Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 10 (1870)
- Issue
- 7 (16.2.1870)
- Date
- 1870-02-16
- Page
- Seite 54 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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— iL — Jonas Fränckel, ankuüpfende Gedächtnißfeier. Von den Hörern des Seminarwurden berufen: Herr Dr. I. Herowitz, Rabbiner zu Märkifch-Friedlaud, zum Oberrabbiner der ifrael. Gemeinde zu Crefeld und des dortigen, etwa vierzig Gemeinden umfasienden Sprengels; Herr Tr. M. Güdemann, Prediger der isr. Gemeinde - zu Wien, wurde von dem dortigen Euttusvorstand definikir zum Rabbiner der Gemeinde ernannt. Herr D'r. M. Zuckermandl, Rabbiner zu Gnefen, wurde in gleicher Eigenschaft nach Märkisch-Friedland berufen. Herr Dr. H. Groß auS Szenitz wurde als Rabbiner der Gemeinde in Groß-Strehlitz berufen. Herr Dr. Th. Krcner aus Glatz wurde zum Director des isr. Lchrer-Seminars zu Münster ernannt. An dem herannabenden Slistungstage werden die Herren Dr. D. Gerson aus Kozmin, Dr. R. Glaser aus Ricotsbnrg, Dr. I. Gutlmann aus Beuthen O/S. und Dr. G. Perli» ans Smichow bei Prag entlassen werden. Ueber das zu Ende gehende Schuljahr ist ferner zu berichten: - An dem Seminar wirkten außer dem Director Dr. Z. Frankl die Lehrer Drs. H. Gracy, B. Zuckermann, I^ Frxudenthal, D. Ronn. Cantor Verthold leitet den Gesangunterrickt. Das Seminar zählt vierundvirrzia Hörer. Das Verzeichnist der Hörer gibt folgende statistische Nebernckt: V) welche den Doctorzrad erlangt haben, 24 Studenten, welche zugleich die Vorlesungen in der Universität hören. 10 Präparandcn. Den Ländern nach ist das Vcrhaltniß der Zuhörer folgendes: 24 aus der österreichisch-ungarischen Monarchie, 18 Preußen, 12 Süddeutsche. Berlin, 27. Iainiar. Preußisckcr Landtag. Der Gaftwirth Rosentbal zu Siminernau, Kreis Kreuzburz, und tHenoffen beschweren sich darüber, baß die in Simmernau wohnenden jütischen Grnndbestyer zu den, Kesten der Reubauung der dortigen evangelischen Klicke beitragen müssten, während Grundbeist?-r katbe.lischer und altlUtherstchcr Eonfession nicht herangcregen werden. Die Eonimiinon uellt den Antra,'. die Petition der Slaatercgierunz uiil der wie derboltcn Aufforderung zu .nberwei'en, die Initiative zu ergreifen, um im Wege der Gesetzgebung die in Beziehung auf die .Vestragspslickt ,u Parockiallaslen bestehende Rechrsuugleickheir zwischen Inden und Christen zu beseiiigen. Das Hans tritt diesem Anträge bei. Berlin, I.. Fcbr, In Preußen wurden im vergangenen Jahre I8,2i2 'Verbrecher vor die.Gerichte gestellt, .worunter 178 Israeliten, und 152,f,f>7 «egen Vergebungen, worunter l*»S7 Israeliten, was für die Juten ein änsterst günstig sprechende? Verhältnist iist. Die „Allianz >Sr. universelle" bat neuerdings einen sehr energischen, von Cremieur Unterzeichneten Protest in Sachen der Juden in Rumänien veröffentlicht. i Nachschrift. ' Paris, 14. Febr. Graf Daru, Min'iter der auswärtigen Angelegenheiten, gab Herrn Cremieur bas Versprechen, dahin zu wirken, daß sämmtliche - Großmächte gemeinsam int Interesse der verfolgten rumänischen Juden energische Roten an die rumänische Regierung ergehen lassen. Literarisches. Wir finden,im Hamagid Rr. 4 eine kurze Entgegnung unserer vorjährigen Artikel zur Bekämpfung der von Dr. Gordon betonten Ausrechthaltung der Idee von der nationalen Wiederherstellung Israels im heiliaen Lande. Die Artikel sind weder,' wie Herr G. meint, aus der Feder des Herausgebers dieser Blätter, noch der eines Schildträgers Dr. Geiger's geflossen. Wir können versichern, daß der Herr Verfasser amtlich und wissenschaftlich höher steht, als Dr. > G. So lange' dieser aber glaubt, in jenen Artikeln es nur mit Phraien zu tonn zu haben, die keiner Enrgegnuiig würdig seien, um so in Hochmutt, wohlseilen Kaufs daoon abznkommcu, würdigt ihn auch der Herr Verfasser keines Worts, auch nicht zur Beantwortung seiner Fragen in Vetren der lleberschrift jener Artikel. Win aber glauben mit dem Verfasser, denn dies ist dpr einzige Punkt, den Dr. G. namhaft hervorhebt, daß die Hoifnnng ans nationale Wiederherstellung Israels, wenn nicht ausschließlich auf rnsiiscbem Boden, — Herr. G. sagt, daß er Rußland bcreils lange o 'laifeu habe, — dock gewiß vorzüglich nur in den Herzen der russisch — gedrückten Juden möglich ist. Wir behaupten sogar, daß auch in der V'.bel die nationale Beimischung der Messiasidee mehr in den gedrückten politischen Verhältnissen Israels, als in den religiösen Principicu des Inoen- - lhums beg' ündel liegt. c ii i I 1 c t d it." Per fetter. Aovcllc von I. K'. . v (.vonidmnii.i Euuge iciije nach den oben erzählten Ereigniistn könnten wir Christine, di. alte christliche Magd Bellas, : im Beichtstühle .der Klosterkirche nnden, wenn wir in . den geweihten Räumen Einlaß erhielten, Es war der i Beichtstuhl, in welchem der Pater Anton die Bekennt- > nisse seiner getreuen Beichtk.n-er en'gegennahm. die