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Der israelitische Lehrer · 1869-12-01 · 48 (1.12.1869) · p. Seite 498

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
9 (1869)
Issue
48 (1.12.1869)
Date
1869-12-01
Page
Seite 498 (sequence 6)
Language
German
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498 Mitgliede des gesetzgebenden Körpers erwählt. Der gesetzgebende Körper bat wenige, vielleicht gar keinen Redner seines Gleichen. (*r ist den Principien von 1848, der Republik, die er milbegründen half und in deren provisorischen Negierung er seinen Sitz batte, treu g-blieben. Jerusalem. De-. Kaiser von Oesterreich hat nach den christlichen Heiligtbümern auck die Svnagoge der Stadl bestickt.. literarisches. 1> Muster Aussätze ru den Dispositionen der . Stilübuugen. dessr.ri'zösischen Conversationslesebuchs von F. Dä ni cker. 'Für die Hand des Lebrcrs. Frankfurt a. M. 1868. Jägcr'i'che Luch, Papier- und Landkarrentzandlung. Ein Hilfsmittel vdn anerkauiitcm Werth.e für den französischen Unterricht wie alle anderen uns bekannten Schriften Danickers^ Osts Büchlein soll den Lehrer in den Srand setzen. die beste Einführung in den Geist dir fremden Sprache, die eigene Nevroduklicn. die Wiedergabe des' selbst Gedachten zu unterstützen und den Anfsatzübungtti der Schüler zu folgen. ( 2) Englische Schnlgrammatik von Gottfried Gurke. > Erster Theil. Elenientarbuch. II. -Auflage. Hamburg, : Otto Meißner, 1869 Wir haben die Schrift n Giirte's schon zum Ocfteren.einer Besprechung unterzogen und können somit aus unser früheres Unheil verweisen Abgesehen davon, daß dieselben ein bischen zu sehr zur rein grammattschen Methodehinneigen, dürsten sie;u den besten uns bekannten Schulschriften gehören, da sie sich durch Klarheit. Faßlichkeit und durch eine große Menge ron Uekungsaufgaben ausieickucn. 3) Griechische, römische, deutsche Sagen für den Unterricht in den unteren Klassen, ron Tr. «Gustav Schöne. 2. Austage. Jserloh, Truck und Perlag von I. Bädeker, 1868- Recht schön gearbeitet.- Was eine solche Sammlung aber nützen soll^ wissen wir nicht. Die unteren Klassen der Schulen, eignen sich wohl für einzelne Erzählungen und bei tüchtiger Handhabung auck iür Märchen. Au Sagen eignet sich diese Periode der Schule nicht; die höheren Klassen aber erfahren daü Nöthrge in der Geschichte oder in dem klassischen Unterrichte. - 4) Die Pädagogikdes Kindergartens und der Bewahranstalt, Kritisch-praktisch dargestellt -ron Joseph Gruber. Berlin, Perlag von Ulrich Frank. 1869. Eine eigenthümliche Sckrift. Die deutsche Lehrerwelt scheint einzelne Genossen zu haben, die sich durch einen Mangel der edelsten sittlichen Eigenschasi, der Pietät, auSzeichnen. Es bat Gegner von Pestalorzi gegeben alle Aeir, Diesterweg hat seine schlimmsten Feinde und Gegner unter seinen Schülern gefunden. Hier, nun «ine Schrift, die fick gegen Fröbel wendet, gegen den Kindergarten niit nichtigen und faden Gründen agststt. Wir sind keine unbedingten Verehrer Fröbels, schon weil seine Sckriiten w dunkel und unklar sind, uni nicht annehmen zu müssen daß auck die Idee» Fröbels selbst au einiger Unklarheit leiten. Aber doch steht Fröbel auck wieder als ein Stern erster Größe am pädagogi'cken Himnw und es zeugt von großer Uebrrbcbung, mit solchen Gründen, wie sie der Verfasser vorbringt, gegen ej„e der befruchtendsten Ideen der Geg nwart kämpfen zu wollen. Statistische Tafel über alle Länder drOErte von l r Otto Hübner, 1869, I-. Auflage. Preis 5 Sgr. Frankfurt a. M.. Verlag de- Fr. Rossellischei Buchhandlung. . Eine bekannte Schrift von vorzüglicher Bedeutung, die Aufschluß gibt über die verschiedenartigsten pbisiclogischcn und politiscken Eigenheiten der Bölker. Feuilleton. Der Schaövas-Kans oder: Der 'Z ruberspie cl. Ein Lebensbild aus dem Jahre 1848, von . S i m o ii Kr ämer. (Fortsetzung.) Mil dieser Acußerung war es dem Herrn wie so. manchem seines Gleichen ergangen. Er war wie in der alten Jest gewohnt, ohne Widerspruch über die Juden in Gesellschaft lieblos zu urlhei.en, batte aber wie sie vergessen, daß dies in unserer Zeit, in der die Juden gleich andern Menschenkindern in der Gesellschaft sitzen, nicht mehr ebne Verlegenheit für den Svrecher abgeht..' Alles schwieg und er selbst erschrack, als unten am Tisch von einem jungen Mann daS Wort also genommen ward. „Das Geld, meine Herren, haben die, welche es geerbt oder durch Fleiß und Umsicht erworben und durch Mäßigkeit und Sparsamkeit zu erhalten verstehen. Es ist übrigens so kosmopolitisch, daß es sich von jedem ohne Unterschied derConfession erobern läßt, wenn es gleich auch oft die besitzen, welche es weder durch Umsicht noch Redlichkeit sich angeeignet haben." Es war dies ein scharfer, verdienter und wohlverstandener Seitenhieb auf den Charakter des Stadtschreibers. „Ihre Aeußerungen über uns Juden. Herr Stadtsckreiber," setzte er hinzu, „lassen

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