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Der israelitische Lehrer · 1870-01-05 · 1 (5.1.1870) · p. Seite 3

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
10 (1870)
Issue
1 (5.1.1870)
Date
1870-01-05
Page
Seite 3 (sequence 9)
Language
German
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3 gi:t Tbot zu erheben. Aber euch hier muß das Denken dem Willen entgegenkommen. Will man den Menschen zu freiem grundsätzlichen Hendeln erziehen, so muß er in der Zugend gelernt »erden, ein beslimn tes Gesetz für all sein Thun unverrückbar im Auge zu lu hallen. Des Beste in Sacken der Charakteibildung ist freilich der Charakter deo Lehrers. Will der Lebrer Charaktere erziehen, so muß er selbst ei» CH ara kte r, s e> n im vollen Sinne des Wortes. Das ist freilich ein Kapitel, über das sich außercrden'licb viel sagen ließe. Wollen die Gemeinden Charaktere? Wollen Sie Männer^ die eine eigene Meinung und Ncberzcugungcn haben, die nnr nach sittlichen Grundsätzen bandeln? Oder mellen ne, das; die Lehrer ibr Denken, Wollen und Fühlen uwerordnen!? unter - was? Wird auch in jüdischen Gemeinden das unglückliche Pfaffe, wort, den ,;Lehieidcmulh und Lehrers echmuth" Geltung erlangen? Sied die Lehrer Männer, voll von der Bkdeulni g ihrer Ausgabe, denkende, sittlichgeschulte, t h a t k r ä s l i g e, e n e r g i s ch e, c b a r a k t e rvolle Männer? Wir hoffen es! Wo Du aber ein Lehrer bist im rollen Sinne des Wortes, so mußt du wissen, daß das Kind die Kraft crlrnnt, die in dir lebt. Cs mciß, ob D u es rcdl ch mit ihm und mit Deiner Aufgabe meinst; cs weiß, ob Du der Wahrheit dienst aus vollster Ueberzengung. Das Gcmüih des Kindes ist der C piegcl der Wahrheit. CS läßt sich nickt beirren vom Schein und von der Zweideutigkeit. Wo Tu aber Deinen eigenen Character eine Blöße gegeben, oder, wo man für Deine Ueberzeugnng Dir keinen Raum genährt, und, Deine Persönlichkeit mißachtend, Dich in unwürdige Schranken 'einbannen, Dir eine ckcractcrlc^e Stellung zumuthen möchte, da ergreife den Stab und wandre von dannen. Tie Welt wird noch Raum gewähren für ein wahres Work, für eine rolle, üterzeugungstreuc, characterfeste Persönlichkeit, für die Wahl heil. TaS ist Alles, waS die Schule thun kann für die Charakterbildung. Möge es ihr vergönnt sein, dahin zu r dß in der Zukunft daö Wort, das wir an der.Spitze des neuen Jahrgangs stellten, reicht mehr Wahrheit fei. DaS wird ein erhebender Beweis, ein herrlicher Lohn ihrer gesegneten Wirksamkeit sein. irr; Commcntar, h len Ja, zur starker Beweis dieser Kröjtenrr ein Urtbeit zu der ullramonti Thcil, der Kt widerung des ersten Rari.tätjc enthalten wir 1) „In Kr lichen Sieg e tcn, um Aufna neu, nm sich vorzubercitcn. wurden sie Stunden spät! Juden - eslür schleppten und gen. Die Mädchen rer! mit Steinen senen Mädcher Eltern zurück , nicht etwa, w sondern einfach 2) „Das — keine Gnad Moderne Iudentzehe. Humoristisch - satanische, burlcek-sanalisch - ultramontane Blumenlese zur Feier d.s Ccncils. Wir haben eine kleine Blumenlese von nltramcntanen Acußcxunzcn zur Feier des Ccncils in Sachen' der Juden gesammelt und wir wollen diese, ohne ckv i Freimaurern 3j „Ein waren cö 20 Schlesinger, ihre Anzahl die schönsten Verwaltungen^ und haben b Händen, wähir Herr Breitberx Presse in Wii nähme, den am gebroch enij' tholisches Bol -t) „Judi tage in der geht, könnte Begegnungen befinde sich i.euter salomh christlichen Gesichtern und glänz nig, die gro in schreiend ihrer. lächerlich Lan spii zendlii zur Belustigung unserer Leser mittbei- Belustigung! Es wird das ein ziemlich sein, von der sittlichen Bedeutung t ce, der uns. in den Stand setzt, unS ' bilden über die wahrscheinliche Zukunst neu Bestrebungen. Nur für den letzten ras tiefer gebt, schließen wir eine Er- Hirru l r. Hochstädter an. Für die nstücklcin, von uns selbst gesamnwlt, unS, wie gesagt, aller Kommentare, ikau haben die Inden einen eigenlhiimrsochten. Drei jüdische Jungfrauen brhme in das Kloster der Norbertinerinanf den Empfang der heiligen Teufe Da kein Platz für sie vorhanden war,;cm Brzoszinski auigenonnnen. Bier r wurde sein Haus rpn einer Rotte - nt, welche die Mädchen auf die toaste mit ächt jüdischer Barmherzigkeit scblnistlichen Bürger, welche die wehrlosen cheidigen wollten, wurden beschimpft rznd deworfeu. TiePolizn führte die erwachgegen ihren Willen in das HauS ihrer die gewaltthätigen Juden aber, wurden e sie gewiß verdient haben, eingesperrt, auöeinder gebracht." Heue preußische Unterrichtsgejetz findet e bei den Juden und Judengenossen, und dem ganze liberalen Trosse, neues Jerusalem. Am 31. Juli 0 Jahre, das; nur ein einziger Jude, n Wien zurückblieb, und heute beträgt 100,000, sie haben fast alle Paläste und Wohnungen in ihrem Besitz; sie sind the den> Eisenbahnen, Bankdirektoren, chnahe dis ganze Wiener Presse in ihren end ein wackerer katholischer Bürger, der sein Vermögen für die katholische n ans opferte, den Mangel an Theilfand, sich so zu Herzen nahm, daß er m Herzen starb. (Ach!) (Mainzer ka- 'sblatt). sck es. Wer an einem schönen Sonn- Münchener Maximiliansstraße spazieren durch die'fast ausschließlich „koscheren" auf die Meinung gebracht werden, er in der alten Jeroschaleym, die mit ernischer Pracht wieder auferstanden in den. — Da sieht er sie mit lächelnden zieren gehen mit neuen feinejn Hosen ii Cylindern, plattfüßig und krummbeizen, rothen, länglich geformten Hände helle Handschuhe geborgen, am Arme a la Papagay ausgeputzten Weibchen

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