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Der israelitische Lehrer · 1869-12-01 · 48 (1.12.1869) · p. Seite 495

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
9 (1869)
Issue
48 (1.12.1869)
Date
1869-12-01
Page
Seite 495 (sequence 3)
Language
German
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495 ihr Inhalt klar und gründlich entwickelt worden, darf das Erörterte in Fragen wiederholt werden, die im NeligionSbuche ani Ende der kleineren Abschnitte anzufügen sind, um unbebolfene» Lehrern zu Hülfe zu kommen, auch sie für häusliche Ausarbeitungen, >owie für den Selbstnnterricbt zu gebrauchen." Was hier untkr „fortlaufender Lebrform" gesagt wirr, ist uns unverständlich geblieben; wir müssen glaube,, dag Here Dr. H. sich geck'k oder oesti:>m die technischen Ausdrücke für die verschiedenen Lehrformen, wie sie in der Pädagogik gebraucht werden, nicht geläufig sind. Wir kennew eine akroamatische, und eine 'arcchetische Lebrform. Im Allgemeinen wird die letztere als der ersteren entgegengesetzt betrachtet, obgleich dies nicht ganz genau zutreffend' ist. Die akroamatische Lebrform ist die dozircnde, vertragende und die ibr eigentlich entgegengesetzte die dialogische - je olematischel. Im A'-gemeinrn fällt diele mit der katecketi- 'chen Ion» zusammen. Wir wollen uns hier nicht in die Untersuchung über die eine oder andere Lehrform einlassen; nur censtatiren wollen wir, das? Herr Dr. H. die katechelische Form in seinem Buche nicht anwenden will wodurch dasselbe allerdings auch nicht mehr mir dem Namen „Katechismus" benannt werden kann. Uns ist dies einerlei. Der Lehrer m u ß kateckisiren, entwickeln. Wie er dies, mit dem Bucke fertig bringt, ist seine Sache. (Forts, folgt). rathen wir ihm Chicago Zeitung folgendes ,.Eingesandt" aus einer zu lesen -! Herr Nedak einen Artikel, in Nev. De. Adler, reckt und Nev Wochenbericht. Aus Hessen, im November. Nachstehendes aus, der „Deborah", derIn Cincinnati erscheinenden „allgemeinen Zeitung dD' amerikanischen Iudentlnunö" dürfte auck für deutsche Verhältnisse nicht ganz. »zmrefiend sein. Nickt allein jeder Rabbiner, Prediger und Rabbinatsrandidat must jetzt nothwendigerweiie ei» Doctordiplom haben; auch in der Lehrerwelt — d. h. der jüdischen — grassirt bereits diese Manie. Größere Gemeinden nicken „akademisch" gebildete Lehrer, die sich „Doctor" nennen; und sind diese recht weit, weit her, etwa aus Polen oder Ungarn oder der. Türkei oder Dänemark, so ist dies natürlich eine bedeutendere Empfehlung, als das beste Zeugniß über die tüchtigste Leistung und Führung eines bekannten Lehrers von „nicht weither". Wir haben davon die Beweise in der Nähe. Daß es leider Lehrer gibt, die sich Jahrelang plagen, um die Kosten für ein Diplom zu erschwingen, ist kein gutes Prognostiken für die innere Erkrästigung deS Lehrerstandes. Wir lasten nunmehr den Artikel der „Deborah" folgen. „Wenn'S noch irgend einem ehrlichen Menschen einfallen sollte, sich Doctor schimpfen zu lasten, - ^Chicago, 5. Sept. Ifiiv! ^,hr gestriges Blati n,«hielt welchem die verschiedenen Herren Reverends genuinst waren, weiche in den Gvnes wüsten an oen bevorstehenden jüdischen Festen suucloniren werden. Doiy war Ihre belressendc Mitlbelakng nichi vollftchrdia. Sie nannten nur die Herren Ney. Dr. Messing, Ren Dr.'Ehronit. Nev., Dw Felsentba,, Rcv. Dr. Straus. jUe?. D>. Leb- Dr. GlvgowSkv. Ader außerdem fuuctioniren in djer -WellSstrastenfy„agv»e Nev Dr. Landoberg ilnd Nev. Dr. Schneider, und in der^Synaacge auf der Nordseite Nev. Dr. Ollendorff. Am „langen Tag" werden außerdem noch verschiedene andere Hochwürden assistiren, daruirier z. B Nev. Dr. Mayer, Rev. Du Kohn, Reu. Dr. Lcvi, Nev Dr.. Nosenzweig, Nev. Dr. Schochet/Nev. Dr. Lodet u. s. w. Die Herren Rev. Dr. Jackson, .Nev. Dr. Rosenthal, Nev. Dr. Ludwig Maye: und Nev. Dr. Hart werden als besoldete Geisteindebeamte natürlich gleichfalls zur Verherrlichung des Gottesdienstes beilragen. Dr. Moses Blumenschcin. Gott sei uns gnädig! Unter den Händen so vieler Docioren must dah Judenthum todtkrank werden. ES scheint. dieHerren doctoriren ihre Prediger, Chasanim u. s. w., weil sie dieselben für kränklich halten. Berlin, 19. November. In der Sitzung des Abgeordnetenhauses vom 17. kam auch die schon öfters vörgekommene Petition des Vorstandes der jüdischen Gemeinde in Rakel (Regierungsbezirk Bromberg) L. A. Kallmann wieder auf die Tagesordnung. Sie betrifft die Inspektion der jüdischen Eleincirtarschule des Orts durch den evangelischen Geistlichen, dem sie der Vorstand entzögen wissen will. Die Commission beantragt (Referent l)r. Künzerl: die Petition der SlaatSregierung zur Abhülfe zu überweisen, vr. Wantrup beantragt über diese Petition rur Tagesordnung überzuzehen. Reg.-Commiffär d e la Croix erklärt, die Regierung sei durch kein Gesetz in der Ernennung ihrer Schul-Jnspectoren beschränkt. (Hörti hört! links.) Sowohl llr. Wehrenpfennig und Dr. Ko sch (der guf das Bundesgesetz, betreffend die Parität der Confessionen, verweist), als auch Biek (Consistorialrath) und Referent Dr. ft'ünjer traten für den CommisstonSantrag und gegen die Ausführungen und den Antrag Wantrup's ein. Die Petition wird hierauf mit großer Majorität der StaalSregierung zur Abhülfe überwiesen. Berlin, 19. November. Wir entnehmen Folgendes der „Gerichtszeitung": „Im Jahre 1861 wurde ein junger Kaufmann, jüdischer Religion, Herrmänn

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