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Der israelitische Lehrer · 1869-10-20 · 42 (20.10.1869) · p. Seite 448

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
9 (1869)
Issue
42 (20.10.1869)
Date
1869-10-20
Page
Seite 448 (sequence 4)
Language
German
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4 4 <5 von der Tagesordnung gesetzt und für eine folgende Conferenz zürückgelegt. Eine weitere Eonferenz-Arbeit „daS jüdisch-deutsche Lesen und Schreiben" wurde verlesen und kurz be svrcchen. —— Tie nun wljj.Vi.u „fuiert Besprecyungen" er- : offner Pr, Kron-r mit einem Berichte über das recrganiiirte Seminar in Münster, knüpfte daran den Wunsch einer' tünftigen ,vnsion der ähnlichen Anstalt zu Düsseldorf mit diesem Seminar und veranlasse zum Schlüsse die Erklärung, „daß alle anwesenden Lehrer ihre materielle und geistige . Unterstützung vorläufig der „„Marls Heindori'ichen StiTtmit"" züwkirdrn wollten." Es 'vlgte - dann ein gründlicher und anregender Portrag von Ecr en > Borten) über S re n v g rap bi e nacb Stolze-, welchem die Versammlung, die aber schon große Lücken 'bor, mit Interesse »olgre. Nachdem reit. anSercr 'Seite die <>iabelsderger''ä»e Ttetkogrardie emp'oblen, dann wieder die Vorzüge der Stolze'icbei^ -li bcllerks Lackt gestellt , wurde von einenr Mitgl-iede der '2-eriainmInng der wiekcrbolten Angrifie' eines Herrn Noienwald in Oeslrick gegen, r'ebrer- und An'talt in Münirer gedackl und einer 'ckarien Benrtbeilnng nnlerzogen. Baäbr-'nd mau. nun allgemein. — mit einer ein; gen Ansnabme: — .diese Angriffe und die Art und Weite, derselben aeS wenig ebrcnt für den Bersasier erklärte, dielt die Eonferenz es für angemessen, dieselben mit TllUsckivengen zu iirasen. nin so mein, als Zweifel gegen eie p-gilüniiäl dieser Geisleskinter des Herrn . .Aof-mwalr >arn unk üe als', von belanruer Sene j inipirir:. bezeichnet wurden. Iren erinnerte daran, das; der Perein nunmebr i reit Fahre» besiebe, wirft einen Nückbliet.aus sie- I jen Lebensabschnitt desselben und rvünickt ei» Organ für Seminar rind Lebreroerein. ein Blatt sveciell für Sckure und Gemeindezwccke, da die vordandenen Blätter, seiner ülteinung nack, diesen Zwecken nickt bin langlick dienten *). Ter Gedanke wurde beifällig ausgenommen. und versprachen namenllick die D. D. itroiier I und Huliich wissensckaftlicke Beiträge.'— zjur Lektüre | wurde auck von dergroßen Zghl pädagogisckcr Zeiti schriften. die „Norddeiil'cke Schnlzeitnng" lMindeir) empscblen. ' . j Kay sHnnnerick' äußert sich nun neck über die! von ibm beraüsgegebenen Sonag ogen-ge sänge, j klagt bitter über die unangenehme Eriabrung, die er *s Wir wollten hierzu eine Bemerkung machen, wir wollen sie jedoch zurückhallcn. Ohne unbescheiden zu sein, glaubten wir bisher, der Schule uiw der Gemeinde, dieser insbegondere durch die, Schule, nach bestem Wissen und Gewissen gedient zu haben. Wir sehen jede f dem bessern Hatte mit freudiger Erwartung entgegen. Redaktion. gemacht, daß ihm nämlich die weiteren Lieferungen von vielen Subscribenlen zurückgeschickt und ihm dadurch wesentlicher Schaden zngefügt worden, was mit Bedauern und dem Wunsche ausgenommen worden, daß dem wackern Manne durck zahlreichen Verkauf seines -Wertes eine ..-e.'.p.:ai--ne.' Unterst n,.; A:rf..-.unterung zu Tbeil werden 'möge. Damit waren die Verhandlungen und Besprechungen beendet. Es folgten nun nock der Dank der Versammlung an den Vorsitzenden, Erwiderung desselben, worin er den sckönen Geist - esprit de corps — "ber Conseren; bervorhob nno die Mitglieder aufsorderte, diesen Geist mit in die Heimath zu nehinen. Dank an die Gemeinde Nuhrort, und — man trennte sich erst spät in der Hosinung ans glückliches -Wiedersehen in Müniier. Herrin an ns. Die Modeerzietjttng u. die Erziehungsanstalt. Mit?ieckl in von inehreren Seiten über die Mode btkn.g unsrer Feil Klage erbeben worden. Gs ist' eine Ausartung der Feilrichlnng, entsprungen aus einer oberslächticken Betrachtung der Ereignisse, ohne Verfiäiidn'ß und Würdigung ibrer Basis, weleuer diese in v'Sen Kreisen berrickende Aiterbildiing ihr Dasein verdankt. Bei ob.-rstächticker Betrachtung der Feit springt das mat.rielle Elcinent vorzugsweise in v>.e Augen. Die glänzende, Triumphe, we che die Naturwissenschaften gefe-ett baben, bewirkt n einen greßa tigtn Ansschwung des eommerc elle i Gebens, welcker seine Wirkling aut Scknlc und Erziedung nickt verseblen konnte. Daß tDi tau die sogenannten .«teatie» -n den Schulen mehr in den Vordergrund tra:en, daß dadurch, daß durch die bessern äterkebrsmittel die Völker sich näher rückten, das Bedürfnis;, fremde Sprachen zu erlernen, in böbrern Schulen nicht mehr abgewiesen werde.« tonnte und sich immer mehr Geltung verschafft, Ist ganz natürlich. Aber eine Ausartung ist die in manck n Kreisen berrschende Anschauung, daß die- Schulen nur dem cemmerciellen Fortschrit" und den dadurch mehr beachtel-m B'ldungSgegenständen ihren Aufschwung verdanken und daher die übrigen Fächer B. Hebräisch in der jüdisch-m Schule, nur noch als. ein den Ungegebildete» (! ) gegenüber auf kurze Z it gemachtes Lugeständiriß, als ein dermalen nock nothwendiges Uebel zu betrachten seien. WaS Wunder, daß man bei fol- . chen Anschauungen eher an das Gewerbe denkt, als an den Menschen, daß die Bildung der Zugend;u einer Vorbildung für das „Geschäft" herabsinkt? Für die jüdische Erziehung kommt noch ein Anderes in Betracht. Die Außenstellung des Juden ist

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