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Der israelitische Lehrer · 1870-02-23 · 8 (23.2.1870) · p. Seite 61

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
10 (1870)
Issue
8 (23.2.1870)
Date
1870-02-23
Page
Seite 61 (sequence 5)
Language
German
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— 61 i auch bei näherer Ekwägunz lange nicht soviel ans sich Huben, als man denke; jedenfalls dürfe da, wo Staatsmittel gewährt werden, von derartigen Hinter- > nisten nicht die Rede sein. — In Sheffield fand unter dem Vorsitz des Mayors ein: Versammlung zur B:- sprechung deS UnterrichtSwesenS statt. Alle Redner wiesen auf die Nothwendigkeit deS Schulzwanges hin. — Literarisches. Die Mutter als Erzieherin ihrer Töchter und Söb-.' zur physischen und sittlichen Gesundheit vom erste '. KindeSa'.ter b'S zur Reife. Ent praktisches Duck für deutsche grauen von Dr. mev. Hermann Klencke. Leipzig, Verlag-von Eouarv Kam ner 1 SiiO. Von oiesem Werke sin) nunmehr 8 Lieferungen und damit der Schlug des Ganzen erschienen. Es entsvricht seinem Titel und den gehegten Erwartungen. Die^Pflichten der Mütter nach allen Richtungen hin, ihre Aufgabe und die Art, wie sie dieselben erfüllen litt) ein glückliches Lehen der Kinder, der an ihr Her; gelegten Wesen vorbereiten und gründen können, und hier in anregender und erhebender Form drrgestelll und wir dürfen erwarten, das; dies Buch ' in unserer aufstrebenden Seit in der deutschen Frauj enwrll Anerkennung und freundlich: Ausnahme iiii- } den wird. Ernst Moritz Arndt. Ein Lebensbild von ,Ferdinand Schmidt. Berlin, Verlag von Hugo Kästner. : , , Hur lOOjährig?» Geburtstagsfeier Arndts hat ver verdiente Verfasser, der das Leben so vieler großen deutschen Männer in so anziehender Form zu zeichnen verstanden, abermals eine Schrift für -die Jugend und für das Volk erscheinen lassen. Wir bedauern, zu spät nach dem Arndtfestc in dessen Besitz gekommen.;» sein, um auf dasselbe rechtzeitig aufmerksam zu machen. Aber auch jetzt und allezeit wird diese Schrift ihre anregende Kraft bewähren utib uns das Leben eines großen deutschen Mannes, eine» kräftigen Charakters in würdiger Weise'vorsühren. — Bei dieser (Gelegenheit erinnern wir nnö, daß unser freund, Herr Ignaz Lehmann (jetzt) in Nürnberg, einen Brief Arndt's besitzt, der dessen Vorurtheilssreiheit,' den echten Freisinn eiueö großen Mannes bewährt und beweiset, daß er es verstanden hat, den Mann nach seinem wahren Werthe zu schätzen. Solche Voruribeilsfreiheit ist eben immer noch nicht allgemein. Wir haben;. B. vor einiger Zeit die Bemerkung gemacht, daß die Schriften Schmidt's wohl zum Köstlichsten gehören, was die deutsche Jugendliteratur besitze und daß diese Schriften wohl nichts enthalten. waS bei Juden anstößig sein könnte. Nun erfahren wir zu unserem Bedauern, daß dies nicht ganz der Fall ist, daß vielmehr seine Nachbildung von Shakespeares „Kaufmann von Venedig" dieses Schauspiel ganz in der nahistorischen Weise wiedergibt, wie fie dieser ipa! Geiste seiner Zeit nothwendig fand. F. Schmidt hätte , sich wohl die Gewißheit verschaffen können, daß in Wirklichkeit historisch die Sache sich gerade umgekehrt verhält, wie sie dort dargestellt worden, daß der Christ den Juden und nicht der Jude dem Christen ein Pfund seine« Fleisches herauSzuschneiden verlangte. Wir j haben daS Büchlein nicht gelesen,' weil wir es nicht ' besitzen, und grundsätzlich solche Bücher nicht kaufen, die uns etwa ärgern könnten. Wir lassen es deßhalb dahingestellt, in wieweit die Darstellung Schmidt's dem Originale nachhilft und neben bis dabin, wo chir Genaueres erfahren, unser Urtheil nur in beschränkter Weise — im ner für das vorliegende Buch. Vielleicht wird Herr Ferd. Schmidt so freundlich sein, - über diesen dunklen Punkt eine Erklärung abzugeben. Vonfeincm Schüler Diesterwegs und von einem Manne, der voitz „dem Großmeister der Pädagogik" und seinen Trägern so überaus hochgeschätzt wird, dürfen wir dies mit vollkommenster Gewißheit verlangen und erwarten. Robinson Crusoe von G. A. Gräbner,Auslage, mit l6 Toubildern und f)4 in den Text gedruckten Holzschnitten. Leipzig. Verlag für erziehender Unterricht. <9- A. Gräbner 1870. -- - Daß Robinson noch jetzt zu dem Besten und Vorzüglichsten gehört, was die Iugendschristenliterainr hervorbrachte, ist zweifellos. Wohl erinnern wir uns, irgendwo ein entgegengesetztes Urtheil gelLÜn zn haben, ohne jeboh die Grunde jenes Einspruches gegen die Kinberlitst zu kennen. Dagegen erinnern wir uuS wohl Alle selbst, mit welcher Lust, mit welcher Begierde wir die merkwürdigen Abenteuer Robinsons wieder und immer wiedek lasen und wir können nicht . erfinden, nvarum dies schädlich sein sollte. — Die vorliegende Bearbeitung zeichnet sich sowohl durch ihre vortrefflich: Ausstattung, als durch Gründlichkeit und aAarheit der Sprache vortbeilhaft aus. Insbesondere und die Bilder höchst anschaulich und sauber gearbeitet. Fibel für den vereinigten Sprah-, Schreib-, Leseun) Zeichenunterricht nach der analvtisch synthetischen Leiemethode, bearbeitet. von Wilh. Sellner, Lehrer an der Bnrgrrknabenschule zu. Coburg, »oburg, Verlag der I F. Mbrecht'scken Hofbuchhandlung 1887. Wir haben über die bezeichnet- LeseunterrichlSmethode bereits mehrfach berichtet und zwar insbesondere gelegentlich der Klanwell'schen Schrift, das erste Schuljahr" und Kehr „der > erste Sprachnnterj richt". ES ist die erste Fibel nach dieser Methode, : die uuS vorliegt und wir stehen nickt an. umer irü-

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