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Der israelitische Lehrer · 1870-04-20 · 16 (20.4.1870) · p. Seite 124

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
10 (1870)
Issue
16 (20.4.1870)
Date
1870-04-20
Page
Seite 124 (sequence 4)
Language
German
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schrftr noch zurückzukommen und sehe hierüber Ansichten anderer Eollegen erwartungsvoll entgegen.) Die ausdauernde Betheiligung der Gemeinde Bünde au dm Verhandlungen war eine sehr lobenSwerthe, und suhle ich mich verpftichtel, derselben hierfür, wie für ihre Gastfreundschaft, im Namen der Conferen; meinen besonderen Dank öffentlich auSzusprechen- Es ist ein gutes Leichen unserer Leit, dag sich, seit Einführung der Zp ec i a l-E o n f c - renzen, und der Fürsorge der Lehrer, dag aui die Gemeindemitgliedcran denselben Tb eil nebmen, der Lebrerstand im allgemeinen. und-vaS Iittereffe der «Gemeinden für denselben und seine Bestrebungen -nSbesondere bedeutend gehoben haben, — so schreiten wir. mit Gott, von Kraft zu Kraft. Die nächste Versammlung findet zu Oevnbausen am 2. Tage o"n"n statt. Berlin. 'Sie haben sich gegen die Hochschule erklärt, sie wenigstens nicht als ein Bedürfnis; ersten Ranges bingeftelll. Mit Unrecht! Sie meinen cö doch gut mit dem Zudenthum. seiner Wissenschaft »nd ihren Trägern und Pflegern. Oer Corpögeist hätte Sie also schon abbalten müssen, als Gegner anszntrettn, bä te Sie veranlasien müssen, mit uns zu halten. Sie wollen den Freunden des IttdentbumS und seiner Wissenschaften erst die Gründung von Religionofchnlen ,n Aussicht stellen, also das Werkvonunten aufbauen. Aber die jüdische Wissenschaft ist,früher sogar von den Ignoranten hoi gehalten und geehrt worden, schaffen wir ihr wieder eine solche Anerkennung in oen Augen der jüdischen und christlichen Welt, so wird es auch an' guten Religirnsichulen nickt fehlen, die-zu ihr hinführen. Sic verge'ftn, dag die Hochschule in erster Reihe die jüdische Wissmschaft pflegen und nicht blos Rabbincn ausbileen soll. Die jüdische Wissenschaft umfas?t mehr als Theologie und. hat viele Zweige, welche auch von christlichen Gelehrten gepflegt werden können. Außcrdem werden Sie yor Allem der Unterstützung der Rabbmen und ihrer Stadtgeineiuden bedürfen, um die Gründung auch der Religionoschulen zu bewertstelliaelr. Die Opfer der Landgemeinden für solche Lwcere. obwohl zunächst für sie nvtbig, werden nicht groß sein. Ucbrigens bedürfen wir für die Religionsschulen hauptsächlich eine Verbesserung der Lehrerstelle», um Eandidaren berbeizüziehen. Für deren Ausbildung reichen die vorhandenen Seminarschulen aus, ohne sagen zu wollen, daß die Seminare keiner Reform bedürftig wären. 'Jedoch stimme ich darin mit ^shnen überein: Bessere ReligicnSschulen thuen Noth. Der Mangel an Kenntniß des Ludenthums entleert die Svnagoge und niacht gegen da« Indenthum gleichgültig. Bessere Kenutnist des Ludenthums wird auch denen Verehrer mehren. ") U::'.re .Hirttso'.t io'. it in Der imdmon Nummer. Res BreSlau, 24. März. In der Sch ul an gelegenheil hat der Magistrat unterm 8. d. M. nachstehendes Schreiben erlasten: „Die geehrte Stadtverordneten-Versammlung benachrichtigen wir in der Angelegenheit, betreffend die Errichtung zweier städtischen höherer Lehranstalten, mit Bezug auf oic von dem Oberbürgermeister in der auyerordcntlichcn Sitzung der Stadtverordneten vom 26. iyebr. c. gemachten Mittheilungen, daß wir beschlossen haben, ohne Aufstellung eines besonderen Statuts, im Anschluß an den in der Immcdiat-Eingabe vom l8. Dec. v. I. gestellten und von beiden städtischen Behörden gebillig-en Antrag, das k. Provinzialschul-Collcgium zu bitten: dasselbe wolle uns die Eröffnung der bekannten beiden höheren Unterrichröanstaltcn und zwar zunächst zum l. Okt. d. F. die Eröffnung des in ParadieSgasse Nr. la hierselb>t ernchteren, jetzt leerstehenden neuen IohanniS- GvmnasiumS, ohne eine statnlarische Beschränkung rücksichtlich des religiösen Bekenntnisses der zu wählenden Lehrer, gestalten. Gleichzeitig aber wollen wir gegen die in dem R-scripl deS Herrn Ministers der geistlichen :c. Angelegenheiten vom ltj. Februar c. enthaltenen Auslegung dieses Antrages ausdrücklich Verwahrung einlcgen, um darüber keinen .-Zweifel zu lassen, daß wir bei Stellung des von uns adopirten Antrages der Immedlareingabe vom l >. Dezember v. I. an unserem in dieser Angelegenheit ursprünglich eingenommenen, in den Berichten vom t. November 1868 und 20. Mai 1Si;T cntlvickelten Standpunkte fcftgehalten haben und daß daher bei der Errichtung der neuen Anstalten keine statutarische Erklärung über einen besonderen, confesfioncllen, resp. religiösen Eharakker der Anstalten vo» un« gegeben sei oder werde, welche un« bei der Wahl der Lehrer in Bezug auf das religiöse Bckenntniß derfelben binden würde." Die Schulencommission empsiehlt: „sich mit dieser Vorlage des Magistrats einvcritanden zu erklären." Paris. > Wir entnehmen der Revue isr., daß der bekannte deutsche, seit Jahren in Pari» wohnende Dichter Ludwig Wiyl sick leider in einer solchen Lage befindet, daß eine öffentliche Subscriplion für ihn im «^angc in. Herr EharleS Havemrus siu ävotier Nr. nimmt Zeichnungen entgegen. Wir glauben eine Pflicht zu erfüllen, dies auch unter den deutschen Glaubensgenossen und Verehrern des jüdischen Dichters de-" kannt zu machen. — Die starke Agitation der Orthodoxen gegen das Geschichtsbuch Aftruc's dauert fort, obgleich auch einige schwache Versuche der Vertheidigung, wohl seitens seiner persönlichen Freunde, gemacht werden. Pari». Die hiesige Presse hat eine Brochüre veröffentlicht und bei allen Buchhändlern als vorräthig bezeichnet: L’occideut et la Per«£cutiou Isra^lite eu Koumanle (das Abend-

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