Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 10 (1870)
- Issue
- 22 (1.6.1870)
- Date
- 1870-06-01
- Page
- Seite 183 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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— 183 — richte« lf» religiösen tinfc wiffenschaftllchen Ernst, welcher die Versewmlnng brfrclle. An trtit gehenten Anträgen und Aussprüchen hat tt nid t _flcfcfclt, indeß trägt die Versammlung die Vnanlwrrtl chkeit nur für , W« Beschlüffe. Pen praktischem Eirfleß werden dieselben nicht sein, «eil man mit Absick 1 nur Prinrii pien diSentnt hat. Am ar ffälligsten ist dir Behänd-! l»ng der EherecktS; die Beschlüsse wurzeln vielfach i« cmerikaniscken Bedürfr.iß. Wir ballen die Scheidung in gleicher Weise für religiöser Natur, nie die Training. Man darf die Scheidung nicht srscrt hinnehmen und auSsühr.n, sobald sich der Wunsch dazu kund gibt. Prineipiell ist freilich damit die Ehe geltst, aber faktisch ist Sühne und Wiedervereinigung nicht damit ausgeschlossen. Scheidung scll nur vvrkcmmen, wo anhaltend die Ehe gebrochen und Möglichkeit eij ner Sübne ausgeschlossen ist. Leichtsinn dürfen wir; jedoch den Rabbinen in Behandlung des EherecktS bei j Vollziehung der Trauungen und Scheidungen nicht! vorwerfen. Denn faktisch genügt auch im nichtjüdischen! Ehereckt die Eheschließung vor Zeugen. Sie müssen j?ur hier wie dort Zeugen »6 boo sein. Der prienklche Segen ist nirgends unerläßl'cheS Bedürsniß. Die Formalitäten des 6et zeugen geradezu ron dem Ernst, mit welchem die Rabbinen die Scheidung vrllzogtn. R. Praktisches Handbuch für den Unterricht in deutschen Ctilübungen von Rudolph, Oberlehrer ander Lruffenschule zu Berlin. 4 Abtheilungen. 3. Auflage. Berlin, Nicolai'sche Perlagehandlung, A. Effert und Linttner, 1870. Reicher und gewählter Ctcff, vorzügliche methodische Anordnung, belehrende Einleitungen: so Haben w r srüher diele Schrift des SckülerS von Tiesterweg, als uns der 2. Theil vorlog, bezeichnet; und da» sinden wir auü' in den anderen Theilen. Nichts UeberspannteS, Gemachtes, sondern natürliche Entwicklung, klare Wege. Tie Kinder mcchen Aus ätze, um Aussätze machen zu lernen. WaS sonst dabei noch gewonnen wnd, ist wohl sckcn und gut. doch ist das Cchreibenlernen die Houp'sache und das lernen sie, wenn dieses Buch mit Geschick berützt wird. Dabei ist seine Handhabung einfach und leicht und auch für den weniger geübten Lehrer durchsichtig. Für die g«wöhnliche Volksschule mögen die 2 ersten Theile hinreichend Ctofi bieten; die 2 anderen Theile bieten Stcfi lür höher« Schulen. Der 4. Tbeil bietet eine ei, gehende Stlllehre. Wochenbericht. Magdeburg. Orthodoxe Blätter rühmen den neuen „bessern- Geist, der seit Dr. Rahmer'S Wirken in die Gemeinde eingezogen. Es heißt dies in offene Opposition treten zu dem Geiste, in welchem besten Vorgänger gewirkt hat. Wir «kennen hieran, daß sich die sogenannte vermittelnde Richtung innerlich eins weiß mit der sog. orthodoxen. Der Mainzer Israelit saßt darum auch diese Partei nur mit Sammet« psoien an. Harburg. Ende Mai 1670. Kaum mochte meir» letzte, Brief, die Einladung zu untrer nächsten Eonfercnz entba'.lend, in Ihren Händen sein, als ich von Lendrobbiner Tr. Meyer die Nachricht erhielt, daß die Statute» unserer zu gründenden Unterstützung»- caffe vom Ministerium genehmigt seien. Nachdem mir nun sämmtliche Papiere in der Angelegenheit Vorgelegen haben, verfehle ich nicht, für den ..Lehrer" Ihnen einige Mitlhtilungln darüber zu machen. Sie wiffen, wie lange wir in dem Stadium der Brratbungen zugebracht' haben! Fast sieben Jahre sind eS, daß wir in Sarstedts 1*/, Tage lang deu uns vorgelegten Statuten Entwurf beralhen haben; wir habe^ emendirt, gebessert k rc.; wir hatten geglaubt, i„ e-'nem, längstens in 2 Jahren die Caffe fertig zu bringe und — es deuerte fast sieben Jabre? Nun kaffen St"! mich offen sprechen: Sie haben Beweise, daß ich frühes! gegen die Ilmhätigkeit und Verschleppung derer ge, eifert habe, die die Sache hätten fördern sollen, för* der» müssen. Ebenso sreimüthig bekenne ich heute'! daß wir Lebrer der Provinz Hannover unserem Land-« rabbiner, Herrn Dr. Meyer in Hannover, für seine in I den letzten Jahren bewiesene Thätigkrit zum höchsten j Danke verpflicht«» sind! Wer weiß, wie lange die j Statuten neck ungenehmigt getlieben wären, hätte er s nicht bedeutende Opfer an Zeit und Mühe für unS gebracht. Und sollte es nicht jedem Collegeu im Hannyver'- schen bekannt sein, daß wir nur seiner persönlichen Verwendung eS verdanken, daß wir bereits im vorigen Jabre eire nombaste Summe aus dem Provinzialscnds für unsre Easse bekommen haben, und daß unS . auch neck ferne', e Unterstützung daher in Auesichk , sieht? — So ist eff denn Pflickt eines jeden Lehrers; in der Provinz Hannover, der Caffe beizutreten, woj zu hiermit vorläufig aufgeforderd werden soll. Mehr! hierüber in der Generalversammlung zu Wunötorf. — Co viel jedoch noch beute: Man kann Mitglied . der allgemeinen deutschen UnterstützungScasse (der Achawa!) sein, und dock auch nock Mitgsied einer Provinzial Cosse weiden; so viel wird wohl jeder Lehrer, der sonst nur ei» gutes Soll und Haben führt, übrig haben; Man thut für das spätere Wohl der Seinigien nie zu viel! 1 Fleischhacker. Paris. Unter bene», welche dem Kaiser für das Resultat des Plebisrit» gratulirten, befand sich auck das iSrael. Connstorium.