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Der israelitische Lehrer · 1869-09-15 · 37 (15.9.1869) · p. Seite 409

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
9 (1869)
Issue
37 (15.9.1869)
Date
1869-09-15
Page
Seite 409 (sequence 5)
Language
German
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— 7409 vom System Mühler immerfort und nach Möglichkeit „ignorirt" wird. - Wir würden für unsere Schulen kaum etwas 'Besseres wünschen in dem Staate der Regulative. Wir fürchteu beinahe, das; daö „System" sich der Petition durchaus nicht abgeneigt zeigen werdet Ob dieselbe der „Kreuzzeitung" widerwärtig oder genehm ist, bleibt völlig irrelevant, Der „Liberalismus", welcher die „freie Kirche im freien Staate" unv im Iusaiumeiihange damit die „religionslose Schule neben der freien Kirche" will, hat alle Veranlassung, den in der 'Petition erhobenen „Anspruch" „kurzerhand abzuweisen". Oder stehen die Peirnten in der That noch auf dem Standpunkte, das; sie — wie die „Ankunft" cs betont — r.id't di'.- confessions lose, sondern die' Haltbarkeit der confessions bunten Schule wollen?! Dann gönnen wir ihnen das Schicksal, ihre Petition mit Erfolg gekrönt z» sehen Ingelheim. Die .Ulmm-o iw. nniv-rs,-IIo versenket eben folgenden Aüfrus: Alliance israelite universelle. Assgemeine israelitische Allianz. An oi.' JsrucUrca! Paris, den i'4. Anguik 1 Tbeure, vielgeliebte Glaubensgeuvssen! ran'ende von Israeliten im Weiten Rußlands iind dem Strecken des Hungers Preis gegeben. Winrt Ihr. lvddH'ii enkier,licken Anblick die'e bedanernsivertlie. vom rode bereits gelicktete Bevölkerung därbieketAlb den Strafen, in den Simagogrn. in den ttlN.i Midraschim, 'ckleppen iick Hunderte von verlntngernden Pien'cken, Sckatren. bin. klebend, inan möge ihrem inrckkerlicken Leiden ein Ende macken. v\it den Scknlen »erben die Knaben vor ihren Lehrern, die jungen Mädcken iiecken vor ihren Lehrerinnen dahin. , . Höret die erschreckenden Ereignisse:;$n reich e n wird eine Rintter. Angenckts der Leiden ihrer Kinder, wahnsinnig, schlitzt sich mit dem 'chatten Ei'en den mütterlichen Bnien aus um zu zeigen., dg»; ne ach! Alles ihren Kindern gegeben, nichts nlr iich behalten batte!... -Pi Puriv ine reichen Kinder ihrer Mutter ein Mener und bitten^ um Brvd: ne hat lei» Brod inebr herzngeben, ne ergreitt das Mener. ne schneidet sich den Hals ab!... -zu Schau len liegt eine alte Avau sterbend am einem ärnilichen Lager, ne ivill keine Währung. „(Hebt meinen Kindern, sagt sie mit erlöschender Stimme, ich habe noch einen verborgenen Schatz, den ich ihnen anibewahre!" Sie itirbl und ihr Schatz war — ein Stück trocknen, venchimmelten Prodes. — Der Rabbiner Rült, Prediger zu Memel, kommt von Kowno zurück, wohin er Unterstützungen gebracht bat. „${d)!tt .nitt er ans, „was habe lck gesehen! Welche schreckliche, ineinem <>)cdächtniise' unverivischbarc Erinnc- - rnngen! In einem Saale i>00 arme Kinder.' escnd, > abgemagert, die sich Piittags mit wilder, Mer am ein Stück Brod stürzen, das bis zum folgenden Tage. iveitn sie noch leben, ihre einzige Nahrung iein wird! Ueberall der Hunger, überall der Tod! — T heu re. vielgeliebte nZlaubensgenonen! Die .sll'mnee i-ra«',!iw ist nicht geiübllos geblieben, aber was in das, was ne gethan hat, im Angesichte eines solch ungeheuren Elendes \ Kommt Alle. Alle, mit Euren «Kaben. Alle, hört Ihr! Ick beichwöre Euch im Rainen iniires Lottes der Barmherzigkeit, trauen, Ihr Engel des Himmels, zärtliche und glückliche Mütter, ick ritte Euren Schar, von Liebe und Mildthätigkeik an. n'iott wird Euch auch Eure Kinder erhalten: Er wird Euch segnen in den geliebten Svröszliiigen Eurer Ehe. Euch, die Ihr unglückseligen Riüliern das Brod gebet, ivouiit sie ihre, durch Euch vom Tode erretteten .Kinder ernähren iverden. I Liebe israelitische Brüder, liniere hohen Festtage iind herangenaht. Bietet kijr den Bersöhnnngskag dem Herrn das reinike. das toNbarile Opser dar. Rettet Eure Ristinenichen vom lohe und das Buch des Lebens wird nir Enck ansgelimn iverden in dieiem neuen Jahre. und ivird Euä' alle Irenden bringen, ivelche ein edelmnthiges. heiliges Wert Nets be B Iran Ad. Er>'iuieur Herr Ade Er-n>ieur zlecken. Der Präsident: Ad. Erömicnx. c i t r ä g e: ' ,'ks.l Al'. ■J- A) . Wir erklären uys hiermit bei eit, Beiträge und l Spenden anznnchmen inzd nach Paris an das Eent rak- I ('emitczu befördern. Wir wisieli mit Be'liinnitbeit, da>'; das t^ent, al - Komi!'- sich schon seit einiger Jett mit der .Trage beichätkigt. diesem Elende dauernd abzubelscn und wir zaPfeln nickt, daß es d i e s en Männer-u am ehesten gelingen wird, den richtigen Weg zu linde». i Die Redaktion des isr. Lehrer. Ans Wostplialcn im August. Sie werden es b ssentlick gestatten, Herr Redakteur, das; ich einige Eindrücke, die ick vpr etlichen Vocken in Aachen über das dortige Svnagog.enwescn empfangen, hier wiedergebe: - Di?' neue Synagoge daielblt in eist impoianteS Erbände; besonders bietet die Hauplsroi t durch ihre harmonische Bauart schon von der Ierne> einen wohlthuenden Anblick. Dock wüßte ich die! am Portal angebrachte Inschrist: „Mein Haus wsrde genannt ein Bethaus für alle Völker" mit einer j in der Vorhalle auf einer Tafel besiiidlicheu Bckaiuikmachniig des Vorstandes, wonack ein Jeder, der sich hie Svnagoge vom Kastellan zeigen, oder nur aufscklie^en läßt, diei i I

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