Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 9 (1869)
- Issue
- 43 (27.10.1869)
- Date
- 1869-10-27
- Page
- Seite 455 (sequence 3)
- Language
- German
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455 o&rr in der Lässigke l einzelner CultuSgemeindrn, endlikt. aber auch in der vielfach unzureichenden schwankenden Doratien der betreffenden Schuldienste ihre Wurzeln hat. Die unterfertigte Stelle erachtet es. vermöge des ihr über dieses Religivnsschillwesen versassitngomäßig zusrebeiideii AufsichlSrechtre, geboten, ihrerseits nach Thunlichkeit die Herbeitübrung besserer Zustände in die'er Beziehung z» befördern, und siebt sich aus dieser Rücksicht veranlaßt, aus der Grundlage des Regierungs- AuSschreibenS vom,28. November 1828 und mit.vorgängiger höchster (Ermächtigung des kgl. Staatö-Miiiisteiiumö des Innern für Kirchen und Schiilaiigklegenbeiten nachstehende Anordnungen zu erlassen.!. Bildung und Toraiiön der Rcligious- S ch »l d i e ii st e. >. Jede isiaetiliichc Eultnsgemeinde, welche uich: bereits eine eigene Elementarschule nack Maßgabe des «.!):’. des Ediktes über die Verbälimise der israeliti scheu Giaubeiisgeiiosieil vorn IO. Iiuii 181!) errichtet bat. in wie bisbcr, so auck ieriierhin vrrpstickret, eine 'öffentliche Religionsschule in begründen und zu erbalren cder iich zu diesem Kebuse mit einer oder mebreren benachbarten Kultusgemeindcn in eine» gemeinsamen Schul'vreiiael dauernd zu vereinigen is. 2. Veijtere Perriniguiig darf jederzeit nur mit Genehmigung der 8reioregieruiig starrstiiden, kann aber von der letzteren, wenn sie stch als zulässig und mit Rücksicht auf die Verhältnisse einer oder der anderen stuliusgemciiide als nolhwendig darsiellt, auch wider den Willen der betheiligren atultusgemeindeii < vorbebalklich deren Berusungsrechlec an das k. SlaalSministerium dee Innern sür Kirchen und Schulaiigelegeii' beiien. verkügt werde». *. :r. Die Erträgnisse eines ReUgionsschnldikii'les werden zunächst durch den eigenen Beschluß der KuIlnSgemeiiide deziebungsweise durch deren Dienstesvert r a g m i t d e m g e g e ii w ä r t i g e ii l.' e h r e r b e st i m m l. Dieie Bestimmung unterlieat aber nickt nur sür die künftig aufzustelleiikeii, sondern auch für die bisher ausgestellten Religionslehrer der besonderen Würdigung und Genehmigung der unterfertigten Stelle und hat überdies von nun an nicht blvS in einer für die Dienst zeit des gegenwärtigen Lehrers beschränkten Giltigkeit, sondern dauernd in der Art zu erfolgen, daß eine Herabsetzung der sür.den Lehrer auSgeworfenen Bezüge in der Zukunft ohne Genehmigung der KreiSregieruug nicht mehr stattfinden darf und auch durch eintretrnde Erlediqungsfälle nicht herbkigefüiN wird. (Fortsetzung iolgt.) Ä8oche«bericht. Minflter. Hier wurde am t:)J d. M. der würdige einer >e: beerdigt. pD>e ind aelehrte Ober Rabbiner Surro, wohl ältesten unter den Rabbinen DesiticblandS, Feier war ei.e sebr ernste, des Verstorbenen würdige. Friede seiner Asche. 2^>arml»eck, 8 Okt ES verdient sicher die vollste A iiierkennung und den bcrzlichen Dank aller Guten, n eun sonst auch nick: gerade besonders günstig q-steUle Gemeinden die Pflicht der Wobltbätigkeit üben So bat die hiesige Gemeinde, obwohl ist von diesigen verarmten Gemeindegliedern, wie auch durch die Laste i der vor einigen Jahren erst neugebaulen Synagoge sehr bart bedrückt ist, dennoch aus meine Beranlas ung die Summe von I'> Dhlr. 12 Sgr. 8 Pf. sür die Rotbleidenden in Westrußlaud zusammen gebracht wetcke ich Ihnen mit der Bitte um Weiterbcfördeii ng anmi' übersende. H. Levis oh n, Lehre.. Pt ris» Ist. Oct. Di? -..Alliance iSr. universelle" erhielt folgendes Schreiben: Eonstantinove!, '6. Septbr. 1888. Meine Herren und wertste Eellegen' Zu Folge meines Berichtes vom letzten Decemder über die Lage der Juden in Syrien haben Sie die Gründung einer Ackerbauschule in Palästina beschlossen »nd zwir unter der Bedingung, daß ich selbst die Einrichtung übernehme und die Leitung überwache. Zur Bistreitung der Kosten für Einrichtung oder Erhaltung dieleo Instituts auf drei Jahre baden Sie au unsere Glaubensgenossen einen Ausruf gerichtet, zur Ersielung einer Subscripticn bis 100,1108 FrS. Dank II ren Anstrengungen, Dank besonders denjenigen unseres achtungsvollen Evllegeu, Herrn Goldschmidt, war eiii> Summe von 40,000 Frs bereit. Obne abzuwarlei, bis die Summe vervollständigt sei, überzeugt, daß un ere «silaubenSgenosseu das eingerichtete und vestehMle Werk, dessen woblthätigen Einfluß sie werthsch itzen, nicht fallen lassen werden, begab ich mich in den ersten Dagen des Juli mit unserem ehrenwerlhen Eollegen Herrn Isidor Eahn zu S. E dem lsiesandt:n S. M. des Sultans in Paris, setzte ihm den Plan der Alliance auseinander und verlangte die Unterstützung seiner Regierung z zwar, eS ist wahr, für ein iSr>ielitisch?S Institut, jedoch würden sich dessen Wohlthuten in gleicher Weise aus alle Uiitertbanen der Pforte ohne Unterschied des Glllitbriis erstrecken. 2. E. iahm das Projekt so auf, wie mau ein Recht batre, v sn dem Vertreter einer Regierung, zu erwarten, welche sich rasch aus dem Wege des Fortschrittes bewegt. 5. E. Daud Pascha, Minister der öffentlichen Arbeiter, welcher dieser Unterrredung beiwohnte, rühmte selbst das projeNirte Unternehmen und vrriprack mir