Mannheim
Compact Memory

Der israelitische Lehrer · 1869-08-04 · 31 (4.8.1869) · p. Seite 361

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
9 (1869)
Issue
31 (4.8.1869)
Date
1869-08-04
Page
Seite 361 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/4896751-5428712-5432038--2539-4898882
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

361 Richtung zu dringen, wenn er vielleicht die Eiuschlaqung einer sollten Richtung fürchtete, wäre eS gerade feine und seiner Gesinnungsgenossen Pll'cht gewesen, auf der Synl de . zu erscheinen und ihren Einfluß geltend zu machen. Durch die abwartende Stellung, welche die vo sichtigen Herren zu der Sache eingenommen, hab«n sie nur sich, nicht daS Judenthum confervirt. 1 Lyck. Wir bringen schon jeyt die oorläusige Anzeige von ei rem Theil der Werke, welche der Verein Mekize Nirdamim nächstens zu ediren gedenkt: außer den Fortsetznngen (l'ueluvl .li/odule und lmrv sriwkvr der Wiknach des Jehuda «lei Medigu), um die Aufmerkkeit der Interessenten frühzeitig'auf die wissenschaftlichen Unternehmunäe» eines unterstützungswürdigen Vereins •u lenken untf Veranlassung zu geben, einestheilS Mitglieder für diesen Verein, zu'werben, andernfalls Sammlungen für dessen eisernen Fonds zu veranstalten. Der finanzielle Rechenschaftoberichl - es letzten Jahrgangs wird nächstens erin,einen Eines TheilS sind d>äsür noch »licht alle Berichte von auüwärtS eingegangen, auacrntheils wird die Jeit des Leiters dieses Vereins gegenwärtig noch sehr von der polnisch russischen Calamität, als einer sehr dringlichen Angelegenheit, in Anspruch genommen. (Hamagid ) Belgrad. Dieserbische Kammer hat die vollständige ^mancipatio» der Israeliten und die Gleichbeit aller Bürger vor dem Gesetze beschlossen. Paris. In der Versammlung, welche jüngst die internationale FriedenSligue hier im Saale Herz veranstaltet, bielt der bekannte jndenfreundliche, sehr aufgeklärtl und humane Pater Hyacinth eine improvisirie, ab:r dennoch ausgezeichnete Rede. Er sprach: „ES gibt drei :»teligionen, welche die Welt beherrschen und vor Golt gleich sind: die jüdische, katholische und Protestant sche." Bei diesen Worten erfolgte rin donnernder Beifall. Dennoch erhob sich ein junger Mensch und schrie: „Das ist eine Blasphemie! Ein Mönch kann nicht so sprechen." Aber der Ruf dieses jungen Menscher wurde von einem n.uen, größeren Beifalls sturm üb ertönt. Solche Ereignisse sind laut jprech.'nke Zcngniss von t.Nl .Fortschritt der Aufklärung und Humanität in ter Welt, aller Gegenbcstiebuuzen zum Trotz.! (P. i.) New-Ao kst Auch in Amerika wird eine Rabbiner-Versammlung vordere.tct. Die -Einladung zu derselbe! gehl von i)r. Adler' uno Dr Einhorn aus. In ders;tben heißt es: Die jüdische Religion hat iu den levlen Jahren, Dank der wohlthätigen Wirkung der Flliheit, beträchtliche Foltschri.le gemacht. DaS Judenilunn, sowie wir eS bekennen, ist eine Macht g-wortl n, der sich auch die sich orthqtox nennenden Gemeinden nicht länger entziehen können. Um diese Macht besser zu begründen und weiter auszudehnen, ist daS Zusammenwirken der über daS Wesen und nicht bloS die Formen des modernen CaltuS nachdenkenden Rabbiner erforderlich zur Lösung verschiedener religiöser Fragen, besonders der auf das Eherecht bezüglichen, welche in das Leben tief eingreifen und mit den Principien der Reform in Widerspruch stehen, wenn sie auch mit dem Texte des Sclmlchan Aruch übereinstlmmen. Daher erlauben sich die Unterzeichneten, ihre theologisch gebildeten College», welche dem Prinzips des radicalen Fortschrittes huldigen, zu einer Rabbincr-Cvnferen; einzuladen, welche unmittelbar nach den großen Festen abgehalten werden soll. Sie bitten, den Entschluß zur Theilnahme möglichst bald einem der Unterzeichneten inijzutbeilen und gleichzeitig auch ihre Ansicht über Ort und Zeit der Con- , seren; anzugeben. ' (P. i.) iSincmnati. Am 6. Juli wurde hier die silberne Hochzeit des Rabbiners I>r. Wife mit Festreden, Festmahl, Adressen und Geschenken gefeiert. Festredner war vr. Lilienthal; die Gemeinde schenkte 5000 Dollars, die erste Klasse der Knabenschule einen Lehnsessel. (The tar) Jerusalem. Am 28. Juni starb der hiesige Rabbiner Ehajim Raphael Abulaphia. Literarisches.! T heo > o gi s ches u n i v ersa l - L eric o » zum Handgebrauche für Geistliche und gebildete Richttheologen.!>. und 10. Lieferung. (Erster Band). Elberfeld 1860. R. C Friederichs. Wir fahren fort in der Anzeige und Beuribeilung der neu erjchienenen Hefte des voiliegenden Werkes.! Es gibt sich immer deutlicher zu erkennen, daß daS ' Buch nicht bloS voin christlichen Standpunkte angelegt, sondern auch nur für das christliche Besürfniß berechnet üt. Wir wollen uicf't damit sagen. daü eeßhalb das Buch für das iüsisibr F'.lcrefsr nuisiogemicht ist Ser wissenfch'itsiche Sinn der jüdischen Gelrhr- :cn u refii.l liR für chrisiliebs Theologie und (.■!!;., '('-..r u .l't entbehren. Adew r rrkennon daraus/ > dag drin eigentlich wijjens.par'tsiche» Be ü.i:i>sie nach keiner Seite hin genügt wird. Kleidung bei den Hebräern. Es wird nur , eine fachliche Beschreibung der Gegenständ» gegeben; I die religiösen Beziehungen, wie geschichtliche Entwickelung derselben seht. Kniebcugung. Dieselbe wird ' nur vom christlichen Ztandlpnnkte auö dargeitellt; ihre Entstehung aus dem Judenthum und Beziehung! zu demselben wird nicht erwähnt L a u b h ü t t e n f c st. -12 vr.im Laub Hütten - und nicht einfach Hütten fest,? Azeret w rd nicht genügend erklärt, Siinchat Thora hätte zunächst auS

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.