Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 10 (1870)
- Issue
- 8 (23.2.1870)
- Date
- 1870-02-23
- Page
- Seite 60 (sequence 4)
- Language
- German
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— 60 — fleftibrt «erd-. Wie es, im Umgang mir Person-.-: > jein-- Umgebung diele nur halb verstandene Ausdrucks-! westen 'einer Muttersprache in sich aufnimmt, deren j Klärung un» Verdeutlichung einem reifern Lebensalter! Vorbehalten bleibt, io schlage man eS auch nicht zu hoch an, wenn bei :em Uebersetzen des Pentateuchs s dem Gedächtnis -Manches anvertraut wird, dessen voll» > komm-ner-s Versländnist einer »pätern steil überlassen werden must. Möglichst mütn -jedoch »olcke Stücke! ausg-wäbtt «erden; die -vermöge ibreS «machen Lnj Halts die wenigsten Schwierigkeiten die'er Art darbiej ten. Ta ::urn wiranzedeure: durch den unmittelkaren Unterricht allein der >edr umfängliche Lehrstoff nickt bewälriar werden kann, i'c müssen geeignete-Hebr-! mitte' zur Erärnruna sienen Indieser Beziehung ' ist von vraktischen L'cbrecn emvscblen worden, een ' Schülern neben den: bebräischen -Pentateuch eine gute Heberst'.-una in d>e Hand zu geben, rbrils zur bäusli-! chen. Vcrbereiiung. und Nach Übung, rheils zur stillen ' Sel'dstbe'chästiaung in-der Sckule. wenn eine andere 1 Kla-st Unterricht erbälr. Wir billigen im Allgemeinen diese Merbcde, Aber -ür d e erste Unterrichts.-eit lellen sich bauptsächlich folgende lnkonvenienzen heraus: 's schi.esteü fick die Ueberseuungen nick: wörtlich genug und nicht genug in die Augen lallend dem üebräiichen Tertan: 2 * der materille Nichtbeil, dag bei der Unbebolfenbeit undd-r Ierstcrunaesuchr oer 7 bis ''jährigen. Jugend diese verbält'ümä'ug lbeuern Lehrmittel 'ich in kurzer A«: abn atzen. Mit Nückiich: hierauf haben stb :n! der apet'alkcnferen; --ur Blotbo zwei Mitglieder der-: selben stboreu, mehrere Karirel des Pentateuchs und einig' Geberstücke. info.aenrer Weise -ür die Hand der Anfänger :,ü bearbeiten und durch den Druck zu veröffentlichen: Ti: erste-, Abtheilung enthalt« sie üetrestensen Terrr in kleine^, überncktl-cken Absätzen und großem, deutlichem Drück-, . sie zweite die Ueberfetzunz theils in d-nkstten rbeilö - jüdisch-deutschen Lettern in enrtor-cnenper Weise 3. B. He erst- -Abtbeilung: .■.V — Z"2Z~ rx — 2;—'X — }<~2 — .;vtf}02 . 'ur c»e :«ene Abtbeilung: Im An - : ng.— ' chuf — Gort — den Himmel und sie Erde Nachdem die. Schüler, sei: hebräischen Tert mir richtig grammatischer -Bttonung ' deshalb das Mittel- Aeich-n) gelst'en. dann zur kongruenten Uebertraqung vermtttUsk der augedeuteten Uebersehung angeleitet und, wo es nötbig, auck kurze, sachliche Erklärungen * t(.- -ross: '-Druck, Locale unv f. f. mögen sich unsere geschätzten vcser hiersi, denken» Red. gegeben worden, dürste sich noch eine den Fähigkeiten der Kinder angemessene grammatische Analyse empfeh; len,- daß beispielsweise .hier 2 in, 1 unb n dem. veutschen Geschlechtswort entsprechend ist. DaS Ganre, etwa zwei Druckbogen stark, kann voraussichtlich zu dem geringen Preise von 2'/, Jzr. hergestellt werden. Schließlich richten wjr an uusece Herren Eollegen sie Bitte, stich darüber zu erklären, ob ste das Unternehmen für sin Bedürfnis; und für zweckmäßig halten, und ibre A Eichten uns Vorschläge, namentlich in Berr»->' oer ausztwählriiden Stück-, entweder in diesen Blättern 00-r in prival-n Mittheil ingen an den Un -.erieichnelen kuuo za geben. H. Leeser. Holland- In Utrecht wurce ein Verein, „Schoolrerb.mo" gegründet, o-r in oen letztest Monaten fast in allen lebhafieren Orten Hollanos Iweizvereine stiftete.' -zweck desselben ist. oie Theilnrh.ne oer K.nrer am iälementaru ltercichie möglichst zu föcoern. — Eine» uv i zweiten Verein, oel außer dem zenann- ' teu Iw eck noch sie Ausrechlerhaltuuz oer bestehenden . neutralen schulen uns sie Verbesserung des Pcimaruuterrichls anstceben soll, will Herr D. Verhagen, ein e -r.ger Fjertschritks imi Hollands, grü tv-n. — Bordeaur. <>iroß-Nabb. Astruc von Brüssel verwei.re währe,t: oer christlichen Nestjahrslage hier in seiner Heimarh und war durch Unwohlsein gehindert, die üblichen Wünsch: oem Königevon Belgien persönlich carzubringen; er thar dies daher auf schriftlichem Wege. .Nach wenigen Tagen'erhielt Herr-Astruc ein eigenhändiges Schreiben oes Königs, worin er den Gruns oer Perhii'.oeruilg beoauerte und für die Wünsche dankte. R. i. In Lt. Petersburg, tagt eine Regierungs- .cmmisnon, welyei'ich mit Berathung oer Maßnahmen zur Einsnnung oer russtschen Sprache beim jüdischen ■ Gottesdienst beschäftigt! Die Rusnsicirnuz der „fremden Enste" ist also einbeichlossene Thatsache.j Aus Rußland. Bor ungefähr 30 Jahren wurcen au> oie Beschuldigung des Gebrauchs von Ebristenblnt bin 02 Israeliten einzekerk-rt, auf d^ren , Güter "unt Vermögen man es abgesehen hatte. Alle , sind bis auf Einen im Gefängnisse gestorben; dieser ■ Eine ist jetzt erblindet. Sobald die Alliance in Paris > hiervon Kunde erhielt, hat sich Eremieur für diesen Unglücklichen verwendet und dessen Freilassung erlangt. j England. In seiner Wahlrede zu Bradsort betonte ver Eouseils-Bizepräsivent M. Förster die - 2rorhwendigkcit, daß man daS Unterrichtswesen regeln j und sich dabei weder von pecuniären noch religiös. Zchwie- I rigkeiten irre macken laste. Letztere, meinte er, würden