Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 10 (1870)
- Issue
- 17 (27.4.1870)
- Date
- 1870-04-27
- Page
- Seite 134 (sequence 6)
- Language
- German
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I — 134 — unb betrieb«» die Betreibung der Juden, ihre Ausrottung in Kuniänien. Co wollte auch Haman dereinst die Ausrottung der Juden, und liest sie anordneu durch den Landesherrn, und der Tag. den er zu ihrem Untergänge festgesetzt batte, beschiel« seinen Galgen. Wir wollen leine Galgen 'ü' die neuen Hamane, Bratiano ist gefallen, Eogälniticheano wird, fallen. Was aber mit peinlichem WcrüliUdas Herz durchbohN, ist die traurige Berbandlnug. die zum höchsten Erstaune» des gebildeten Europas io eben in der.runi. Teputirtenkaminer stattgef»tzden'bar. blickt eine Stimme erhob «ich da z« Gunsten der putzen: 2f>< x x :o Israeliten fanden nicht einen Bertbeidiger, und es cttönte der Schrei eines Wilden t „ Eri>i»fet nein der Tonaul" (Bewegt« ng des Ab scheues unter den Inherent: der Redner fährt fort. > Meine.Herren! Bor einigen Tagen erbielt ich de» Beiuck des Herr» Grafen Honos. Benreler des österreichischen Gesandten. Seine Regierung sandte ilm, als Antwort auf unsere Bitten, die Erkläning, da st ne fort und fort die dringendsten Anstellungen beim Fürsten Äarl machen werde, damit diesen vcrabscheuenswettben Berst'lgungen ein Iiel gesetzt werde. Was wir fordern, ist folgendes: Tie runtäni'chen-Beamten' bebaupten. dast inan die Juden nicht alsIndn«. iowdeni als Ireindlinge verfolge. Diele unglaubliche EUlänrng widerlegt sich einfach durch die Worte: Ihr.ver'ot.gt in den Hilden nur die Inden. U,ld da im.: Wie mögt Ibr sdremdlinge nennen die Iiideil.- die ieit Iabihilnderteu in Rumänien seßbatt sind, o-eieirircht nach Ge'chleckt. geboren und ausästig, in den beiden Teuäniiirüentbümein! Tieien" ichgndlichen Angriffen, dieser .schändlichen Jagd auf »ieuschliche h'wichöv'e must endlich ein;Jicl gesetzt werden. . . Eine völkerrechtliche Uebereinknnft bat das rnmä nilche Selbstvenoalkungrecht st-sigestellt: cs beslebeu Ber 'lragsbedingungeuwelche die Rumänen in Aussiibriing zu bringen haben.' Alle Moldauer, alle Walacken ge niesten die.bürgerlichen Rechte, und Alle sind vor dem Geieiw gleich. so; die moldauischen und walachiichen Ekristen allein geniesten die staatlichen Reckte, die An? gehörigen anderer Retigistien können letztere durch das Gei'etz erlangen. ■- Unter andern Religionen vernebt die lieber cinkunfl die .Juden und die Mnielmänner. es gibt außerdem keine andere Religion in Rumänien. Tie Berfülger dagegen, sagen: die Juden find weder Moldauer neck Walachen, i i e' lind I r e m d l i n g e. Waruni aber'spräche dann die völkerrechtliche Üebereinkuntt von an dei n Retlgionen7 Es ergibt «ick augenscheinlich, dast die Uebereinknnft klar und deutlich ist. Tennoch mag eine gesetzliche Bestimmung den Entscheid treffen. In Rumänienist der. Eoder' Rapoleon Lande--- gesetzt nach diesem Gcsctzbuchc-wird selbst der aus französischem Boden geborene Sohn eines Ausländers, auf teure einfache Erklärung, bei erlangter Volljährigkeit/ Franzose. Das Gesetz, das wir fordern, ist folgendes: „Jedes Individuum, von aus rumänischen« Boden gebornen und daselbst wohnende» Elten« erzeugt, das selbst in Runiänien wohnt, ist ein Rumäne, wenn es im Laufe des seiner Volljährigkeit folgende'«« Jahres dieie Eigenschan in Anspruch nimmt. Seine »linder sind Rumänen. Roch heute Morgen besuchte ich den Hrn. Minister der auslvärtigcn Angelegenheiten. Ich batum die Vernlittluiig Frankreichs im Einvernehinen iiiit de» andern Schutzmächten. damit die rumänische Regierung zur Vor legung dieses Gesetzes veranlaßt werde. Ich habe gerechte Veranlassung, zu glauben, dast England, x. estreick und Frankreich in Bucharest gemeinichastlich vorangehen und dann leine andere Macht diese Handlung der Menschlichkeit von sick abioeiien tverde. Ein >i/,e ,-jeit neck und Rniliänien wird, bewogen von den denen heimi'chen Ideen der Glaubensfreiheit, der. Gereckiigteil und der Lugenden eines freien Volkes, einem Wnnicke derjenigen Rationen nackgebn«. die es irendig als ihre Schimsler begnistten: — der tliasiene», sage ick, denn die Böller sind es. welche ihre Regienuigen \u die'eiir Werke der Tiildnng und Eivili'alien antrcibm: sehet mir, wie ivir überall die kräftigste, eiiifiiuuulge Unter-- stütziiug der Prest'e finden. «Wiederholter Bestall begiüstl dieie Worte.« Sie alle, die Sie in diesem Saale sich vereinigt haben. Sie begreifen die Hobe Wichtigkeit unserer thenern «Gesellschaft. Sv lassen Sie uns Ester und Anstrengung, gemeinsam verdoppeln! Ihnen, der CSotiuitiffion «ür Propaganda. wünsche ick Aeutt« und Ausdauer. Es ist die«; Ihr Walitspruck und Sie befolgen ihn. liniere Parste« Unterschritten haben «ick. Tank Ihrer Hausbesuche, ber nielnr: aber was will das twisten/ 1.‘U»> Pariser / Tie Maste brauchen «vir. Wie! Ihr Juden unserer h)rost stadt. Ihr traget nickt Euer heiliges Schenle'in herbei in liniere hilfsbereite »taste' Il,r begrestet nickt all' das «>',roste und Herrliche, das in nnierer Gesellschaft liegt! Untere Brüder da erheben, ivo sie noch erniedrigt sind: >ie ihren Mitbürgern da gleich machen, >vo sie diest-s Recht noch nicht erobert haben; :ihi\n Geist erheben durch den Unterricht und ihr Herz durch die Moral, die iie von ihren keuschen Müttern einpsangen und die durch die Erziehung entwickelt wird. Reuth. Ihr lieben Männer der Propaganda, gehet in jedes Hans, sprechetbittet, man wird Euch hören, inan wird unterzeichnen. Unsere Pariser geben so gerne! (Man applandirt). Wahr «fl. es, meine Freunde, dast unsere neuen Mitglieder liniere Jahresversammlung weil zahlreicher machen und heule haben «sich sehr viele Ulagen erhoben gegen diesen Saat der zu eiige 'ür uns geworden ist. 'Heget keinen Groll