Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 11 (1871)
- Issue
- 2 (11.1.1871)
- Date
- 1871-01-11
- Page
- Seite 15 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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15 — das Allgemeine ein so großes Bedürfniß ist — ist keine Anstalt Vorhände». Woran liegt das und ist es nicht an der Zeit, auch diesem oft schreienden Be« dürfniffe abzuhelfen? — Bamberg, 1. Jan. (Nekrolog.) Mef erschüttert bringen wir die traurige Kunde, daß der unerbittliche Tod ein höchst achtbare» Ehrenmitglied unserer Achawa, Herrn Hirsch Kastor auS Bamberg, unerwartet dem Kreise der Lebenden entrissen hat. Wie sein Leben, so sein Ende. Wie sein ganzes Leben eisrigst der strengen Ausübung des mosaischen Gesetzes gewidmet war, so war er auch in der Scheidestunde auf dem Wege zum Gotteshause am Sabbat, und war es ihm auf halbem Wege bei der Rückkehr noch gegönnt, seine Wohnung zu erreichen; so hauchte er flein theuereS Leben in Mitte seiner Angehörigen am Sabbat ppn 'B aus. In dem edlen Verblichenen verlieren das Judenthum einen unerschütterlichen treuen Anhänger, die Dürftigen den wohlthätigsten Geber, die Gesetzesbeflissenen eine mächtige Stütze, die Menschheit den theilnehmendsten Freund, die Gemeinde ein hochgeachtetes Mitglied, die Stadt einen allverehrten Bürger, unsere Achawa einen treuen, werkthätigen Anhänger und seine Fnmilie den zärtlichst liebendm Gatten und besten Vater. Skin Verlust ist unersetzlich, und endete er sriu thatenreicheS Leben im 70. Lebensjahre. Eine zahlreiche Versammlung geleitete ihn tieftrauernd zur Ruhestätte. Seine großen Verdienste geben ihm das Geleite zum Throne Gottes, wo eine reiche Ernte für feine reiche Saat ihn erwartet.' Aus Rußland. Wir vernehmen, daß die Rückkehr des bekannten orientalischen Reisenden Joseph Tscharni nahe bevorsteht. Derselbe war fünf Jahre entfernt. Wir wissen nicht, ob er seine Nachforschungen glücklich beendigt, oder ob. ihm in Folge der kriegerischen Verhältnisses die Geldzufiüsse der Alliance ausgeblieben sind. AuS Palästina. Französische AlterthumSforscher haben in der Nähe Samaria'Seine alt« Grubensammlung aufgefunden und wollen darin die Gräber der Maccabäischeti' HrldenfamüiS erkennen. Ohne für die Wahrheit dieser Ansicht bürgen zu wollen, geben wir sie nur dem sich interessirenden Publikum in Erinnerung an daS eben gefeierte Maccabäersest wieder. Alexandrien. Di« Zeitungen berichten mit Ausführlichkeit vom Jode des Rabbiners Nathan Amnvn^ ver aiehnre Werke talmudischer Gelehrsamkett hinterlaffen hat. Aeceufioneu (Musikalische«) 1. Volksschulliederbuch von H. Sölter, I. Heft, zweistimmige Lieder, Preis 3 Gr., II. Heft, dreistimmige Lieder, Preis 37a Gr. Verlag von H. Bruhn in Braunschweig. Das 1. Hest enthält 50, da» 2. 52 Lieder, mtt Bortheil auSgewählt und darum in Volksschulen sehr gut zu benützen. 2. Theoretisch praktisches HülfSbuch für einen methodischen Gesangunterricht in unteren Gymnastal- Klaffen und Bürgerschulen, oder 100 nach den Takt- und Tonarten geordneten Lieder, verbunden mit ihrer musikalischen Grundlage v. L. Rebbeling, Gesanglehrer an dem Gymnasium zu Braunschweig, II. Aufl. Preis 6 Groschen. Verlag von H. - Bruhn in Braunschweig 1870. Wie der Titel schon andeutet, ist hier Rücksicht auf Theorie genommen, was bei den meisten Gesangheften nicht der Fall. Wer darum eine gute Unterlage für den Gesangunterricht wünscht, und wer für denselben mehr Zeit hat, als dir» gewöhnlich in den Volksschulen der Fall, der greife zu diesem Büchlein. 3. Zweisttmmige Chor-Solfeggien für Sopran und Alt und eine Begleitungsstimme, comp, von Benedict Widmann gr. 12. Leipzig, bei Carl Merseburger, Pr. 4V, Sgr. Fortschreitende Hebungen, zum Treffen beim Gesang, gut bearbeitet. 4. Altes und Neues für gemischten Chor, berauSgegeben von B. Widmann, Verl, daselbst I und II. Heft, Preis ü Heft 6 Sgr. Eine schöne Auswahl, die namentlich wegen der älteren Compositionen, die darin rnthalten sind, den betreffenden Chören und ihren Dirigenten willkommen sein dürfte. 5. Zwölf Duette für Sopran und Alt mit Pianofortebegleitung, von demselbru. Verlag das. 9 Sgr. Lieder, die meist die Natur besingen, darunter manche ansprechende. 6. Wegweiser zur musikalischen Fortbildung des VvlkSschullehrerS v. Ernst H. Wolfram, Königl. Seminar-Musiklehrer zu Hilchenbach in Westphalen, Verlag das. Preis 77a ©9*- Es muß dem Lehrer sehr erwünscht sein, zu wissen, was unter der Maffe der früher erschienenen und heute zu Tage gHördertm Musikstücke für ihn paffend und für seine Weiterbildung vortheilhaft ist; es wird darum vorliegendes Merkchen von allen Lehrern mit Freuden begrüßt werden, da sie in demselben die bedeutendsten und besten Werke über alle Gebiete der Musik mit kurzer Anleitung angezeigt finden. . \ «