Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 9 (1869)
- Issue
- 44 (3.11.1869)
- Date
- 1869-11-03
- Page
- Seite 462 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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462 •eignement seil zwei Jahren in Frankreich und seit j 4 Zähren in Belgien höchst scgenoreich wirken, un> über die Dr. X) ft irr in Ser „eilig, deutschen Lehrer- Leitung" und in den „rheinischen Blättern" berichtet. Diese Li^iie de J'Enseignement wurde in Frankreich 1'0n Zean Mac«, Lebrer a» einer weiblichen Erzichungsanstalt in Beblenheim durch einen Ausruf vom 11'. November 1^66 gegründet, und zählt jetzt schon etwa NHXX) Mitglieder mit einein Beitrage von etioa ebrN-iö.'icl Franken jäbrlich. Die Hauptaufgabe dieses .Vereins besteht in Belgien darin, „die Lehrerstellung in verbessern, den mittleren Unterricht ' — der der eigentliche Volksschulnntciricht nach deutscher Organisation, ist — zu reorganisireii, VolkSbiblrvtheken zu begründen, öffentliche UnterrichtScniie, einzelne nn terrichtende Borträg: nur V-oltsadendc zu veranstalten". Zn Frankreich stellte fick der Verein im lffanzen die : selbe Ausgabe, jedoch so, San ,Privalkrciic in den r» zelneu Dläkteir', und Bezirken gegrünkc:. Siete aber, ibren Verbälkiusien und Mitteln iiachkommcnd, der ihnen am tncisten zusagenden rbäkigkeil iür das Volts schulmesei! überlassen wurden." Als inan eint Eeniral leilnng für die Ligne i» Frankreich von Mac-'- verlangte — veni! in-,Frankreich will maii stet» ccutraliffre» — ’ erwiderte derselbe: Es ist bei uns nicht von gegenübcrftebenden Parteien, von streitensen Zutereffen, von täglichen Bedürfnissen die Nede, Seren Dienst nicht au» gesept weisen Kyri, soll sie (Sfiolliduft nicht »mergelten Hier sind I baten, Ser Hingabe. Sic von ein". einzigen. Zdec gckragen, 'ich »bschonan verschiesenen Orten verschieden' Angriffe macheitk. tun diese Zdee grnvpircn. Diese Gruppen müssen, wenn es ibueu <?r»it in. «ns ffch selbst die Begeisterung 'cböp'en, nicht'von einem Zentrum aus sich regieren 'lassen. Persönliche eingreifende Tbätigkelt braucht'Sie Liga: nur durch solche lebt und gedeiht ne". „Wenn in Frankreich, wie bekannt, ein Unterrichts- 'ünc iitmamiuineriiim betteln, wenn unter ihm das ganze llnterrichtswetcu, als I'niversot« st« Ernno«. durch Aectoieu. d. b durch böbere Per waltuugsbeamle in den Proviuzcu uns c ntclncn zufammengelegten Dcparlcmeuicn geleitet wirk, io dürfte; man, ebne' t^isenücht zij erregen einer solchen Negie runa s.s Ume^richistveseus nicht eine andere gegen überstellnt. \ Der Bei ein sollte also da, wo die öffentliche Hülse nicht, ausreichte, mit Privatmiiieln eintreten und den öffentlichen Anstalten snecurjale nuveisen: den Wenk eines guten Unterrichts dem Menschen an schanlich machen, damit üe. bei ccm Mangel eines Un terrichtstwanges, doch moralisch gezwungen würden, ihre 'Kinder uicku den bestehenden Bildungsanstalten ut enuwhtn." , - , Die UnterrichtSliguc ::i .Frankreich in in tteteni Wachsen begriffen: sie debnt sich aus über alle Departet-n'.rs uns 'wii s, als frs'' Berkrebung, un^ in «besondere weil Mac« Freimaurer ist, außerordentlich vo« katholischen Klerus angefeindet. DaS behindert natürlich ihrer stetige Ausbreitung nicht. Mac« veröffentlicht Bulletins, zur Berichterstattung über die Fortschritte des Vereins, als Anregung für die Localvereine. Ein ähnlicher Berein scheint uns im Augenblick all sag- und greifbares Ziel der deutsch-jüdischen Einigungsbestrebungen ebenso nothwenbigals heilsam: e i » Verein oen jüdischen Dcbulfreunden. Wenn in oen einzelnen Kreisen diejenigen Männer zusaminentrelen, welchen es um die Hebung und Förderung des israelitischen Schulwesens Ernst ist: ivenn Männer von Einsicht und Erkenntnis durch Vorträge, durch Bekehrungen in Schrift und Wort da» Zntercsse für die Hebung der schule in immer weitere Kreise tragen, wenn dieselben ffch AllcS angelegen sein lassen, und nnterstützen was für diesen Z veck sördersam sein kann, wenn sie durch geringe, freiwillige Beiträge ffch vorerst ciitige Mittel vci'chasfen, um einzelne schulen aus ihren nächsten Krcff'en zuunterstützen, einzelne BilouttgSaiistalteu zu heben, Zünglingc, welche zum Lehramte sich eigne i, answählen^ in ihre» Studien unterstützen, zur Begeisterung tür das Lehramt anregen, wenn diese Männer durch buoßc 9!? »innig ihre» N a m e u s und durch eineugau: t'teiiien freiwilligen aber feiten ZabreSbeitrag zu ibren Lokal- und Kreizvereine ffch als Glieder des großen Bundes strebender Männer erklärend welchen die Gcistcscnttur der Menschbeit die größte Lebensaufgabe ist. dann wird 'ich in rer Folge auch ein Weg zu gemeinsamer Thätigkeit, zu tbatkrätligem Aneinanderschließcn für den einen boben Zweck ffndeu, ja mit Nalnr-Nothwendigkeii ergeben. Wir wissen wobl, daß wir in eine evnfestionelle sackgasic gcratbe», wenn wir einen solchen Bund b 1 o? sür Zu den anstreben. slllein, die Bcstrebnngeil de» Berliner Vereins ffieine freie schule haben uns zur Genüge bewiesen, daß zur Zeil leider allgemeine Bestrebungen in dieser Nichtung keinen Erfolg haben: machen wir also einmal von dem Vortheil imserei freien Stellung 'Gebrauch. Und am Ende hat da» Zudeiithnm koch auch noch Geistesichätze, die der besonderen Pflege wertb und. Aff'o: Vereine für Hebung, der schule, die :ann ein großes gemeinsames Ganze, eine geistige Ligue zur Bildung der Geister, zum Kampfe wider die Versumpfung derselben, wider ZnkiffentisnuiS une Aberglauben, wider die feindlichen Mächte bilden, eie -den Fortschritt'der Menschheit bemmen und stören. Und wenn oie Kraft der einzelnen Kreise stark genug sein wird, dann: c i n Bund zur Gründung einer große» Musterunk Bildnngsanstalt, von welcher ai:S bis Licht in die einzelnen Kreise getragen wird. W ff—glauben, sür diesmal nicht mehr sagen zu