. 14. Der Verein gilt als aufgelöst, wenn die Verhältnisse der jüdischem Lehrer und Schulen von ganz Deutschland denen der christlichen gleich find. Hierauf folgte Schlutz der Sitzung. Die Sonne neigte stch ihrem Untergänge und die Herren Collegen rüsteten. sich zum Abzüge. Unter dem warmen Händedruck und dein schönenBewutztsein. zum Gelingen eines so efclea-äBeäe* lein Scherslein beigetragen zu haben, verabschiLete man sich in der Hoffnung auf baldiges WiSersehen in schöneren, freundlicheren Zeiten. Nachttäglich haben wir anzufügen, datz während der Sitzungen freundliche beistimmende Telegramme eingelaufen waren von Leeser in Lübbecke im Namen der dott zu gleicher Zeit tagenden Conferenz und von Salomon aus Rülzheim, der sein Bedauern auskprach, wegen Gefahr für Verlust seiner Hand nicht anwesend sein zu können. Auf beide Telegramme wurde alsbald entsprechend geantwortet.***) Der Schriftführer I. Hefi. Wochenbericht. Ober-Jngekhoi«, 22. Oct. Mit hoher Freude,!'a mit stolzer Genugthuug haben wir unseren geschätzten lesern die Mittheilung zu machen, datz ein Nichtlehrer sich mit jährlich 5 Thalern unserem deutschisraelitischen Lehrervereine angcschlossen: Herr Benjamin Holländer aus Lcobschütz. der Msch-riefgelchrte Fabnkant, der mit grotzem Wissen eine glühende Liebe zum Judenthum, aber auch ein edles, für alles Gute «arm schlagendes Herzvereint. Er schreibt unS in ^freudiger Erregung": „Jib und alle diejenigen, die von dem Wunsche beseelt find, das Judeuthum zu regencriren, rufen Ihnen 'jN'? *up” zu. Es ist die höchste Zeit, datz in dieser Beziehung energisch vorgegangen wird. weil wir in der Thal in der Folge pnst nur ***) 3u Trltgrai» mh Latha» « Lorsch und ei« Streif« b«wfe»d»»d von «oseriu Lüdbe«. — vesie« Hülsttüchlei» znm Unterrichte i» Pentntrnch — träfe» leivrr t» spot rin, nav wurde» u»1 erst von Mtinnheim per Pvf hierher «wchnesenvet, Neducnvu. solche Subjecte als Lchrer haben «erden, die in keiner' Richtung ihrer Aufgabe gewachsen find und doch verlangen wir von de» Lehrern und nur von ihnen: ni* imini apvb TDsere. Junge Leitte, die'als Commis in irgend einem Geschäfte nur etwas leisten können, werden mit 400—600 Thlr. jährlich placirt; wie kann man also verlangen, daß befähigte Mensche» sich dem jüdischen Lehramte widmen?" .Darum ■j^p om -ibieo! Mögen alle Bessergefinnten sich zusammenchun, rv« ob? ivin, und zwar rmon im trpoon irwi; lassen Sie nur einen energischen Aufruf ergehen: rino brn »i'.n pow ptn." Wir haben darauf nur zu sagen: An uns soll's nicht fehlen. Möge uns nur Gott noch viele solcher Freunde senden. wie Holländer aus Lcobschütz. Lyck. Hamaggid meldet, dag der Mekize-Nirdamim-Verein den Druck der Bücher neuesten Jahrgangs volleitdet hat und dieselbe versenden wird. Frühere Jahrgänge werden zum Preise von Vfa Thlr. angeboten. Beim Erscheinen der neuen Bücher werden diese Blätter darüber berichten. Literarisches. Ingelheim, den 15. October 1871. Wir haben einige Hilfsmittel für den irrael. Religionsunterricht \xl besprechen. Das „HülfsbLchlein beim ersten Unterricht im Uebersetzen des entateuch für israel. Schulen von H. ' eeser (Verlag von Eßmann u. Comp., Oeynhausen und Leipzig) ist erschienen. Dasselbe entspricht den Anschauungen, welche vom Verfasser selbst in diesen Blättern bereits mehrfach angedeutet worden und wird sicher den betteffcnden Unterrichtsgegcnstand bedeutend fördern. Es enthäll in zwei getteunten Heften den hebräischen Text und die deutsche Uebertragung, auf 35 Seiten die leichtesten und inhaltteichsten Stellen des 1. Buches Moses in hebräischer, und auf 30 Seiten in deutscher Sprache, rein cursorisch, so datz die Schüler mit Leichtigkeit sich zurechtfinden und eingehend vorbereiten können. Wir versprechen dem sehr nützlichen Schristchen die weiteste Verbreitung und empfehlen es unseren Collegen aufs Wärmste. (Preis?) Freund und Marx, Präparation zum alten Testament. 2. Abcheil. Praparation zu den Psalmen. Zum Gebrauche für die Schule mld den Privatunterricht. 3 Hefte. Leipzig, Verlag von Wilhelm Violet. 3 Hefte, V/2 Ngr. das Heft.) Diese Präparation«»' haben einen anderen Zweck. Sie find für geübtere Schüler, enthalten die sprachliche Analyse der einzelnen