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Der israelitische Lehrer · 1870-02-02 · 5 (2.2.1870) · p. Seite 34

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
10 (1870)
Issue
5 (2.2.1870)
Date
1870-02-02
Page
Seite 34 (sequence 2)
Language
German
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34 — - auch nicht das Cbosrenkbum — enbltch zu f^rur.S?. *) SB« »aher »re ftlr<6e e*r.e,öaffche Stellung aegeu r'e (rulturentw'cklung 7?r ituäzev. j-ifit 5jö?n j sollte, ra ii: a:ü Aenrenrag dieser Sch erhei: sckleuriigst zu lenkn-. c. (?S ist e r <ütücf *’ür da- .kUtiut&u’.n, rat; das Ansinnen. >'ch mir rückschrittlichen xo'.stiswen ■ strekringen zu . icfr.tincirej:: bisher »oft nie oder dock , nur in einzolner, unbeoeu:e, den. Aeusterl'ch'üien an! dasselbe berängetreten. Möge oas öluoeuibum au* ■ diesem 23m« beb-arrrtr. D-ie'er Vorzug. ei»; Religiou > der Minderheit' ru sein, unr -!N All:"Meinen 'ick sie Freiöeir der Jndiriduenun:. Verneinern gewährt ru haben, dar Zück' a-ie Rabbiner. aut pit Bahn des 1 Fortschritt? :’eff'brr,'ts' »> weder Nntergebene eurer n hoben kirchlichen Keboroe noch eigentlich Beamte des - Staat - sin">, vielmehr in individueller ^reibest nur i der Gemeinde :u genügen haben, di« ne gewählt bar, > der ste dienen. Dadurch isr im Judenrbnm auch jej ner unheilvolle ficnftift rwiichen rnriftlicken ur.c : Laien vermieden worden. Ter grösste Tbeil der Rab- . hinen der jüngsten Periode stand .an rer Spitze de? i religiösen srortichrilts. der gefunden und naturgemäßen religiö'on <*mtwictlung. Und wenn auch da?; Geistesleben -tu Menschen im Allgemeinen ein G^.- j zes -.st. und das -venschrittsstreben auf der einen ' Seit» wohl auch den ,vcrtschrik: aut allen Lekensge-; bieten, bedingt, sc darf uns dies dock nick: verleiten. : von der religiösen Richtung mir anscheinender Gewiß cheit aus die politische und sociale Laneiricklung 'cklie-! sten :u wollen, da.-wir bilden der rertckiesensten religiösen Richtungen auch in den Reiben der Anhänger; der verschiedensten' politischen Richtungen *nden. In: Allgemeinen bar da? Iudentbum der Gegenwart mir der Politik eben nur >r diel :» schaffen, als es im Gan -n und Grnzrtnrn..der Maststab *ür die wachsende ''umanirät eines Volkes genannr werden kann: /seine Gmünicrp-cn war caS geicken oes politischen > Aufschwung?, der Gewährung rer Gewis'enssteibeit auch an die Glieder anderer (fon*e'sicne!.. ». Das Haueigeichäst der starcke ist Ausbreiiung des wahren. Glaubens, der Rechraläubigkei:. des Dogma, ^urch dogmatischen Vortrag. I>. Di« auf kirchliche Autorität angenommene 'ogrr.annfe R-cktzlZubigkeil vertrag: rrck mit Passivität; grnd tsiewobnhrirschristettthum, gomäbrr mit Richten! «ine Hürgfckast für werktbälige Lebersentmickrung. ' Las zrsß-rntzstr Ä-n'r:el ::ju ö'etet »r« Lr.epclica . chrmto Lsttadu-. welche über sie j/inr.nt? moderne Sildung ’iit AchteottSrurg uns. Lerdainmung auÄ'v-.'echen, woimra daLw, -weil d:e Lutturvölkee sich von vra Zr.twicklungS proz -ee nicht Werderabbo-ngm. taffm. der Papst feiner Kirche l den Rbzrrmk gearaben hat- 'Das 'Tcncil liefert einen wri *—>' Beweir: frlost die kirchlich gefiaml m Bischöke der Lulcurs wiederftreben in viele« Ding«. -»«edakrion). \ veranlostt den zum Estert: genügten Inhaber vermeinter Rechtgläubigkeir nur zu leicht zur Verurtbeiiung AnoerSden'envcr. zu ^molerauz und Absouderuug. Der forkgeschrinene Mensch der Gegenwart verlangt oder wünscht keinen dogmatischen 'Vortrag in althergebrachter ,rorm, sondern reliaioösiltlichc Belebung in einer ^einea modernen Bildung entsprechenden ,^orm und Denkweise/ Die „tliechrgläubigkei'". sDnhcooxiej bat im stniie der Icil abgenounnen, das Gbristenthum ab," hat rugenommen: die Menschen sind weniger orlbodor, aber Lristticher, o. b. religiös-sittlicher. Daraus iotgr. worauf cs we-eiulick ankommr, worauf n'cht. Das Wesen oes Cbri'tcnlhnmS besteht weder in ::r gläubigen Annahme positiv dogmatischer S atzungen, noch in dem Bekenntnis; einzelner geschichtlicher Tbatsachen, sondern in wahrer «üoltessurcht unv sittlicher lpestunung. D:e Gnlndwadrbeil des i>.bristentbums ist nickt dogmatischer, sondern retigiöö-iittltcker '.llaruo. c. Gerade der ll nstand, ver viclicitig als Hemmnist b-tracktet wird, die „orkbodcre" .^ormennbung hat eie Religion des "zndenlbums zu einer llteligion der Thal gemacht, bat sie ihr.n Schwerpunkt nickt in der Synagoge, nick: im Glauben, nick: :m Dogma, sondern in der lebensvollen Hebung der religiösen Satzungen finden lassen, die e.a? gan;e Sein des 'Menschen vergeistigten uno heiligten. Der gröstte Dbcil dieser formen ist ersterben. Mögen gegen diesen Ausspruch die s. g. Gesel.-cskreuen tick sträuben: es ist doch wahr, dag nie selbst lange nick: mehr die Hätte derselben als bestehend und verdmetich aiiertennen und üben. Aber rerGrunkfan.-.p'p-oi -p’j? s"2v. »r fiu&et allerwege neck feine Betdäligung. üLobllhätigkeit, Lie-. besübnngen, Sittlichkeit werten auch jetzt wie zu allen Zeiten von allen religiöse» .Dichtungen als die Kennzeichen wahrer und austickliger Religiosität, gvllessürcktiger Gesinnung anerkannt, und die Synagoge wird, ingofern sie eie Stätte der religiösen Belehrungen' ist, allüberall diesen Otruncsatz der „Bethätigung der Rel'gisii:m Leben", zum Ausdruck bringen. Wenn nun auch, wie wir oben tnebrsack auveuleten, dir Berschiekenbeir der religiösen Richtungen im Iudentbume zu einer 2^rschieee>lhcit ^er Lehre und Uebung Veranlassungen und.türund bietet, so dürfen wir doch im Sinne aller Bekenner res Iizdenthums ebensowohl als im Sinne unserer bedeutendsten Religionslehrer aller und neuer ^eik' aussprecken: „Das 'Wesen ees Jlldellth»ms besteht weder in der gläubigen .Annahme positiv - d o g u> a t r s ck e r Satzungen, neck i u d e in B e t e n ii l n i s; einzelner geschichtlicher Tbatsarbe», sondern in wahrer G c t: e siur ckund sittlicher Gesinnung. Dir G rar ne :v ab rbeu des Judenrchums ist nicht dogmatischer, sonder» re-

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