Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 9 (1869)
- Issue
- 34 (25.8.1869)
- Date
- 1869-08-25
- Page
- Seite 383 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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383 — besondere Beträge zur Vermehrung der Einnahmen der Stiftung zu sammeln und wird gewiß an die hierzu bezeiebneten Männer bald eine solche Aufforderung -klangen. Wenn auch wegen der neck immer räthselhasten Abweisung des tüchtigen Herrn 1)r. Marx zum Direktor des Seminars, man in hiesiger (legend für die In teressen der Anstalt wieder sehr erkaltete, so glaube doch Schreiber dieses, die Aufforderung mit voller Ueberzeugung empfehlen zu können. Die hiesige Gegend hatte doch auch aus dein Vereine im Verlauf der fahren viele Lehrer erhalten und wurden durch llnternütznng des Vereins viele Handwerker ausgebildet, die zum Theil das Handwerk noch fortbrtreiben. Wir türfen, zumal nnS noch geeignete Lehrerseminarien fehlen, die Marts - Haindorff'sche Stiftung nicht aufqeben und derselben unsere Beiträge nicht entziehen. Die Lehrer oder anderen Männer, die sich der Müsio». Beiträge i» ihren Kreisen zu sammeln, unterzieben, machen fiel' hierdurch verdient, um das grosze Werk der Lehrer- und Iugendbildung. Hoffentlich werten viele dieser geebrte» und verdienstvollen Herren dieser Aufforderung mit wahrem Ester Nachkommen. Trier im August. Der hiesige' sehr tüchtige Arzt Herr I>r. L,vy wurde zum Kreiswundarzt er nannt, der erste Israelit, welcher im hieugen Bezirke - bisher eine solche Ernennung erhalten hat. Trier, 8. August, In hiesiger Gemeinde wurde wieder und schon zum viertenmale für die nothleibenden Israeliten in Rußland gesannnelt und betrug die Ecllecte 43 Thlr. 1:'> Tgr. Auch in mehreren Gemeinten des Bezirkes wurden hierzu Sammlungen abgehallcn, die, wie wir vernommen, von bestem Ericlge waren. Trier, l3. August, Fn diesiger Gegend wird auch viel von der Synode zu Leipzig gesprochen Und in zu erwartendas; wenigstens einige der Beschlüsse, den Gottesdienst betreffend, in mehreren Gemeinden Eingang finden werden, zumal die Versammlung eon- ^-vrvativ war und die Ultras derselben keine zerstörenden Absichten und Beschlüsse vorwerfen könne». Man. wartet auch auf das Erscheinen der Protokolle, die .-och bald verbreitet werden müssen Stuttgart, 10. Aug. Bei der heurigen Jahresversammlung der iSraelit.schen Lehrer und Vorsänger des Landes waren aus allen Gegenden Schwabens viele Genossen dieses Standes erschienen, um nicht bloß über ihre '»löressen, sondern auch über die'berufliche Fortbildung insbesondere der Vorsänger um über deren Verhältnis; zum ofsiciellen „vorläu'igen Entwurf des KirchenverfaffungestatutS" eine eingehende Berarhung zu pflegen. Nachdem der Vorstand, Hauptlehrer Liebmann von Eßlingen, über die Auosührung und Erfolge der vorjährigen Eonff'.cnzbeschlüssc reseriit halte, wurde ein Monitorium in allen den Punk en gebilligt, worin die Behörden auf dir Petition« n noch keinen Bescheid gegeben haben, und die Forisetzung der JahreSkonferenzen, wozu für das nächste Heilbronn erkoren wurde, beschlossen, obschon die J irchenbehörde bis jetzt hiezu keine Reisediäten ve willigt bat. In Zukunft werden auch pädagogische Themata aus dem Kreise der ReligionSschule ausgegebcn werden und das nächste den hebräischen Sprachunterricht zum Inhalte haben. Eine lebhafte Debatte e rtspann sich über den neuen kirchlichen VersassnngS-E ntwurf, gegen welchen die Persainnilnng im Interesse der Gemeinden und ihrer Diener viele Bedenken er! ob und schließlich ein Ausschustmitgliro, nämlich de» V> rsänger Löwenstein von Heilbrcnu, ersuchte, in einrDenkschrist, welche der Revision einer Commis ion zu unterwerfen ist, bei de» gesetzgebenden Faktoren und der Delegirtencommissio» die Punkte hervorzuhei en und zu beleuchten, welche wesentlich eimr Aende: ung bedürfen , wenn man nicht einer Kalamität sch aus- 'seyen wolle. Infolge der jüngsten Eingabe!>es Ausschusses wird das K. Ministerium auf den I orschlag der Dberkirchenbehörde auch einen oder einize Vorsänger zu der bald tagenden Delegitienco nmisnon nach Stuttgart einberusen. Stuttgart, 10. Aug. Die iörae irische Ledrerverfammlung, resp. freiwiHiche Konferenz, die sich im vorigen Jahre zur Forderung der beruflichen Fortbildung, zum freundlichen, ikollegialischen Verkehr deö israel. Lehrer- und Vbrsängerstandes und zur gemeinschaftlichen Vertretung desselben gebildet Hai, tagte heute in dem G. Wevner'schen Lokale unter dem Versitze des Hauptlehrers Liesbm ann pan Eßlingen, und waren dabei Genossen äns allen Gegenden des Landes anwesend. AlS die! wesentlichste». nach eingehender Debatte gefaßten Beschlüsse sind zu nennen: l s die freiwillige, jährliche Kpnjeren; soll als'sclche beibehallen, und von j fernerem Versuche, die Aufsichtsbehörde -ur llebernähme der Reisekosten und Diäten auf die vfsentlichest Kassen zu vermögen, abgestanden, 2» die im vorigen Jahre eingereichten Petitionen, soweit sie ohne Bescheid geblieben sind, sollen wiederholt, 3) auf eine angemessene, würdige Stellung der Lehrer und Vorsängen insofern dieselbe bei de»^ vorliegenden Entwurf eine^ Statutfür die israekitliche Kirche geregelt werdep dürste, soll im eigenen .lnreresse, sowie in dem dbr Schute nnd Kirche Mitteln einer an die maßgebenden Behörden einznreickenben Denkichrift hjngewir:o werken. Das vom Vcrstizenden vorgelegle Thema:! „llmstina und methodische Behandlung des hebr. Ilstterrichis,^ l d mußte seiner Wichlig'e.: wegen, rrvtzdeu'. Zei: .'iekurir: wurde, der nächst-ährigen, in abznhaltendkn Konienn^, .zn ivelä-er dies es längere Heilbronn Tben'.a