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Der israelitische Lehrer · 1869-10-20 · 42 (20.10.1869) · p. Seite 452

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
9 (1869)
Issue
42 (20.10.1869)
Date
1869-10-20
Page
Seite 452 (sequence 8)
Language
German
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452 stammen, davon zu trennen. Ueber die durch die Schule verschuldete Kurzsichtigkeit der Kinder bat zuerst Cohn-BreSlau eure ausgezeichnete Untersuchung über 10,000 Kinder verössentlickt. Als Gesammtergebnrß stellt sich heraus, daß unter diesen von je 100 Kindern über iO nicht gur genug sehen konnten tznicht normalsicbtig waren). Die wenigsten schlechtsehenden Kinder wurden in Dorf-Schulen gefunden, 1 etwas über 5 von 100; die meisten in den Gnmna sie», nämlich fast. 32 von 100. Wurden die wirklicken Äug enkrankb ci-tcii bei Seite gelassen, sc waren kurzsichtig unter lOO Kindern: in Tors Schulen uvischcn 1 nnd 2 ^1 * Prozent), in städtischen Elementar-Schulcn beinahe I, in Mittel-Schulen beinah 8, in Ncal-Sckulen beinah 20, in Gymnasien über 26, unter. lOO Studenten sogar Ol». Die Kurzsichtigkeit wird nickt allein häufiger in den höheren Schulen, sondern auch in den höheren Klassen. Sc kommen Kurzsicklige aus 100 Kinder einer Klasse in den städtischen (> lemenrar-Schulen: VI. nnd V. keine, IV. beinah» 3, lll. 4, II. und I. fair 10; von tOO Schülern der Gymnasien waren kurzsichtig in der VI. Klasse über 12, V. IN, IV. fair 24, 111. 01, II. über 41 und in der I, sogar mehr als die Hälfte, nämlich ‘>6. Aber nickt allein die Zahl der Kurzsicktigcn nimmtvon Klasse zu Klasse zu, sondern, auch der Grad der Kurzsichtigkeit: er gehl bis zur wirklicken. Schwachsichtigkeit. Nur Mädcken- und > Mittel-Schulen macken-hierin eine Ausnahme. - j Zweitens befördert die Schule Kongestionen (Zusammenfluß, Anhäufung) des Blutes zum Kopf. Aus denselben entstehen: I) Kopsweh. Zn Gens Ulten mehr als 40 Prcz. Schüler daran (Mädchen 51, Knaben 23 von je 100). In Elementarschulen leiden die Scküler der unteren, in höheren -die der oberen Klassen am meisten, in der Prima des Darmstädter Gymnasiums £0,» Prozent! 2) Nasenblute«. Es nimmt mit zu langem Sitzen zu und schwankt zwischen 11—12 Pro;. Tie- | seö Nebel, sowie 3) Kropf bezeichnen viele Aerzte j geradezu als' „Sckulübel". Ein Schweizer Arzt fand! unter 100 43 bei Knaben, 64 bei Mädchen. In den I Ferien verliert sich der sog. „dicke Hals" oft wieder. j Die Beobachtungen hierüber sind noch mangelhaft, doch glaubt auck Birchow, daß die Schule diese Nebel begünstigt. Was-die Frage der Blutkongestionen so ernst macht/ ist ihr wahrscheinlicher Zusammenhang j mit auftretender Unklarheit und Verwirrung, beziehungS-! weise Unfähigkeit des Denkens. Ja, es gehen manche Aerzte so weit — obwohl gründliche Beobachtungen ' noch fehlen —, sogar für Epilepsie, Beitstanz und! spätere Geisteskrankheit die Schule mit verantwortlich zu Macken. 4) Verkrümmungen der Wirbelsäule. Auch hier werfen die meisten Fachärzte (Orthopäden) die Sckuld auf die Schule, besonders in Betresi der seitlichen Verkrümmung. Die Mädchen sind von dem Nebel ungleich mehr heimgesucht, als die Knaben. Es ergaben fick an verschiedenen Orten 31 Mädcken. 18 Knaben, 80 M., I I K , 151 M. 22 K. und 00 M., 12 K., welckc an diesen Ber klümmungen litten. i Schlup folgt.) Anzeigen. Wiederbesetzung der israel. Schulstelle zu.Herxhrim, Bezirksamts Landau in der bayr. Pfalz detrfsd. Durck den Tod des seitherigen Lehrers V-er, ist die israel. Lehrerstelle dahier vacaut geworden, nnd wird hiermit zur Bewerbung mit folgenden Gehaltebezügen ausgeschrieben: 1) Baargebalt aus der Eultnskasfe . . 525 fl. 2) Anschlag der Wohnung mit Garten . 25 fl. 3) Gebühren-Ertrag von kein Schäckler dienste, circa.1». fl. 4) Easualien' von dem t^antordienste, circa 55 fl. 5) Enlschädignng für Beheizung, neben 4- Klaiter Tors, neck.-5 fl. Zusammen . . 700 fl. Außerdem kann ein gut qualisicirter Lehrer auf namhafte Nebenverdienste rechnen. Gesuche um diese Lehrerstelle, mit welcher der Eantor- und Schäckterdienst verbunden ist, sind binnen 4 Wocken von heute an, an die unterfertigte Verwaltung persönlich einzureicken. ' , Herr heim bei Landau, den 21. September 1860. Der Synagogen-Auöschuß: Lszarus Blom. L. Herzog. Wolfg. Blum Billigste Ausgaben in geschmackvollen Einbänden. Schiller'» sänimtlii he Werke. Eleg. gebunben 1 Thlr. Höthe'S säniBitlicbu poetische und vorzügliche Prosawerke. Eleg. gebunden 2 Thlr. 12 Sgr. ^rffing’S sämmtliche poetische und vorzügliche Prosa werke. Eleg. gebunden 1 Thlr. Verlag von K. Prochaska in Leipzig, Wien n. Teschen. Verantwortliche Siedact ion und Berlag non Joseph Klingen st ein, Lehrer zu Ingelheim. Für den Buchhandel in Commission bei Lökar Leiner in Leipzig. — I GoitSleben'r Buchdruckerei m Mainz. i

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