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Der israelitische Lehrer · 1870-01-12 · 2 (12.1.1870) · p. Seite 14

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
10 (1870)
Issue
2 (12.1.1870)
Date
1870-01-12
Page
Seite 14 (sequence 6)
Language
German
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kmg, die Thora Vorlesung betreffend." Auch ist S. 193 dahin zu berichtigen, daß der Antrag auf Zulassu.ng der Lehrer von Herrn Klingenstein gestellt und von mir zunächst unterstützt wurde. B l u m e n a u. Berlin. Lina Morgenstern, di« berühmte Begründerin der Volksküchen in Berlin, die neuerdings auch koschere Küchen für arme jüdisch« Familien einrichten liest, errichtet jetzt eine Fortbildungsanstalt für die Schule entwachsene «eibliche Jugend, um ihren Beitrag zu lesern zur Hebung des weiblichen Geschlechtes durch Heranbildung tüchtiger Hausfrauen und Mütter, die den Flitterstaat einer gewiffen Politur mit wahrer, tiefgehender Bildung zu vertauschen haben, namentlich für ihre hochwichtige erziehliche Aufgabe zu präpariren sind. Von der Hebung der häuslichen Erziehung hängt der Fortschritt n pädogogischen Dingen vorzugsweise ab, und daö Unternehmen der genannten Frau ist daher ein wahrbaft zeitgemäßes. -Von ihrer bekannten Tüchtigkeit laßt sich erwarten, daß sie auch der neuen Schöpfung eine solide und praktische Gestalt geben werde. -r- Auch auswärtigen jungen Mädchen wird Gelegenheit geboten, die Anstalt gegen mäßige Vergütung zu besuchen. Prag. S.. Freund, RabbinatSassessor, seit Napoport's Tode auch. RabbinatSverweser. hat zum JahreSgcdächtnissx des verstorbenen Jchuda TeveleS im Jnteresie der Talmud-Tora-Anstalt, in welcher er Lehrer war, eine erolgreicke Rede gehalten. Der be- -kannte fanatische Eifer dieses Mannes veranlaßte diesen aber in der allerjüngsten Zeit zur Einreichung seines Demissionsgesuchs, weil Rabbiner Stein an der Meisel-Synagoge unter Gutheißung des Vorstandes ' mit Vollziehung einer ehelichen Scheidung und anderer rablmischen Funktionen betraut wurde, für welche er von seinem Standpunkte Stein nicht befähigt hielt oder e'gentlicb wobt, «di er solche für sich in Anspruch nehmen zu können und zu müssen glaubte. Paris. Der Neffe des Giaccomo Mayerbeer,- Julius M., hat Psalm 137 (an den Bächen Babel's rc.) in Musik gesetzi. Der.Onkel hat bekanntlich Nichts für die Svnagogal-Müsik componirt, und zwar mit Absicht. Joppa. Der Kronprinz von Preußen ist mit großen Ebren empfangen worden, mit noch größeren aber der Kaiser von Oesterreich, sowohl hier, wie in Jerusalem. Der -sintersch ed in der Art und dem Umfange der Ehrenbezeugungen ist merklich groß, obgleich doch auch der Kronprinz rine Großmacht vertritt und eine zur Zeit vielleicht einflußreichere und mehr gefürchtete, als der Kaiser. Es kann dies seinen Grund nur in der Macht der Ueberlieferung haben und in der Gewohnheit des Glaubens an die alte Großmacht Oesterrdch. Die Menschen lasten» eben schwer von ihren Gewohnheiten, und auf materiellem, wie geistigem Gebiete drecken sich neue Größen schwer Bahn, während die alten, anerkannten, noch immer in ihrem ererbten Ruhme schwelgen, wenn der Glanz ihres Kerns längst zu verbleichen angefangen hat. Lübbecke, 27. Dezember. „Seid ihr nicht wie die Weiber, die beständig Zurück nur kommen auf ihr erstes Wort, Wenn man Vernunft gesprochen stundenlang!" Schiller. Nachdem in Nr. 45 d. B. dem Herrn Anonymus vom Rhein als Erwiderung auf seine drohende Herausforderung das Derhältniß unsers Spezialvereins zu dem JSraelitisch-Rbeiiiländisch-Westphälischen Lebrerverein, so wie die Priorität des erstern in Beirefi der Feststellung des «zu. Konferenz-Termi-.s bereits klar gelegt worden, tritt derselbe nichts desto weniger in Nr. 50 mit der kecken'Behauptung auf, wir haben ihn provozirt, und belehrt uns überdies: „wir hätten unsere Konferenz, um deren Mitglieder nickt vom Besuche der G neralkonferen; abzuhalien, auf eine spätere Zdt vertagen müssen, nach dem Muster der Generalkonferenz, die taktvoll ihre Sitzungen auf den Herbst (zufällig gerade auf den für unsere Spezialkonferenz angesetzten Termin) vertagte, damit keines ihrer Mitglieder vom Besuche der allgemeinen deutschen Lehrervcrsammlung in Berlin, welche wieder ein größeres Ganze ist, abgehalten würde." — Herr Anonymus! Ist das Ihr wirklicher Ernst? Haben Sie nicht in öffentlichen Blättern gelesen, daß der Vorstand der Generalkonferenz noch einen andern Grund zu der beregten Vertagung hatte? Daß dieser aber allein bestimmend, und die Rücksicht aus die allg. deutsche Leserversammlung^ nur eine sekundäre war, gebt unwiderleglich aus der^ Thatsache hervor, daß vor einigen Jahren beide Versammlungen gleichzeitig, die eine in Lippstadt, die andere in Leipzig, tagten. Hat sich damals auch ' ein so heiliger Eifer für daö „größere Ganze" gegen das kleinere erhoben? Und hätte sich wirklich Jemand dazu hergegeben, würde man nicht eine solche Intervention mit Recht belächelt haben? Oder handelte damals auck die Generalkonferenz taktlos? Lagen auck ihrem Verhalten „nickt sehr lobenswertbe Motive" zu Grunde? Und vollends, was sollte unsere Konferenz zur 'Verlegung ihres Termins bewegen, da keinem ihrer Mitglieder, einen desfallsigrn Antrag zu stellen, in den Sinn gekommen war? Wer endlich konnte oder wollte dieselben von dem kostspieligen Besuche der Generalkonferen; abhalten, wenn sie größere Sympathie für diese gehabt hätten? Ein benachbarter Kollege, den ich ersucht hatte, mit dem

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