Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 9 (1869)
- Issue
- 45 (10.11.1869)
- Date
- 1869-11-10
- Page
- Seite 473 (sequence 5)
- Language
- German
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473 sammeln, um gezenseitizNhre Erfahrungen mitzutheilen j und sich über Lehrplan und Methode besprechen und! dabei auch sich sonst nach Kräften bene thun (sic! > Aber dieses alles geschieht besser ohne öffentlichen Spektakel, ebne alles Parlamentiren,Berichtersratten. Wichtigmachen und Knalleffekt. Hierdurch würde »icbr bezweckt uiic erreicht werden, scwobl für die Schule alö auch für die Wissenschaft. Ich erinnere an den bekannten ini draschischen AuSsprnck: die ersten Tafeln wurden zerbrochen, weil sie mit Geräusck dem Moscke übergeben worden; deohalb w.rdcn ibm die zweiten in der' Stille überliefert, die dann auch für alle Seiten und Nationen geblieben sind. (NSchbemerknng dev Nedaktion. Wir iinv, wenn auch , lbeilweise formell, durchaus nicht in der Zache selbst M'.t i dein geehrten Hrn.tverrespondenten einverstanden. Tbat- > fache ist, las; gerade teu kleinen Eonserenzen gewöhn-! lich eine größere praktische Bedeutung zvgesckricbcn wird. Die größeren Beriamrnlungen dienen r chr zur Erbcbung des (Geistes im Allgemeinen, zur Kräftigung collcgialen Geistes, zur Manifeflirung großer, allgemeiner Ideen re. Wenn der Herr Korrespondent bedauert, das; schon seil geraumer steil es. an guten 'pädagogischen Abbandlungen gebricht, so lheilcn wir * natürlich dieses Bedauern recht sehr. Wir glauben wohl, das; die Lehrer mehr >ür ibr Organ kbun sollten und könnten, z u d e m w i r stets g e r n e b e r c i l find, tüchtige Arbeiten anständig zu boneriren. Doch scheint es uns, als sei unsere stell, eine stell . deS Kampfes um die materiellen Interessen, überhaupt! nicht geeignet, tüchtige wissenschastticke Arbeiten in nn- , serem Jacke hervorzubringen. Wir finden in fast allcst j pädagogischen steitschristen eine crschrecknche Leere an! wahrhaft befruchtenden Eteoant,.» und Arbeiten, ewiges i Wiederkäuen abgestandener Tbeoricen. Möglich hst's wohl, daß naturgemäß nach dem Tode des grollen ' McijrerS und Führers ein solcher Stillstand einlrelen mußte. Er der grosse Geists hat die Bahn v.rgezeichnci und in seinem reichen Leben io Erstaunliches geleistet, daß es wohl noch einige'. steil dauern küritc. b>' eine andere Generation neue enndtegrnde stseen rn verarbeiten hat. Die beiden N cktu:g.n stehen 'ich, wie im Leben, so in der Pädagogik kainpfgerünet gegenüber. Und dock sind die Waffen beider Lager bekannt und vielgebraucht. Darum ist jetzt die Nuhe vor der Schlacht. Möge sie bald kommen; denn das Lick! wird siegen!) . . . . n. Innsbruck. An der hiesige I Universität, im Herzen des katholischen TyrolS, ist ein F.lde l>r Manthan für die Ophtalmologie angestellr worden. Stockholm. P-cf. Dpp.'rt ans Paris w'ilte bei Gelegenheit seiner Neste;»m archäolog'schen Eongreß in Kopenhagen auch in unserer^Ttadt und wurde sehr geehrt. Lübbecke, Ocroder. Es ist ein eigcnlhümlickcs Iusaminentrefien, daß, in dir. 11 Ihres geschätzten. Blg»tes, fast unfnittelbar nach dem Bericht über die in B l o t h ä frattgffnndene Ecnferen; nnseres BerbinS, der sich speziell in freundschaftlicher Weife die Förderung der Interessen des JSraclitiseh-Nheinländisck-Westpbälischen Lehreroepeins vorgesetzt. auch demselben bereits gewiß nicht unschätzbares Material geliefert und neues zu liefern beschlossen bat. ans letzterem Lrger ein grimmiger Helote als Eorrespondeiu „vom Nhein" - auftritt, der zwar vorläufig aus purer Gnade sich herabläßt, „mit schonendem Tadel das unstatlhastr Berhalten der 'Spezial-Eonferenz Lübbecke zu rügen, welche zius selben steil, wie die Gencralconferen; ' „tagte" aber hinterher droht, wenn w r nickt hübsch artig würden, Ikeinen Augenblick Bedenken zu tragen, die Oacke nackbrücktickcr zu besprechen". Wir macken dem Herrn „vom Nhein" ^merklich, das; schon in der zu Lübbecke am I. ,'lpril natigefundenen Eonserenz die nächstfolgende aus den T>. September festgesetzt, die gleichzeitige Gnicralconserenz aber erst einige Monate spater in össentli den Blättern angeknndigl wurde. Doch gesetzt, die Sache verhielte sich umgekehrt," so gestatten wir uns, .Herr „sein Nhein" beickeirentlick die Frage. -e'W te-ZL" ~z’ r’ü" j •■:? — linier B er ein ist ein ircicr, selbstständiger, und wenn nur ihn Spezial- Berein nennen.! io geschieht dies nicht etwa deswegen, weil er, in irgend einem Abbäng'gkeitsverbältitiß zur Generalconferenz lleht, sondern weil wir diese im Interesse deS jüdischen LcbrerlbnmS zu kräftigen uns vorgrsetzt haben.; Nach diesejr össenttichen Unabbängigkeitserklärung sehen wir Fbeen fernere» Anslasinngcn mit Heiterkeit cnigegcgen.! H. Leeser. Lübbecke» ,'l: Oktober.'--Die eben erschienenen nendgraphische s Berichte über die Svnvdal Verhandlungen enthalten Z. >>k< die Bemerkni'g: „Dieses in i [ stehende Fragezeichen (mit1 ebenso die meisten übrigen> rübn von den Herren Stenographen her, wet l,e al-'o irg:nd einen Grund zu dein stwellel batten, ob sie die Worte des Netners kongruent wiedergkgcben." — Dieses PerlegenbeiisZeichen imtct sich unter andern S. I >'- i» dem Passus: „Die Erilfübrunn des dreijährigen Coklrs Kälte mir, den Borcheü der Kürze, ne würde aber immerhin nichts an d"-' .stabt f .'> der zne Berlefung geeigneten Sinne ändern und dann > könnte sic leicht ohne hinreichenden t^rn-.e enie wesentliche Schell ung in öden nicht mit der Synode gebenden Geineirden erz>len. Es kann eine Kürze — tUntcrbrechun l". Ich sehe >.sich veranlaßt, zunächst viejen PastilS zu berichtigen durch die von mir verlesenen, c. 137 befindlichen Worte: „Die Einfübrina des dreijährigen