Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 9 (1869)
- Issue
- 43 (27.10.1869)
- Date
- 1869-10-27
- Page
- Seite 456 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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] 456 — eine Verwendung, u;n es in Ausführung zu bringen. S. G. Tjemil Pascha bat mich, ihm eine unsere , Unterredung betreffendeNote zurückzulassen; ich schickre f ihm folgenden Tagedurch Vermittelung des Sekretariats unserer Gesellschaft eine Denkschrift, welche l folgende Fordxrungen enthielt: 1. Tie unentgeltliche Anweisung eines Grundstückes! für die. Schule. 2. Die Bermietbung eine.' Grundstückes zur iandwirtbschastlichen Benutzung, welches den Zöglingen bvm Austritt aus der Anstalt zur Niederlassung dienen könne. i>. D» Befreiung' reu Pachtzins für dieses Grundstück während der lO ersten Jahre. 4. Die Befreiung von allen Zollabgaben sür alle Bedürfnisse der-schule und Laudwirthschaft. 5. Die Stellung der Schute unter den ^chui- 2. M. des Sultans. Diese ältere Note, welche ich bei nnnner .'liilunft hier wußte, ivar von der Gesandtschaft au B. G. een Großvezier gerichtet worden, zur lelben Jett, als ick ' gltich der Unterstützung eines jungen Ackerbaukundigen i versicherte, des Herrn Bcutark, - welcher mir von > Herrn G. Tißwauk, Direeior der Privat-Douiäue» oes Kaisers, empföhle» worden war. Ick kam mit ihm überein, daß er iicb auf nufere sielten nach Palästina begeben solle, um mit mir die Ackerbau-Gegenden zu durchreisen nnd mir zu »elfen bei oet Auswahl eines passenden Grundstückes für oas Iuilinil. welches er sofort linker den besprechenu Bedingllllgeil leiten solle, _ seine Besoldnng von -ksm Tage an rechn-md, wo die Ccncession daiür erlangt sein würde. Durch Bermitteknng oes Secrelariatcs erhielt - auch von der Directio» der laiserlichen Pollen aus die ganze Strecke.'einen Rc.ch-af! von .us den Preis der Plätze für-Herrn Äoulard wie für mich. Bon Mgrieille am l4. Augun letzlbin abgereiil. landete ich rn Gonftanrinopel am 24. r. M. Desselben Tages begab ick> mich 'zur Pforte und hinlerl.eß :n den Händen S.H. des Großveziers die Gmpsettlungsbriese. womit mich Te.tfrc. Djemil Pascha und unser ehrwürdiger Präsident verleben halten. Am l. dieses Monats - erhielt ich Autienr bei Sr. Hoheit nnd versicherte mich, daß meine Bille durchen Gr o-vezier dun Minister Rache unterbreitet und zur Prüfung in den Siaais- Ra:b geschickt worden sei. Ich begab mich zut Pforte und dörre von unserm Glaubensgenossen Bcchor Effendi, Vorsteher der Abtheilung sür die Bittschriften, daß men, Gesuch in seiner Abtheilung sich befinde, derjenigen der öffentlichen Arbeiten, in welchen Sc.Exe.Ethem Pasck^Mwäsitire. Durch ihi> demselben vorgestellk, erhielt iW die Wficherung, daß S. Ex. bas Project j geprüft habe und mein Gesuch warm im Staatsratbe befürworten werde. S. Gr. zeigte mir gleichzeitig an, l daß die Sache nicht in cer Sitzung oorkommen werde,' bis S. Gr. Raschid Pascha, der General-Gouverneur Syriens, oer sich in diesem Augenblicke auf Urlaub in Goustantinopcl befinde, geantwortet haben werde. Auf meinen Wunsch wurde ich Raschid Pascha durch ein Mitglied der Alliance, Herrn I L. Manasse aus Alerandrien, dem alten Freunde seiner Familie, vorgestellt und legteihm die Briese unseres ebrenwerthen College», Herrn Albert Gobn, vor. Ich erhielt das Versprechen. oaß er sofort dem Staatsrathe antworten werde und daß, wenn, wie er es erbitten werde, sie Sache ihm übertragen würde, eine schnelle Grledigung im gewünschten Sinne nicht auf sich warten lassen werde. Ich besuchte gleichzeitig Fahri-Bev, Vor'teber in dev Abtheilung für dif Gesuche, welcher Berichtrestatter in der Sache war: er ver'prach mir, seine Berichte sofort nach Gmvfang des Belßcktes von Raschid Pascha zu machen. Dank diesen Bemühungen. Dank besöndeis oem ausgezeichneten Geiste. wovon ich alle Beamte beseelt fand, mit denen ich in Berührung kam. konnte mein Gesuch schon am di. o. M. in den Slaatsrath gelangen. Beru'en, der Sitzung beizuwobnen, berechtig«, das Wort zu führen, wurde, meine Aufgabe, mein Gesuch aufrecht zu erhalten, lehr erleichtert, durch die Sympathie alle-- Mitglieder des Sr.aatSratbeö, sowohl für das Weit, wie für diejenigen, um ivelche.es >ick dabei handelt. G-- wurde veichloiien, dag in ll .herein'ti mmling iii'l dem Wunsche des llafchiiv Pascha, die Sache i -m zugeschickt werden solle, mck der B lle. w litegierung möglichst bald die Maßnahmen vorzulegen, welche er am D vie mit mir dafür beschließen werde. Als ich die Sitzung verließ, richtete ich an unsere» t'ollege». Herrn Michael Grlanger, die Bitte, Herrn Boulard wissen zu lauen, oaß ich ihn zu B.'vvnl mit oem Dampfer erwarte, welcher Marieille am' 1 -d. verlassen folgenden Tages it.llte ich m.ch B. H oem G'coßvezier vor, um ihm zu danken und Abschied zn nehmen. Am 14. erhielt ich die Briese des Großveziers durch den Haupt-Gouverneur von .Zonen. Donnerstag verlasse ich Goniraniinopel und gedenke in Beyrut am 2‘>. zu sein, voll wo ich andern TageS nach Damasrns gebe» werde. Bor meiner blbreise gedenke ich S. T'. ariamil-Bev. zn besuchen.- welcher eben zum Gouverneur Palästinas an oie Stelle von Naiif Paicka ernannt worden ist, den ich voriges Jahr in Jerusalem traf. Ich haue während meines hieslgeu Aufenthaltes Gelegenheit, Herrn Ubieini zu sehen, Verfasser eines Werkes über oie Türkei, bei dessen Durchsicht ich Noten gesammelt habe, zur Widerlegung seiner ungerechten Behauptungen über unsere Glaubensgenossen. In der Hossmmg. Ihnen bald über da« Gelingen