Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 10 (1870)
- Issue
- 9 (2.3.1870)
- Date
- 1870-03-02
- Page
- Seite 68 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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— 68 — Verfasser für diesen . Unterricht angeseht wissen will, nicht einmal ausreichen. Dessenungeachtet ist vieles darin enthalten, was, wenn brachtet, dem Schulgesang zu vielem Vortbeil gereichen dürfte, da dieser Unterricht gar häufig als Nebensache betrachtet und darum nicht in der richtigen Weise erlheilt wird. — Es wird darum das Werk manchem Lehrer willkcmmen sein. — 2. Anleitung zum Gesangunterricht in der BalkSjchule. Nach Pastalozzischen Grundsätzen bearbeitet von St. Ju ng, Großherz. Badisch' KreiSschulrarh in Dillingen und August Linz, Musiklchrer am Großherz. Badisch. Sckullehrerseminar in Ettlingen. Donaueschingen, Hofbuchhandlung von Kail Aldenhoven 1669. I ES zerfällt diese Anleitung in 2 Theile: in den . theoretischen . und den praktischen. Der erster? -nthält Alles, was über Melodik, Rhvthtnik, Dynamik 7C; rc.- zu wissen nöthig ist. Der praktische Teil hat sehr viele Uebungen über Takt, Tcnverhältniß :c. :c. riebst eingeftreutcn ein- und zweistimmigen Liedchen, die leicht ausführbar, unv kann darum das Werkten gute Dienste leisten. Wenn wir.etwas dagegen zu bemerken hätten, so wäre es das,. daß Äffern, und Noten angewandt sind. Eines ist jedenfalls überflüssig. Wir haben es an'anderer.Stelle schon hervorgehcben, und vermögen es jetzt noch nicht einzusehen, warum mit Beiden die Kinder geplagt werden sollen. Wir haben nns, wenn denn einmal Zeichen gegeben werden sollen, für Noten entschieden; die Gründe sind ersichtlich und bedürfen keiner weiten Auseinandersetzung. — . | 3. DaS Zeichnen irt der Hauptschule für Lehrer, i Lehramtskandidaten und Schüler von Edmund! Dolle, Müsterhauptschullebrer. Mit 483 litboi graphirten Figuren, Preis 80 kr. österr. 'Währ.! Pest, 1869, Perlag von Wilhelm Lauster. ■ Der Verfasser gehr von dem Grundsatz aus, zuerst; mit Lineal und Zirkel und dann mit freier Hand zu > zeichnen, welch letzteres er in der Volksschule mit! dem 11 '— 12 Jahr begönnen wissen will, Er | legt auf das geometrische Zeichnen daS Hauptgewicht, namentlich im Anfang. — Die 46 Seiten Text geben die nötbige Anleitung. Die von den Kindern zu zeichnenden Figuren sollen nach den Litographien vorher von dem Lehrer an die Wandtafel gezeichnet werden. i 5. A. V. Tuhelka, Elementarzeichnungstheken, 5 Hefte Pest, bei W. Lauster, 1. 2. 3 Heft L 15 tr. 4. Heft mit 107 farbigen Mustern 48 kr., 5. Heft mit gezeichneten Quadraten 8 kr. oft. W. Alle Seiten der Hefte sind in Quadrate eingetheilt, wovon einige der ersten mit Mufterzeichnungen versehen und die übrigen zum Nachzeichnen leer gelösten sind. Wie die Schreibnetze für die Anfänger gute Dienste leisten; so mögen auch diese Theken bei Anfängern mit Vortbeil zu benutzen sein' da sie stufenweise weiter schreiten und methodisch geordnet sinh. 6. Vorübungen zu den Elementen des Zeichnens nach körperlichen Gegenständen für Kinder von? — 10 Jahren in 40 Wandtafeln. Für den Schul-und Privatgebrauch von Frie dri ch Heim erdinger, Maler, Lehrer der ersten Elaste an der öfsentlilichen Gtwerbschule in Hamburg. — Hamburg, B. S. Berendsohn, 1868. Mit Recht sagt der Versasier in diesir kleinen, aber werthvrllen Schrift, daß bei keinem Unterrichtsgegenstand der Schule mehr gesündigt worden sei, als.im Zeichnen. Es rührt dies daher, daß der Zweck tiefes GegenstanreS nicht richtigerkannt winde: das Zeichnen wurde nur als die amüsante Kuust des BildcrmachenS betrachtet, während das Zeichnen, so gut wie Schreiben nnd Rechnen, in jedem Beruf seine Anwendung findet, und rin zweckentsprechender Unterricht desselben die geistige Entwickelung der Kinder fördert. Mit Reckt heißt es hier: „Treibe das Spiel nicht mit Ernst und verwandle den Ernst nickt zum Spiel!" Tie Uebung des Auges uud nickt die der Hand ist dem Verfasser die Hauptsache. — Die beigegebenen kleinen Zeichnungen (die mit ihnen übereinstimmenden 14 Zoll große» Zeichnungen der Wandtafeln zu denr Preis von 3 Thlr. sind durch jede Buchhandlung zu beziehen) zeugen von Sachverständniß und richtiger Mrthoce. Nach diesem Werkchen .verfahren, müssen guie Resultate erzielt werden' A. K. M. Wochenbericht. Frankfurt a. M., 22.Febr. Ter Almosenkasten der israelitischen Gemeinde gewährte im vorigen Jahre 4936 fl. an regelmäßigen Unterstützungen; er erhielt 6464 fl. zur sofortigen Bertheilung an Arm«' und spendete nock 599 fl. Zinsen von Legaten. Die Zahl der regelmäßig Beitragenden hat sich vermindert. Aus Unterfranken, 21. Februar. Der jüngste Bericht Ihres unlerfränkischen Korrespondenten enthielt nach.seinem wesentlichen Inhalte eine wohl nickt unbegründete Beschwerde gegen den Synodalbeschluß, die Zulassung der Lehrer betreffend. Die jüngsten Vorgänge in Baden drängen aberderartige Gegenstände total in den Hintergrund. WaS soll da Süden Lehrern werden, wenn der rechtliche Verband und Bestand der Gemeinden und ihrer Jnflutionea nicht nur r