Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 10 (1870)
- Issue
- 22 (1.6.1870)
- Date
- 1870-06-01
- Page
- Seite 184 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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184 — - Die „Opmion nationale" belehrt uns, öap pjet (Sfntrat-(S>nftftorium das Lebrbück«'.cin ’ljtv.ic’tf über biblische Geschickte wegen der mehr pl'i(oirpbii*?n ate traditionellen Auffassung des Begr-ffs ..Wunder" und „Offenbarungfür die Schn'-« verboten Kai. Sauvestre bat Isidor darüber ,ng--grss'n » :v diese' sucht »ick zu rechtfertigen. Mau --rk.-int: "wie das Consisiorium eine christliche Einrichru.'.g in, >o trän t sich auch der Rabbiner als chriü>.ber t»i«chv«. p?r über die Gläubensreiuheit seine'. Hemd' u wachen habe. Das Iudeutbum batte ob?, rn «'le» ^irct das Princip unbedingter Lebrsr"ben Es üei.t auch fest genug, um solche «ürchlen;» mü'ie!-. Der begriff von „Wunder- und „Offeubai-ina" «ü aber nirgends bei uns dogmatisch »ri »rrlli.;y auf reich ist das Land. wo auch einmiia -s der Kamp« über ktk freisinnigen Schriften res Ma monins entbraun'e. wo t:e ^uden ein feierliches Amaea- .rr-.cb reu und diese Schriften verbrannten. TW» '-»»me che/, v-u--! Paris, 2. „luni: .yolgeudc der Alliaiic. «frielfte" zugegangcu: 'Depesche wn! . eu een schüttern abgedruckt, welche sich vdu dem remäuischen Preß- Ägenten Strat fernen Land dw An..en «treuen laffen. „Sererb., >0. Ntai. «aeirn tsr^mieur in Paris. Voraeile'n Abend war dir S:ae: P o! 7 i n, r a < Rumänien > der Säauplav' eine-- ichrectlicheu unter den dortigen ^lueen angcrich«cle-i Blmbadr-:-, -iner iurchtdoren Schlächterei, Kaum :e:-:e d e Minrrnaa t diesen Cgrausainkeiteu ein uer» hub gab itader ölultmi’l der christlichen B oölkeruu '» n-uen Gewaltbätigkeiten kund Die.«uden unk ih«e,yamiiie» wurden Mt rer Skr.iße. idre» Häu'ierp, in den Ber>tecken. wodiil sie sich gestü >. lei b'tlcn, brutal angegriffen und misch nde-ll. .'Im < II »r Nachmittags trat ein großer Dbe'l der.israelitischen Bcvölk rung d.e spuckt an. ^iön allen Seiten bön man nur die Ru',': 3um Tore! ^nür '?ode! Die lourh des Pob .s i i schrecklich. 'Wir sieben ^brrn B.iuaiid an" Die jüdische tz-emeinde in -tom. >Lrig.-chorr. der „Reuen freien Presse".» - Rom. 17. Mai. Da man bier viekerbelte An läusiztemacht bat vie'Beteuner r-'s movai'cheu Elaub nS zur Äufgebüng idrer M^'tiav - ,Ioec zu bewegen, mir der scklechtverbehlren Absicht / :n der .yolge deren Maffenbekebrung :üin Ka:boI«:>-->nuS zu ermöglichen, und sogar der Papst selbst sich d-erablies;. jüngsthin süße Schmeichelwone an dieselben zu richten, 'v wollen . wir es doch versuchen,- den jeyiaen faetischen Zustand - der in Rom einheimische!:. -f uden aus ganz zuveriäjsigen Quellm in kurzen Umrissen.;u schildern. <?(* wird | sich dabei klar Herausstellen, ob «leb denn die gegen! wärtigs Regierung wirklich in vertrauenerweckender- Weise gegen die Abkömmlinge jener ehrwürdige» Colo >ie aus Palästina benimmt, welche schon unter Pomp jus uild Crassu», lange vor der Zerstörung ^erutal.nis burh di' Ewige Stadt bewohnte und unter Kaiser Angu l bereits des römiichen Bürgerrecht lbeildaftig wuroe, al'o nicht nur die urälteste -sraelirische Cultnsnemeiude Europas ist, jondenr auch -durch dcwunderns»v.'rti,e Standhaftigkeit, womit sie, unerschütterlich an den Drabitioueu ihrer Later bangend, ^ie bittersten Drangsale und Persolgungen im Laufe zwei.r Jahrtausende erduldete, die a. gemeinste Beachtun,'. oe»dient. Der römische Ghetto, dessen Einsassungsmauera;:va'. von mebrer-'n ^ihren entfernt würden, der sich aber >r:rsl noch eeenio abschreckend ausnimmt wie ebeouals, befiurel i v in einem abgelegenen Winkel am linken Il'er rer Diber und umschließt nur wenige ienchie, und von Lchinup starrende Straßen, in welchen ungesäbr 4700 abgehärmte menschliche Creaturen eingepfercht 'ind. Der Äafiirtt-r;;u adrakau ist unstreitig ein Paradies dagegen. Das gan;e Ouartier liegt überdies so niedrig, daß es beim öfteren Austreten de« ,vl'-«?es frrtwähreuden Ueb.rsehwemlnungen. ausgesetzt ■ i. Die unglücklichen Lewobner desselben dürfe« außerhalb dieses Pongers nur in dessen nächster Nähe Häuser oder .-rauftädc» als Miechsleuie beziehen, wozu :n jedein verkommenden ,^alle eine iveciellc Erlau: n ß Sr. Eminenz des Cardinal - Pwaro erfordert irird. Sie näbren »ich ohne Ausnahme vom Handel mir »oebwaaren. altem Plunder nnd Lumpen jeglicher Art. da 'bu-'n eie meisten Erwerbezweige degebildeten Stände und ein gro''er Lbeil industrieller Hantierungen vollständig unzugänglich si.,o So ist es ihnen absolut oersagt, Arotbeter, Adookaren, Notare, Maier, Pildbaiicr, oder Architekten zu werden. Daher sind rür die Jünglinge der römischen Iudenschaft die Akademien der schönen Künste und die Universitäts- Studien hermetisch verschlossen. Eine lSabrhast drakonische Einrichtung, die in einer vorwiegenden Kunststadt wie nt liom und bei dem ausgesprochenen Talente dieses gri'tig so bobbegabten Stammes, welcher in a;iöemt Ländern auf jenen Gebieten jo Ausgezeichnete« leistet, doppelt empörend erscheint. BloS der Beruf als Heil- und Wundarzt wird ihnen von der hem gen Curie gnädigst gestattet, aber nur unter der Bedingung, daß sie ibre Praxis eiuzig und allein auf ihre Religioa«- g nosjen beschränken. Auf unverbrüchliche Beobachtung dieses «Heieyes wirk hier j.chr strenge gehalten. Denn ein diesiger Doctor, der vor zwei Ja,ren einem auf ver Straße ohnmächtig znsainmengesuakenen Manne katholischer Cousession ärztliche Hilfe ertheilte und auf dessen wödrücklich S Verlangen ihn später in seiaer Pebaujung noch ein paarmal besuchte, wurde »»nver-