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Der israelitische Lehrer · 1871-07-26 · 30 (26.7.1871) · p. Seite 238

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
11 (1871)
Issue
30 (26.7.1871)
Date
1871-07-26
Page
Seite 238 (sequence 6)
Language
German
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238 — hat eben keine Ernte m nächsten Jahre zu erwarten. Die Synode Hit nicht bloß für das tägliche Brod der kleinen b nennenden Fragen, sondern für das wirkliche und wah hafte WachSthum der Ideen im Judentbum zu for;en, die künftig aufgeben sollen. Akcr freilich, wer < ll sein Korn nur in die Erde legte, damit rS wachse uni sich nur auf die Zukunft verließe, könnte darüber verhungern, er hätte kein Brod zu esien. Daher handelt eS sich darum, daß wir weife und wohl bedenken, wie wir theilS für die Gegenwart denken, für sie arbeiten, aber immer auch darauf bedacht feien, daß nickt bloß kleineModificatonen, kleine Einrichtungen hier und dort, sondern daß großeGedanken aufgeflnnrt werden. Nickt bock genug können wir nnS deS Ziel st'cken. Es bandelt sick darum, , immer kleiireNesi'rmen d irckgefübtt werden, daß auf je Svnode vollends eben gewisie. ganz bestimmte Einruvvrngen modincirt, bestin inte vereinzelte Fermen, be- Ueberlieierungen a'gestellt werden. Aber „Welcher stWrul isiügi > ~T n v. um zu Me». lockert wieder auf und glättet ieiren Beden, i Jeiaias 2*. -4 , Aber wenn wir nickt eben wenn wir nickt wrkwäbreid bl es an deit Lag denken. sondern an das. was groß ligien, daß dieses bock nick beilig geballen werde, daiui liaben wir allerdings anck uns beifer si'lgr. Dieß anck für das Praktische. da/ß es opportun fei: daß man bereits weiß, die «Gemeind, zu besien. daß die (Gemeinde > l der gewöbnlicke Ausdruck Allein das. weven » an bereits weiß, daß es die Gemeinte annebmen werde, braucht die Lvuede nickt erst zu lebren: aber die Aickg rbe der Synode ist es eben, lebibren Gedanken rend mit gelvu. Wir bewegen uns den es nur gibt, daß wir sie werde die Nest-rinen aitii Vorschlägen und daß linier was die Gemeinden belebr, Aui eines, meine v die Herren von der Siuiods' die andern davon denken über den Gedanken: daß UeberzeiiMiig iorinuliren. j Dann in zu erivarten folgen werden, und wenn cs später fein. ..Wenn nti die Erk e il n tniß bewabrqn lebning schon von seinem 2. 7.) In diesem Sinne, m Geiste bitte ich Sie, Handlungen zu sichren. blos nir das kleine 'orgen. und ewig ist iii unierer Ne werde cs anck annebmen. teil Gemeinden voran zunii in dem übelsten Zirkel, von der Gemeinde erwarten.' lebmen: denn wollen wir sie e Bonckläge dock das sind, n soll. koinml es nur an. daß .»ezren ebne Nücknchr daraus. wie leerten. selber sich klar sind ie sicher. fest. bestimmt ibre Isder in ieiilem Herzen, daß die anderen wobl nacknicht jetzt geschieht, io wird r die Lippen des Priesters dann wird man die Begründe suchen. ' «Maleacki sine Herren, und in diesem ' end dieser Synode die Verls ich si'ir meine Person dazu tbun kann, babe ich Jbnen bereits gesagt, es ist nicht viel. Bedenken Sie. meine Herren, es lurudelr lick um Großes nnd Bedeutsames. Jedes Wott. das hier gesprochen >vird, ßrllt ickiver iitdie Waagschale. vielleicht nicht si'ir Jede». vielleicht auch nicht sogleich, ivü.ischen aber' nnd hotten müssen wir immer, daß liniere Worte nicht verballen. Ich muß neck einmal gegen die Anklage mich aussprechen, wir seien unpraktisch, oder gar: wir bätteii keine Eompetcn;, die Fragen lägen uns nickt vor. wir wären es nicht, die darüber zu entscheiden batte». und wenn wir nicht genaue Decisionen bringen über die einzelnen Fälle, dann babe die Synode nichts getban. Ich erinnere Sie daran, meine Herren. beute nack zivei - und drillbalbtausend Jabren. wo die Gegenstände, um derenwillen geredet ward, laugst vergeiien sind: neck mehr, wo wir genau wisien. daß der Narb. den die Propbeteu -»gegeben babe». nickt befolgt worden ist. wo es lehr unpraktisch erscheint, was.die Propbeten Jeiaias oder Jeremias geredet baben: beute noch bangen ivir an der Propbeteu Mund: eine ganze Welt, nicht blos die jüdiicke, 'cköpsi Erbebnng des «Gedankens nnd Gemütbes aus jenen Propbeteu. um der Nede n willen . die sic gebalten baben. Wir iverken das W o r t nickck geringichätzen. wenn es nur von dieiem G,eilte beß-eit ist. von j diesem prepbeliichen Geiste.! Denkeil wir daran, »leine Herren, daß Nickis bier! gedacht nnd üstickts gesprochen wird. das wir uns ickäj men würden. anszusplecken, wenn Männer. die vor j dritthalbtausend Jabren gelebt, in nn'erer dstälw wären, l wenn der Blick des Jeiaias und Jeremias oder Ainos! und Micka anr „ns rulien ivürde 7 denken wir daran.! daß wir nickts sagen. >vas niedriger sieol , was niedriger! geworden ist im Laust der leyteii Jahrbundettei, als j das alte propbetiicke Judenlbuin. j C daß ick mit Propbeten znngen rede» konnte, daß Sie Alle hörten und reden lernten in der gleichen Wene.! daß die geringe Sckaar zu Sendboten würde si'ir ganz! Israel, aui daß der alte propbetiiche Geist. der Geist! des innerlichen und wahrbasi religiöseii Gebens un Ge-! gensalze zu aller Aeußerlichkeit nnd Kleinlichkeit wieder aufgerichtet wäre. Meine Herren! es ist eine große Sache, um die es sich handelt, es ist eine Sacke, die si'ir uns die eigene, aber si'ir jedes Volk die gleiche ist. Meine Herren! Das Her; ist ein ganz besonderer Muskel, alle anderen Anis kein beinahe wechseln ab, sic sird tbatig und dann ruhen sie wieder: das Her; allein niuß immer schlagen, es muß immer tbatig sein: so das Herz seine Arbeit einen Moment nnterläht. io ist auch das Leben zu Ende,' Meine Herren! Die Neligion ist das Her; des öffentlichen Geistes (Bravol uich unausbörlich mutz auch

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