Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 9 (1869)
- Issue
- 47 (24.11.1869)
- Date
- 1869-11-24
- Page
- Seite 488 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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483 Nachschrift der Redaktion. Wir sind Herrn Holländer, dem eifrigen und edlen Förderer alles Guten, dem wahren Freunde de« Fortschritt« für seine gütige Mittheilung überaus dankbar. Herr H. knüpft daran noch die überraschende Mittheiluug, daß Herr Dr. Ludwig Philippseir ein Schreiben an den Vorsitzenden des schlesischen Snbcomites' gerichtet, worin er ausdrücklich erklärt, nur gemeinsam mit der Alliance wirken zu wollen Ww wiederholen nun, das; unser Cvrrespdndent „vom Rhein" in einem Kreise leb:, der j allezeit z.. den eifrigsten Anhängern Heini i r. Ph'ö gehörte, dass er. weder Rabbiner noch Lebrcr, seine nn- ■ abhängige und ebenso unparteiische Meinung osten i und ungescheut auosprach. In der Zache selbst ist! übrigens-leider noch-vieles unklar, Es itt uns;ar! Zeit am wenigsten darum zu lhnn, gegen. Herrn Dr , Ludwig Philippson;u poleminrcn; dieser Herr hat! übrigens die guteSitte, llnangcnebr.es :odlzusckweigen. i Wir erlauben unlk nur, al« eifriger Förderer der Alliance in Deutschland.uns-als ihr Agent diese gegen ■ die wiederholten, versteckten und onencn Angriffe des ■ Herrn Dr. Ph. zu schützen. Das; dieser Herr aber ein Feind' j nnd Gegner der Alliance, ist, ist wobl unleugbar und reicht zu erweisen. Wir wollen nicht ans früheres;urückzehen, »ollen uns nur an der eben vor liegenden Frage ballen Zu drei bis vier verschied-nei^ Malen Hai Here Dr. Ph. in der Heilung des Fudentbunis gcäusiert.die Alliance isr. universelle habe die BerlincrVersammlung „zur möglicksten Vermehrung ihrer Mitglicecrzabl in Berlin" abge halten. Worauf gründet Hera > r. Ludwig Ph. diese „unparteiische" absurde Bcbauplnng? Glaubt derselbe, im Ernste, das deutsche Judenthum belehren;u wollen, die Herren Eremieux, Albert Cobn, Goldschinidt Leven, Stcnigswarter feien als axvnt« provoontoni in dieser Jab rcszeit eigens zu dem Zwecke von Part? nach Berlin gereist, um dort einige hundert Mitglieder 'ür die sich stetig ausbreitcnde, in Deutschland bereits inebrerc Taufend Mitglieder zählende Gefclkichaft zu gewin neu? Hätte es dazu einer solchen grögarrig-..- Vor bcreitung bedurft? 'Wenn Herr Ercnüenr mitdie übrigen Herren bei 'die,er Gelegenheit, wo ne iur Auf trag der Alliance die Angelegenheiten der rnss. Jndcn besprechen, erörtern-, sich besibrcn wvlicn-- a:ck für die Ausbreitung dcr Ideen der Alliance-überhaupt sprachen; kann hieran eine >o plumpe und lächerliche Verkleinerung der Absichten dieier edlen Männer ge knüpft werken? Kurz nachdem die Alliance ic-r. universelle in einer Versammlung vieler der vorzüglichsten Männer Deutschlands , eine jüdische.Versanimlung von so au-. *) .Tie Mitglieverzähl bet Alliance hat sich m Teut'chland im vergangenen Jahre wohl verdoppelt und wir rechnen es uns nicht als umer geringstes Verdienst an. hiezu ein gut Ttieii bei qerragcn ni ^abw.. sierordentlicher Capacität, wie vielleicht nie eine ähnliche in Deutschland tagte, an oer Männer wie Prof. LazaruS, Berthold Auerbach und Josef Lehmann, Männer von europäischem Rufe Theil nehmen, — kurz nachdem, sagen wir, diese Versammlung Beschlüsse saht. wie der Noch der westrussischen Brüder abgehelscn werten könnte, und feste Grundsätze aufstellt, erscheint da« Memorandum de« Hrn. Dr. 8. Ph. in der Kölnischen Zeitung, in der Z. d. I und noch, wie wir hören, in einigen andere» Blättern. Diese« Mcmsrandum erwähnt der Bestrebungen der Allia..ce mit keiner §y!be, — wäh.cnd es doch im Ganzen dieselben Mittel und Ziele verschlägt. Mehr noch: ein Artikel des Goloo. eines russischen Blattes, mit den absurdesten Anschuldigungen gegen Herrn Cremieur und die Alliance wird i» rer Zeitung des Judenthum« in oxkonso wiedergegebcn die Abweisung dagegen ist jo schwach und vager Natur, netto 7 Zeilen gegen einen Artikel von satt 8 Zeiten; und das, was gegen Hrn. (üeiniciu vorgebrack: wird, ist in der Abweisung mit keiner Sylbe erwähnt. Dieser edelste Jude der Gegenwart sinder also keinen. Schutz in dem unparteiischen jüdischen Organe, das, die Beschuldigungen gegen ihn rccapirulirt, io ras; die Absichtlichkeit unverkennbar ii:. W'-r brauchen also b-icr isicht aus Frühere« zurückzugreife» : nickt aus die Ausfälle in einer Nummer oer Z. e. I. kurz vor dcr Znnode in Bezug aus die Scknlc zu Jaffa, unk die Schulen der Alliance überhaupt; nickt ans die gcschick cu AuSiälle beim Gemeinkctag '»btt bei Gelegenheit des Antrags des Herrn Professors Lazarus, dem zu lieb wir unsere eigenen Anträge zurückgezogen haben; nich:, das; uns das Wort zu: Entgegnung auf dies- Ausfälle aogeschnittcn wurde; ui.' t auf alic und neue Zeichen Dft Alliance hat in Deuisckland eine io zrcize. Zahl neuer Anhänger, das; wir -.den llmickwung hi den Ansichten des unparteiischen Drgans ccrans berechnen könne,i. Herr Holländer wolle uns entschuldigen, daß wir . au jeine Worte diese Philippika geknüpft, die unabweisbar noihwendig geworden in. Wir und für seine Schutznahmc des augegriffenen Marne« im Namen -. c* Ne.'-kes darum nick: weniger dankbar. K. Aus Norddeutscftland, l'>. November. ES cheiin in der Thal, das; wir. wie der Herr Redakleur zu dem Artikel jjvrn dcr Saar" in?tr-. 45 k. BI. demcrkt. in einer Zen de- «ramps^s leben Aber es gibt verich-edcne Kämpfe, würdige und »mvürdige. Die letztere ArN'cheiiit nun der Verfasser jenes Artikels , für lick gewählt zu haben Wir fühlen uns jedoch j nicht gcniigt :uil ihm zu kämpfen, da wir Wichtigere« i zu tbuu haben und unfe.e Zeit und Kräfte lieber dem Frieden und dem Wöhle der Schule uns dadurch der : Menschheit widmen wollen. Neberhanpt müssen wir