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Der israelitische Lehrer · 1869-10-13 · 41 (13.10.1869) · p. Seite 441

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
9 (1869)
Issue
41 (13.10.1869)
Date
1869-10-13
Page
Seite 441 (sequence 5)
Language
German
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abgefasit worden waren und die Commission sich mit > dieser Fassung ein'erstanden erklärt kalt:, angenommen. Am Schlüsse der eisten Sitzung kam der Antrag zur Besprechung, die Conferenz solle sich mit dem verdorbenen -linc, der als ein zweiter Peter von Amiens auf dem Eelchen der Dimmhcit und Heuchelei in einem gewissen Blatte schon, seit lange heruinreitet und einen Kreuzzug gegen die westfälische i Lehrer predigt, (ohne dasi man augenblicklich w:isi, i wer ibm diese Predigten versagt, was man früher sehr gut wußte). beschädigen, resp. über desic» Trei-! bcn aussprechen; aber auf uni'crn Antrag, das; in; Erwägung des sittlichen und religiösen Zustandes j des Mannes die Conferenz eine derartige; Besprechung mit ihrer Würde nicht v e r -; einigen könne und nachdem Herr Dr. Krone'r erklärt, dasi er daS Unglück gehabt, von jenem 12«, dem Lehrer ohne Schüler, in jenem Blatte gelobt worden zu sein, ging die Eonscrcnz darüber zur Tagesordnung über und besudelte sich mit dem Kothe nicht. — Ai» Abende fanden sich die Mitglieder der | Ecnserenz wieder im Sitzungslocale ein, wo durch I Bacchus Gabe begeistert, muntere Reden die Ge-! mütbcr ergötzten und die gemüthliche Feststimmung erböheten. Um elf Uhr trennte man sich, um sich des Morgens im Gottcsbaufe wiederzufineen. Des andern Tages wurde die Tagesordnung erledigt und, nachdem für die nächste Conferenz Münster be,timmt und Vorschläge zu deren Tagesordnung gemacht worden waren, erklärte College Blumenau; die Sitzung für geschlossen. Viele begaben sich sofort . auf die Heimreise. Eine tle ne Conferenz von College,: ' tagte aber die ganz- Nacht vom 23. zum 24. zu Dortmund unter der Vebm-Eiche und brachte eine; Epistel an den -121D zur Welt, worin sie ihm ■vo.T? ^••"20 ihre Hochachtung, wie sie ihm gebührte, auStrückle. Gewiß wird er genannte Epistel, um seinen Ruhm zu verbreiten, weröfsentlichen Unser nltvrvgo Cramer trug nicht wenig dazu bei, diese Nacht zu einer wabrew Conferenz Nach! zu machen, da derselbe die Lachncrven nicht ausicr Thätigkeit kommen licsi. - Herr I)r. K r 0 n e r besitzt ein empfehlendes Aensiere und feine Erscheinung maä-t einen angenehmen Eindruck. Er har die Sprache im hohen Grade in der Gewalt und spricht ohne anzustosien. ^Ist seine wisscnjchaitliche Tüchtigkeit, was wie in diesem kurzen Begegnen nicht beurtbeilen konnten, so grosi, wie feine Fertigkeit im Reden, so ist sie eine enorme. Auch hgt derselbe, dieses unterliegt wohl keinem Zweifel, Anlagen zu ein m tüchtigen Pädagoge)!, wozu wir namciul,ch sie Anerkennung und Bekennnng früherer Irr thüiner rechnen, wie solche dessen Abhandlung in kielen Blättern so viele enthielt und ihm daher so viele Gegner znzog. Sein Erscheinen und Anstreten aus der Conferen; hat sticht nur auf die Leb^r den besten Eindruck gemacht, sondern ihm auch deren Zuneigung gewonnen. Versteht dt rselbe sich diese zu bewahren und die reiche Erfahrung auf dem Gebiete praktischer Pädagogik seines nächsten Mitarbeiters, des SemistarlebrcrS Treu, sich anzueignen und diese Krast dein Seminare ,zu erhalten, und eisüll derselbe ferner die.uns persönlich gegebenen Versprechungen, woran zu erinnern wir uns rechtzeitig die Freiheit nehmen werden, so kann mau und wird man der Anstalt zu Münster, zum Besitze eines so jugendlich strebsamen, wissenschaftlich tüchtigen Direktors nur zratuliren können. Und nun möge F jede geschlossen sein und die Waffen gegen Kroner so lange ruhen, bis er selbst durch sein thatiächliches Verhalten am Seminare und die hierdurch erzielten Resultate de i Krieg wieder erklärt, der dann und nur Sann auck gegen ihn mit Nachdruck geführt ^werden mag und soll. Bis oahin wollen wir ihn aber als tüchtigen College,! schätzen und achten und, so viel wir können, durch Rath und That kräftig unterstützen. Zug eich nelnne ich hier die Gelegenheit wahr, ein Unrecht, bas ich dem College,, Blumenfeld in Essen, w'gen seines Verhaltens im Curatorio der Mar;-Haindcrf'schcn Stiftung in einem Artikel „vom Rhein" in diesen Blättern und durch persönliches Entgegentreten auf der vorjährigen Conferenz in Dortmund zu^efügt habe, indem cs.mir schien, als habe er d'rc Interessen der Lehrer nicht nachdrücklich vertreten, gutzumachen. In Ruhror: erfuhr ich aus zuverlässiger Quelle, dasi College Blumenfeld mit Aufbietung aller Kraft die Interessen der Lehrer im Curatorio >ertrcte„ habe Da ich nun mich niemals besserer Erkenntnisi verschließe und begangenes Unrecht, wenn mi glich wieder anszugleichen kein Bedenken trage, so erklär! ich hiermit, ka^ich an- Liebe zu den Interessen unseres Standes dem College» Blumenfeld zu nahe getletcn bin und ihn deshalb um Verzeihung bitte. Mir sielt die Wahrheit höher, als die Rücksicht auf meine Prrson. Daher diese öffentliche Genigihnung. Wer deehalb, weil ich begangenes Unrecht, sobald' ich es erkannt, eingestebe, einen Stein aus meinen Charakter werfen will, mag es thun. Ans so.chen Gründen aus mich g nvorsene Steine sollen mich niemals abhalten, >er Wahrheit die ganze Ehre zu geben. Paris» 5. Qttobcr. Die Snbscriplion »iir nnzcre uothleidende» -Glanbe»sbrüder in W. strnsiland bat dahier während der Feste eine Summe von mehr als M,)M.sl. ergeben und wir bereu mit grosiem Vergnüzen. dasi die Herren A. Crcmirur und Rarriffe Leien in Kurzem »ach Rußland aüreisrn werden, u n die Lage jener Unglücklichen zu prüfen und die geeignetsten Mittel und Wege zur Abbnlse zu finden. sDas ist denn endlich der correcteske 'Weg und 'nir wünschen der IUianeo 'Glück zu diesem

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