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Der israelitische Lehrer · 1870-02-09 · 6 (9.2.1870) · p. Seite 45

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
10 (1870)
Issue
6 (9.2.1870)
Date
1870-02-09
Page
Seite 45 (sequence 5)
Language
German
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45 —?Vrm5äfp rer oerjtcrbentn Per>on. f>X) bis 200 st. neben dem .tkauspreis für Erwerbung eine» Grabes, reffen Festsetzung vcrbebaltcn bleibt. 6. Für Oeffnen veS Friedhofes 2 st. für jede een Frievbof besuchende Person. Die Beurtbe-liing dce-es Vorgehens, fährt der Einsender iort, gegen alle, nicht dem hiesigen Ge-- meindeverbande angebörigen Israeliten, bleibt dem Publikum überlasten". Hier bälten wiv nun 6i_r er>tc Frucht, eie indirec: durch den Blarlsrnber Zcnderbund hervorkam. Lerieben »ich obkilgtiiannle Paragraphen uurans die Mitglieder des Son Verbundes, io mögen dieselben als eine rechtliche Rexreiialie angesehen werden. Müssen-, aoer auch diejenigen sich der Verordnung unterwerfeit, c,r au» neutralem Zoten flehen, und deren gibt es viele, die jetzt oder später in die Stadl liehen, so ist gegen oieie das Verfahren kein gerechtes;u nennen. Wir wollen au! an'angen. äöenn jevc ledige Person J«» st. uh den Besuch der Svnagoge entrichten soll, wie viele jungen Leute, die dort in Geschäften sind, werken kann den Gottesdienst besticken? Der Drang danach in ohnedies; kein so großer. Die Beurtbeilung res?>. Paragraphen wollen wgr unterlassen. > st und <! gicbl vielleicht oem Sonderbunke :» einem neue» Peez-fte Veranlassung, weshalb wir es ebenfalls Untertanen, dieselben vom juridischen Standpunkte zu betrachten. Welche Folgen werken aber ncch später tviumen? Was wi^d tieir Spaltung vielleicht noch in .rtrrlsrubc unk besonders in Baden Hervorrufen? Uno nicht allein diese Spaltung, sondern die E nl - scheicung des Gerichtshofes vom 21. De;, «ougen ^abree? W>e viele Geiiieincen im fände werden lick auflöse» Haben die orthodoxen Sonderbündler einen Begriff davon, wie unbe'lbringend ihr vermeintlicher Sieg für dw Gemeineeveroältnifie der Iöraei>lc>r in Baden icm wirs? Vach eer Gntfcheiouug'des 'verichrsbofes gingen den Gelleseuerern die Augen auf. und sie sahen, aber —;u 'pät welches Gewitter sie heraufbeschworen ballen. Um nun zu beweisen, daß sie in Wirtlichkeit nicht aus dem Iukenverbande des Landes ausscheiten. wollen.'ick die Orthodoxen, wie wir hören — in der :sr. Gemeinde zu Untergrombach anfnebnieii laisen. Semit wäre sie Thal ein Bischen beschönigt. Doch was nützt dieses? Das Beispiel' rst gegeben, die v e r b ä n g n i h v o l I e Entscheidung ist da. - Es ist zu erwarten, und die Zukunft wird es .eigen, daß f ä m m t l i ch c Gemeinden, in denen :er wohlhabende Tbeil oer geringste ist, und in Folge i dessen Sie größte Sieuerlast hat, sich auf lösen. ■ Was wird dann geschehen? Von wem wird die Jugend unterrichtet? ES schaudert mich, weiter darüber nachzudenken. — Und alles dieß werden die Folgen eines Streites fein, der — □'SE' dp1? geführt worden fein soll. ' Bremen Wir haben früher schon von den' Lerviensten der Rhederei unser» Glaubensgenossen Rosenthal um die Interessen der Nordpol - Schifffarih berichtet. Die Geographischen Mittheilnugen Peter- "mann's l«t6!> IX enthalten Nachrichten über die Rückkehr der von Rosentbat ausgesandten Schifte „Bienenkorb" und „Albert". Die Schifte waren aus Robbenschlag ausgegangen, aber zu wiftenfchastlicken Zwecken begleitete der Physiker und Astronom Dr. Dcrit auS Jülich den Bienenkorb und der ^Zoologe Dr- Emil Destels aus Heidelberg den Albert^ Dieser durchschiffte besonders da» Sibyrische Gismeer und gelangte im Spitzbergischen Meere bis zu einer nock nicht erreichten Breite über Nowoja Semlia hcnaus. Pari«!. Pom oem bekannten Hippolyt Rodrigues wird nächstens eine neue Schrift erscheinen: l,e roi de« äftiG. welche da» veben und den Tod Fein behandelt.^ Es bat ftch bier ein neuer Verein gebildet. Repo« otcrnel I welcher die Aufhebung der gemeiniamen Gräber trstrebt Bekaimtlich werden hier auch auf dem jüdischen Frievhose, wie auf demjenigen der Christen, nach! einer kurzen Reihe von Jahren die Rebeink aller derjenigen, welche nicht im Stande waren, ihr Gryb eigentbümlich zu erwerben, anfgegegrabcn und in ein gemeinsames (Mrab geworfen, um ihre hicabehstätte Ankeren zu überlassen. - Element-Multet ist gestorben. Obgleich Christ, war er doch ein großer und aufrichtiger Freund der Juden und ihrer Literatur. Er hat ein;elneS von Maimonideö nn> die bcbr. Grammatik von Rabbinowiz übersetzt. Von r.'in «ifxoß-Rabbiner Levy in tsolmar ist eine neue Bearbeitung der biblichen Geschichte für Schuren erschieien >^ir emp'ehlen bei diese Gelegenheit die jüngst von dem Groß-Rabbiner Belgiens Etie Aristide Ästrnc herausgegebene tnrze .Geschichte der Jasen sPüriS, Hachcttr und Comp.). Hier ist die Geschichte gleichzeitig als Religio,lsgesckichte gehandelt. llebrrali werden die GotteS- und Hamanitätsidten heroorgeboben, jwelche in den Thaten oder Erlebnissen Israels an deft Tag treten und gefördert worden sind. Auck 'scheut tet Verfasser nicht, den Einstuß hervorzuheben, welche» Ehristenthum und Islam auf die! Verbreijung de^ jüdischen Religionsideen geübt baben I und üben. l

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