Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 11 (1871)
- Issue
- 15 (12.4.1871)
- Date
- 1871-04-12
- Page
- Seite 118 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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eint Commission, mit einem walachische« Major an der Spitze, schritt wohl bald ei«, zwang aber dm Griechen, ungeachtet sich dieser wft einem türkischen Paffe al« Griechen und türkischen Untertha» legittmtrte, sich zu Mitleiden und nahm so AngefichtS der johlmdm Menge dm Augenschein vor, daß an dem Körper de« Griechen keine Spurm de« jüdischen Ritte« warm. Erft nachdem sich der Grieche auf diese Weise legitimrt, ließ man ihn mit seinem Kinde weiter ziehen." sLiterarijches. Jngelhai«, den 29. März 1871. Wir haben viel fast verspätete« nachzutragen, weil der Raum dieser Blätter eine frühere Besprechung von literarischm Erscheinungen, so dankbar dieselbe auch sein möge, nicht zuließ. Wir werden unsere Recmsentenpflicht jetzt möglichst vollständig zu erfüllen streben. Vor Allem lmken wir die Aufmerksamkeit derjenigen unserer College«, welche von Zeit zu Zeit z» predigen haben, auf die dankenSwerthe Arbeft eines au« dem Lehrerstande auSgetretmen früherm Collegen, der vielm bekannt sein dürfte: Benedikt Hause, ehemalig Lehrer an der öffentl. israel. Schule zu Neukirchen (Pr. Heffm). Die Vorrede läßt uns in da« schmerzbewegte Herz eines Mannes blicken, der seinen langjährigen. Beruf inn'gst liebte, aber durch herbe Erfahrungen veranläßt wurde, auS demselben im reifen Alter auszuscheiden. Wie Wenigen von uns mag es vergönnt fein, für solche bittere Erfahrungen keine Analogien im eigenen Leben aufzufinden! Wie wmige find aber dann in der Lage, sich noch einem anderm Berufe nach einem langen, mühevollen Lehrerlebm widmm zu können! Doch dies nur nebenbei — ein Nothschrei aus vielen gequälten Lehrerherzen! Die neue Schrift Hause'« heißt: rmp eopo. Festu. Sabbat-Predigten zumGebrauche für Lehrer und zur häuslichen Erbauung, und ist erschimm bei I. Kauffmann in Frankfurt a. M. (366 S. 8o. Preis 2 fl.) Diese* Vorträge zeichnen sich, wie die früherm des Verfaffers, durch Einfachheit, Klarheit in der Anordnung wie in der Sprache aus und dürften sich aus diesen Gründen wohl insbesondere für Lehrer eignm, dieihre Gemeinde erbauen und belehrm wvllm. .Die Themata, au« allen Gebieten deS religiösen LebmS gegriffen, schließen sich eng an die gnt gewähltm Bibelverse an, die Abteilungen sind correkt, die Vorträge weder zu lang noch zu kurz, »ft einem Worte: die Reden sind methodisch, sie bezeugen psychologischen Takt, der so vielen unserer jüdischen Redner abgeht — ein Mangel, der eS bedauem läßt, daß die Redner nicht sämmtlich ein biSchm „Lehrer^ sind; doch ist schulmeisterliche Steffheit vermieden und sind viele Midraschim gut und paffend angewendet. Es sind 34 Predigten, wovon 6 für Peßach, 4 für Schebuoth. 10 für Roschhoichonoh, 11 für den Versöhnungstag resp. für Kolnidre, 3 Sabbatpredigtcn. Wsr können diese, wie die früheren Sammlungen unseres Collegen (noa Grabreden, und ip« ]'vvr Reden bei freudigen Veranlassungen) warm empfehlen. Vom „VolkS-AtlaS über alleTheile der Erde für Schule und Haus," herausgegeben von De. Amthor und Wilhelm Jßleib, vollständig in 24 Karten in Farbendruck, Preis nur 27 kr. 7*/2 Sgr., ist die 12. Auflage soeben erschienen und enthält bereits die neuen Grenzen Deutschlands und Frankreichs. Wir haben von der Brauchbarkeit und beispiellosen Billigkeit deö genannten Werks schon früher mehrfach in diesen Blättern gesprochen und «ollen hier nnr darauf zurückgewiesen haben. „Ueber die Methode deS geographischenUnterrichtS an böherenLehranstalten" von A. Baruch ordentl. Lehrer an der Realschule der iSrael. Religionsgesellschast zu Frankfurt a. M. (Frankfurt a. M., JSge,'sche Bnchhandlung, 1870.) Eine sehr lobenSwerthe Abhandlung, die von tüchtiger pädagogischer Begabung zeugt, obwohl sie mehr der synthetischen als genetischen Methode das Wort redet. „Schul - Diätetik, Praktische Gesundheitspflege in Schulen und Gesundheitslehre für Knaben und Mädchen in der Schulzeit." Ein Buch für Unterrichtsbehörden, Schulvorstände, Lehrer und Eltern von De. Herrmann Klenke. (Leipzig, Verlag von Eduard Kummer, 1871.) Das sehr gut geschriebene Buch erstreckt sich über da« ganze Schulleben und bringt sehr ernste und gewichtige Fragen in Erwägung, welche die betreffenden Lehrerkreise schon seit vielen Jahren beschäftigen und nocb immer ihrer Lösung harren. Diese Lösung wird durch derlei Schriften bedeutend unterstützt; sie hängen aber mit so vielen anderen, da- Gebiet der Schule betreffenden Fragen zusammen, daß eben nur ein Zusammengehen der Gesetzgeber, Regierungen, Aerzte und Schulmänner eine befriedigende Aenderung herbeiführen kann. Wir machen besonder« auf die Abschnitte über das Schulgebäude, die Schulzeft, die SchuldiSciplin und die HauSdiätetik aufmerksam. Daß der geehrte Herr Derfaffer viel über „LehrerdeSpvtiSmuS" spricht, beweist unS, daß er doch die