Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 9 (1869)
- Issue
- 42 (20.10.1869)
- Date
- 1869-10-20
- Page
- Seite 451 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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451 wird mit 12 gegen 5 Stimmen beschlossen, den Congreßbeschlüssen Folge zu leisten. In dieser Aufregung verläßt der Präsident mit seinen 4 Getreuen den Saal und die Versammlung wählt ein neues Präsidium, damit eS den Beschluß zur Ausführung bringe. Doch ein Greis will nicht, vaß sein Sohn der Bote dieser gottlosen That werde, er eilt in das Gemeindehaus, um ihn aus der Versammlung;u holen. In demselben Augenblick fährt am heiligen Feste der Enkel dieses Greises) vorüber, um durch diesen Akt die Besorgnisse des Großvaterzu bekräftigen. Dasind die Zustände Oberungarn-, die man für haltbar glaubt,. Verhältnisse, die die Herren vr. Hirsch, Dr. Adler in London und andere Männer in. Israel für ortbodor ansehen und die, mögen iick dieselben nun gestalten wie sie wollen, anders werden müssen. lieber unsere Scbulzustände mit Ihrer Erlaubniß, bochgeebrtesler Herr Redakteur, in unserem nächsten Berichte. Oberlehrer I. Rosenmeuer. Literarisches. 2-.~ "£D Illustrirte Prachtbibel für Israeliten, in vem masoretischen Text und neuer deutscher Uebersetzung mit erläuternden Bemerkungen, von Prof. Dr. Julius Fürst. Von diesen neuesten jüdischen National- und Prackstwerke ist nunmehr die 15. Lieferung erschienen, womit der Pentateuch schließt. Das Werk schreitet seiner ursprünglichen Anlage gemäß fort und entspricht den höchsten Anforderungen in jeder Weise. Es ist ein Prachtwerk, ein Schmuck und eine Zierde für jedes jüdische Haus, und gegen andere ähnliche Werke, die dabei nicht im Entferntesten ihm gleich zu stellen und, ungemein billig. " - Wir werden Gelegenheit finden, das Ganze vom wiff'enschaftlichekn Standpunkt aus im Zusammenhänge zu betrachten. Heute dürfen wir nur in dieser Richtung andeuten, daß die Erklärung einen durchaus freien, der heutigen Bibelkritik entsprechenden Standpunkte einnimmt, während die Uebersetzung überaus klar und fließend ist. Um für jetzt die Ansichten des Erklärers nur anzudeuten, geben wir eine Stelle aus der Schlußbetrachtung zum Pentateuch. Es heißt dort z. B.: „Schon seit Rich. Simon, dem Bitringa, le Clerc u. s. f. gefolgt waren, ist man der Anregung von Z. Astruc (1753) nachgegangen und hat ältere Urkunden und Aufzeichnungen aus der Erzväterzeit, mündliche Ueberlieferungen, historische Sagen und Denkmäler, Bruchstücke verschiedener Aufsätze angenommen, welche von einem späteren Ordner zu der vor uns liegenden Einheit gebracht wurden." Wir ehen, daß eigentlich-religiöse Motive den Verfasser r icht leiten; ihm ist eben die hl. Schrift, wenn auch ganz besonders verehrungswürdig, keineswegs göttliche Offenbarung im höhern, gewöhnlichen Sinne des Worte», sonders eben die erhabenste Schrift des erhabensten Verfassers, doch schließlich eine Schrift, wie jede <mdere. — Wir wollen hiermit nur den Geist und Charakter des Werkes andeuten, und werden beim Schluffe des Ganzen Gelegenheit finden, eine eingehende Besprechung zu bringen. HäftcrS Fibel oder der Sckreibleseunterrirbt für die Unterklassen der Volksschule. Für israelitische Schulen bearbeitet von Emanuel Hecht und hebräische Lese-Fib st, nach einer neuen Methode bearbeitet von Emanue Hecht (in einem Hefte) 6. verbesserte und vermehre Auflage. Essen, Druck und Verlag von G. D. Bädecker, 1869. In vielen Schulen mit Erfolg benutzt, gehören diese Fiebeln zu den besten Unterrichtsmitteln. Vom Ar. Aristide Astruc?, Groß-Rabbiner von Belgien, n ird eine Geschickte der Juden angekündigt, unter dem Titel: liistoi'« abrexee fies juifs ct de leurs croyances pr r Elie Aristide Astruc, ancien auramönier des ly de BeIgique, Paris, libraine de l’Hachett et Co. Die ms vorliegende interessante Einleitung gibt cees imperiaux'de Paris, Grand Rabbin eine Andeutung über die besondere Bedeutung der jüdischen Geschichte, nbxr deir. Ursprung und die Fortbilditng und Ausbreitung jüdischer Ideen. Wir werden das Schriftcken ausführlich besprechen, sobald e» erschienen sein wird. Feuilleton. Besprechung üb r gewffie die Gesunvhei denachthnligende Einflüsse der ^ckulen. Ein 'Srricht von R d. Birchow. Birlm 1669, Reimer. Die nacktheiligen Einflüsse der Schulen auf die Gesundheil der Schüler haben namentlich seit dem Ende des vorigen Jahrhunderts sehr vielfach die Aufmerksamke t von Aerztcn und Erziehern auf sich gezogen, olme daß sie jedoch in einer strengeren, wirklich wissenschaftlichen Weise geprüft worden wären. Gewisse c llgemeine Erfahrungen, gewisse als notorisch angenommene Sätze gingen allmählich in die Bücher, jja, in die allgemeine Sprache der Gelehrten über, nur war es mit der Begründung derselben schwach bestellt, eine Statistik der Schnlübel und Schulkrankheiten fehlte ganz, während doch erst eine "vergleichende Statistik es mögj lich macht die wirklichen Krankheiten auö den Schulräumen flstzustellen und damit Üebel, die nicht daher