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Der israelitische Lehrer · 1871-08-02 · 31 (2.8.1871) · p. Seite 246

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
11 (1871)
Issue
31 (2.8.1871)
Date
1871-08-02
Page
Seite 246 (sequence 6)
Language
German
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— 246 — Ihr nicht unterdrücken. Wen «nd er zu mir schreit, so werll hären. *) Und mein Zorn »erde Euch durch'« Schwert werden Wittwen, Eure Söhne n Du ihn 2) drückst e ich sein Klagen errd entbrennen und ich erschlagen: Eure Frauen Waisen sein. — (Fortsetzung folgt.) Woch en b e r i ch t. Au« der Pfalz. Schon! oft war ich der Versuchung nabe. Ismen von Zeitj zu Zeit Einige« au« der schönen Pfalz zu schreiben aber immer schreckte ich zurück vvr dem Gedanken, einen mißlungenen Versuch zu wagen. Und wa« solltse ich Ihnen denn melden? Sind auch-unsere Zustände neck immer der Verbesserung fähig, so erscheinen sie doch nicht in einem solchen Lickte, wie sie leider „ anderwärts * geschildert werden. Ein solches Land wärie also am glücklichsten, von dem man am wenigsten spricht. So dachte ick "über unsere Pfalz. Dem ist aber bei un« nicht so. Denn lesen Sie einmal, e« lobstt sich der Mühe, den „Israelit" von Nr. 27 bis 29! so werden Sie namentlich in letzterer Nr. eine ^Schilderung über die pfälzischen religiösen Zustände rinden, die haarsträubend ist. Und von wem stamme a diese Schilderungen? Ei nun, das ist rin öffentliche« Ge seimniß und in der ganzen Pfalz bekannt: vcn dem unst hlbaren Bezirks-Rabb. Dr. Solvendi, dort in Dürkbeivi. S>e lachen vielleicht? Scherz bei Seite. Dieser Mo in bricht den Stab über die ganze Pfalz, nicht e wa über dir Zustände seine« Bezirke«, sondern über die ganze Provinz. Bedankt euch dafür, Ihr Herren Bezirksrabbiner Dr.. Grünebaum, Oppenheim und S ligmann! Der Chastd in Dürkheim hat Euch excommu nirirt: Bedankt Euch, ihr Gemeinden der Pfalz, ibr_s id sämmilich dem oiri ^>i*u verfallen! Am schlechtesten : ömmt wohl die größte Gemeinde seines Bezirkes, Spner, hinweg. Da ist ein au« lauter „Neologen" zu ammengesetzter Synagvgenausschuß. Da geschehen s >nst noch andere ungeheuerliche Dinae. Da hat >er Schächter in 12 Jahren kein einziges Stück ne’’ö geschichtet und dgl. mehr. Ueber die Vorschläge, wiche der heilige Mann in demselben Artikel des „JSrarlit" macht, können wir füglich zur Tagesordnung übergehen. Diese können un« nur ein mitleidiges Lächeln abgewinnen. 1) Sprachlich muß hier das sten, den FrelNden, sich bezieh 2) Des Fremden! Also glaube mir näher sei, als das des Fremder Pronomen auf den erend gedeutet werden. nicht, daß dein Gebet der zu mir betet Allein über eines müssen wir unsere Verwunderung auösprechrn. Wenn im Bezirk lauter v'pvi, O'yers . und D’Diip’EN wohnen, warum bleibt dieser Fromme denn bei ihnen? Nun, Dürkheim ist eine gute Pfründe, i die man doch deßhalb nicht aufgeben kann. Von I einer gesunden Vernunft kann solcher Blödsinn nicht entspringen. Das Schächten macht dem Manne die meisten kummervollen Nächte. Die v'viiv können allesammt Nichts. Es kann und darf auch Niemand anders n*?3p ertheilen, als wie der heilige Rebbe in Dürkheim. Bon diesem Zweige könnte ich Ihnen manches Ergötzliche mittheilen, doch davon später in einem andern Briefe. Männer. die in der Wissenschaft, ergraut sind, wie unser allverehrter vr. Grünebaum, werden -von diesem „Heiligen" im Koth herumgezogen. Das Alles kann aber nur im „Israelit" geschehen. Eiu jeder Artikel in 'diesem Blatte ist Lästerung und -ihn Dtpn. Doch, Sie werden mich mit Recht fragen: Wie steht es denn mit der Schule? Ei, das ist dem Manne Nebensache. Hat er doch schon Jahr und Tag keine Prüfung mehr abgebalten, der Gehalt wird doch bezahlt. E« geht ihm, wie jenem Schächter, der, al« er von seinem Rabbiner gefragt wurde, wie es im „Cheder" zugeht? antwortete: Ich lerne die Ochsen und schächte die Kinder." Vor lauter Schächten kommt er nicht mehr an die Schule. — Doch was soll ich Ihnen beute Mehrere« über diesen wunderbaren Mann schreiben? Genug. Wir sind übel daran. Wir müssen uns gefallen lasten, un« als Abtrünnige, als Gottesleugner rc. rc. öffentlich brandmarken zu lasten. Es ist das die Weise dieser Sorte von Menschen. Keiner hat p^n als sie allein. Wird sich die Pfalz das noch länger gefallen lasten? Durch das Gebühren dieses Mannes sind unsere Zustände wirklich in ein trauriges Stadium getreten und werden unter seiner Herrschaft immer mehr sich verschlimmern. Den pfälzischen Gemeinden aber rufen wir zu: Haltet Wacht, und laßt Euch nicht bethören durch ein Circular, das der Heilige in Bälde von Stapel lasten wird; es wird diese« Circularrvahrscheintich noch unterzeichnet sein von mehreren Dunkelmännern, denen Licht Gift und Galle ist, die am besten im Trüben fischen können. Wartet des Licht«! Leipzig, 21. Juli. Wiederum hat sich die Zahl der Gemeinden, welche dem Gemeindebunde beigctreten sind, vermchrt, so daß die Gesaniilltzificr sich nunmehr auf einige 70 beläuft. Sämmtliche Zuschriften der Gemeinden bekunden das wärmste Interests für das Zustandekommen des Bundes. So schreibt der Vorstand der israel. Cultusgenieinde zu Fürth an den Vorsitzenden des Anschusses

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