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Der israelitische Lehrer · 1869-08-11 · 32 (11.8.1869) · p. Seite 369

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
9 (1869)
Issue
32 (11.8.1869)
Date
1869-08-11
Page
Seite 369 (sequence 5)
Language
German
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369 der Lehrer *en Gemeinden gegenüber festsetzen; 4) Wird er es ich zur Aufgabe machen, in den Elementarschulen eiren einheitlichen Unterricht, soweit solcher thunlich, einzslsühren. Unter den vielen geistigen Mitteln, die uns zur Erreichung obiger Zwecke zur Verfügung stehen, wollen wir nur eines hervorhebr». Der Verein wird durch seine Mitglieder alle Schulbücher ausarbeiten lassen, dieselben der Regierung zur Begutachtung vorlegen und sie nach und nach in den «chulen einführcn. Der EilöS nue den Schulbüchern, d. h. Druckkosten abgerechnet, bilden das Vereinsvermögen. Dies inerde» beiläufig die Siatnten enthalten; wir find jedo h bereit und es wäre uns sogar erwünscht, wenn die Hirren College» uns vor Ausarbeitung der Statuten ihie Ansicht in dieser Angelegenheit briestich zukommen lcssen wollten. Nie und nimmer werden wir uuS in Zeitungen auf Kritiken u. dgl. eiulaffen, da die Sache, die wir vertreten, zu ernst und die Zeit zu kostbar i!t, als sie nutzlosen Scribeleien zu opfern. (Eine sach'iche Besprechung zur Klärung der Zwecke und Ziele ist! damit selbstverständlich nichl ausgeschlossen und wir sind mit Vergnügen bereit, unsere Zeitschrift hierzu dem zeitigen Vorstand als auch anderen Frcun-;den der Sache,die jedenfalls höchst beachtenswerth ist, zur . Verfügung m stellen. .Wer unsere Bestrebungen kennt, weist auch, dast wir allezeit etwas derartiges anstrcbteu. 9 ur gesteben wir, dast wir selbst noch nicht klar genug srbeu; wir erwarten weitere Anskläruug. Eines bemerken wir beute schon: ganz ebne Beitrag wird sichs sticht thnn, eaö ist sogar auS dem Grunde gut, weil eine Kasse nutz sei sie nvck so klein, der Sache einen besseren Halt gibt und man mebr Interesse für eine Sache bat, für die man zablt. Dann durfte eine Einlbrilung in Zw igvereinen nicht zu umgeben sein. Wir erwarten rech; viele und eifrige Correspon dentrn für den Gedanken, den wir nicht einichlasen lassen dürst n; sollte er noch nichl lebensfähig sein, so must er in einci oder der anderen Form lebenssabig gemacht werden. Red. d. Jsr. V.) Fra rkturt a. 'M. Das Haus Z. v. Rothschild in Paris lat 24,0*^ Fr dem Uuterstützungs Comitö in Memel üb> rwiefen, behufs Durchführung des AuüwanberungSplan'S dernolhlcidendenJsraliten in Weftrustlaud. Bvs'pard, 23. Juli. Ein in der Näbe von Caub wolnendes Mädcken israelitischer Eltern batte sich mit e nem jungen Mann, katholisch.r Konfession, verlobt, aber die Einwilligung ihrer Eltern zur Heirath nicht! erlangen können. In Folge dieser Weigerung schrieb sie an ihren Bräutigam, daß sie die feste Absicht habe, in den Rhein zu springen. Dieser, die Festigkeit ihres Charakters und die Unabänderlichkeit ihres Entschlusses kennend, erschoß sich sofort. Am bestimmten Tage und zur festgesetzten Stunde sübrte das Mädchen seinen Enschluß aus, legte Ufr pnd Hut auf eine Wiese und sprang, in schwarz Seide gekleidet, bei Caub in den Rhein. Die Leich« wurde an dem unserem Städtchen gegenüberliegenden Rheinufer geländet und den Schiffern, welche die! kandung bewerkstelligt, der hiesür ausgesetzte Preis oon 50 Thalern ansbezahlt. Das Jammern und W'bklagen der Mutter und Schwester der Unglücklichen an der Leiche war herzzerreißend. Die Leiche wurd gestern in einem Sarge nach Boppard binnbergebr cht und auf dem hiesigen israelitischen Frudhofe ^beig setzt. Z > Wien, 28. Juli. In neuerer Zeit bringe» die Blätter Manches über die Sabbatbäer ii Siebenbürgen. Diese in Bözöd Ujfalu ansässige ind dem magvarischen Stamme der Szekler angchörei de Sekte trat zu Anfang dieses Jahres offen zum I «denthum über. In Oesterreich ist das seit dem 25. 4 lax 1868 erlaubt, in Ungar» nicht, und ein alteö u garisches «besetz bedroht den Abfall voin Christenthum mit dem Feuertod und init der GüterconsiSeatio». Dei Ktausenburger Biscbof zeigte dem CnltuSininisterium l en Uebertritt der Sabbathäer zuin Judenthum anmnd »erlangte, daß die Regierung gegen dieselben einsckreil'. Baron Eölvöo, der so oft die Glaubensnnd Gur issenSsreiheit in glänzenden Reken vrrtheidigl hat,• ■ uckte sich aus diesem Dileinma dadurch herauszuhelfei , dast er den brzüg'.icben Oberskublrichter beauftragte, den Sabbalbäern die Ungesetzlichkeit ihres Uebcrrri halten un - sie gütlich zur :>iückkebr zuin Cllristenthum zu bewegen.. Der Repräsentant der SliatSzcwalt entledigte sich dieser Ansgibe, indein er batbäern kurzweg mit Einkerke ung und den Sab- Wegnahme ihrer Habe Dichte. Tbalsarbliche «^'ewal lmayregeln wurden jedoch nicht angewente:. Prag, 28. Juli. tRgeu die Bürgw in Reupaku, welche beschlossen, haben, den Juden vegen ihrer Abstimmung bei den Landtagswablen in antitschechischem Sinne keine Marklstände zu überlassen, wurde., wie ein Telegramm Der „')l. fr. Pr." ineloet, «ine gericht« 'licke Untersuchung eingeleitet. - LctNbeeg, 27. Juli. Die „Ga eita Rarodowa" nieldet folgende Säbelasfair : „Gestern gegen 5 Uhr Abends kam es am „Krakosk e" zwischen d:u diese» Stadtbeil bewohnenden, Inden aiid einigen Soleaten zu einer abscheulichen Schlägerei Die Veranlassung gab ein'betrunkener Artillerist, dem es beliebte, mit eutblöstter Waste die auf dem Platze spielenden Kinder zu schrecken. Die Eltern ker attaguirten Kinder ermahnte» Anfangs den Betri nkenen, die Waffe zu entfernen. wegen war, versuchte die Menge, demselbtn mit Gewalt zu entreißen. Aut da« Gesc nei des Benicht zu bedie Waste f

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