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Der israelitische Lehrer · 1871-01-11 · 2 (11.1.1871) · p. Seite 16

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
11 (1871)
Issue
2 (11.1.1871)
Date
1871-01-11
Page
Seite 16 (sequence 8)
Language
German
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— 16 7. Der Clavierunterricht im ersten Monat rc. zum Gebrauch ffür Lehrer und Schüler als Vorschule zu jeder Clavierschule von Rudolph Palme. Verl. das. Eine recht gute Anleitung zu genanntem Unterricht, bei welchem sehr häufig in der ersten und wichtigsten Zeit bezüglich der Handstellung, des Anschlag» rc. gefehlt wird. Doch glaube ich nicht, daß der Lehrer im Staude ist, in den bezeichneteu Stunden da» im Büchlein Angegebene zu leisten;. e» scheint mir zu schnell vorgegaogm zu sein. 8. Geschichte der Tonkunst. Ein Handbuch für Muflker und Musikfreunde. In übersichtlicher, leichtfaßlicher Darstellung, herauSgegrben von Paul Frank. 2. vermehrte Aufl. 1870. Verl. das. Eine kurze,, anschauliche Uebersicht über die wichtigsten Epochen der Musikgeschichte, in welcher da» Biographische besonder» hervortritt. Recht interefiant, nicht allein für den Fachmann sondern für Jeden, der Musik liebt. 9. Singerhalle. Sammlung von Gesängen zum Gebrauch von höheren Lehranstalten und Gesangvereinen, zusammengestellt und bearbeitet von'.Aug. Brandt, op. 34. I., IL, UI. k Heft 4^ Sgr. Berl. daselbst. Eine herrliche Sammlung von Eompositionen, in welcher namentlich dem deutschen Volkslied die ihm gebührende Stellung eingeräumt ist. Sehr gut ausgestattet und sehr mäßiger Preis. 10. Die Lehre derHarmonie nach einer bewährten practischen Methode für Musik - Eleven an Musikschulen, wie auch zum Selbstunterricht, dargestellt von Ferdinand Krieger, Musiklehrer an der königl. Präparandenschule zu Regensburg, Erlangen, .1870, Verl, von And. Deichert. Ein gute Anleitung für die Theorie der Musik. Namentlich bieten die vielen Beispiele zur praktischen Bearbeitung der verschiedenen Accorde viel HülsSmaterial für den Schüler. Sehr methodisch geordnet und mit vielem Vortheil zu gebrauchen. Alsheim, Deeember 1870. K. Marx. Feuilleton. Aus Krömieur' Advocatenleven. Zm Zahre 1828 machte Crbmieux — 30. April 1796 zu NimeS geboren — seine erste Reise nach Pari«. Zm Postwagen von Lyon trifft er während seiner Fahrt mit einem Manne zusammen, der einen Ehescheidungsprozeß in der Hauptstadt des Rhone- DepartementS schweben hat und der ihm seine Befürchtungen über die von ihm zu führende Sache mittheilt. „Ich habe meinen Advocaten schon im Voraus bezahlt/ so klagt er ihm, „und darüber bin ich besorgt. Er sieht Alles verkehrt an; ich werde meinen Prozeß verlieren." — „Wann wird Ihr Prozeß geführt?" fragt ihn CrLmieux, als er zu Lyon aus dem Postwagen steigt. — „Heute, noch diesen Morgen." — „Nun gut, laufen Sie schnell zu ihrem Advocaten und fordern Sie Zhre Acten zurück; ich verpflichte mich, Sie aus Zhrer Verlegenheit zu ziehen." — Zwei Stunden darauf, nachdem er flüchtig die Beweisstücke. durchlaufen, electristrte er die Richter durch eine brillante, feurige Rede, gewinnt seine Sache und verläßt den Gerichtshof unmittelbar nach der Sitzung, um seine Reise noch Pari» fortzusetzen. Sein Client begleitete ihn bis zum Post-Bureau und bietet ihm 2000 Franc» als Honnorar an; doch Crömieux weist sie mit den Worten zurück: „Geben Sie das Geld den Armen; ich für meine Person verlange nichts; ich habe Zhre Sache als Künstler geführt, und nur um mich von der Langeweile meiner Reise zu erholen; und nun geben Sie mir Zhre Hand. Guten Abend!" Dahin fährt der Postwagen. Die Lyoner Zeitungen waren voll von diesem Ereigniß, und noch ehe Crömieux in Pari» ankam, kannte man dort sein Bravourstück. Als er den Zustizpalast betrat, brachte man ihm eine Ovation, und die jungen Advokaten traten zusammen, »m ihm ein Bankett zu geben. (Unsere Zeit.) Anzeigen. ine größere Anzahl mehr oder weniger gebrauchter Exemplare von „Kohn und Dinkelspiehl, Erzählungen au» der heil. Schrift," (im Buchhandel vergriffen) ist von dem Unterzeichneten billig abzugeben. Bielefeld, im Deeember 1870. 8. Bltunenau. Durch ein Versehen, da» den Verlust de» von un» gesrrttgten ZnhaltSverzeichniffe» nach sich zog, können wir die» mtt Titel pro 1870 erst heute beilegen. Der Herausgeber. Verantwortliche Redaction und Vertag von Joseph Klingenstein, Lehrer zu Ingelheim. Für den Buchhandcl in Commission bei Oskar Seiner in Leipzig. — I. Gottleben'S Buchdruckerei in Mainz.

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