Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 9 (1869)
- Issue
- 31 (4.8.1869)
- Date
- 1869-08-04
- Page
- Seite 360 (sequence 4)
- Language
- German
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360 sicher Tbäsigkeit innerhalb der gemessenen Kreise, worin fke^ahrhunderte lang. sich .bewegt hatten, nicht ferner fiich sefthalten lassen. Vergesellschaftung — Vereinigung — Verbindung — iit die Parole deS Tageö - um kbeils -positive Vorthrile zu erreichen, theile um wirkliche oder drohende Uebel abznwehren. Unter stets neuen Formen' und Namen wächst fort und fort die zahllose Menge derselben, nickt bleS zum! Gewinn und Betrieb aller materiellen t^üter, die sich durch die mannigfaltigsten Verbindungen von N >tur-'! und Menschenkräften' erzeugen. lassen, sondern auch zur gemeinsamen Erforschung der Wabrbtit in allen Reichen des Wissen« soibie rur'Verbreitung jeder Art von Kenntnissen. Und selbst in das Gebiet des religiösen und sittlichen Lcheiiü greift der mächtige Associationsgeist auf verschiedene Weile »ist neuer, staunenerregender Wirkung ein. . An dem i«r. Lebrerstanoe,- obwohl derselbe gegen manche Mißbräuche und Vorurtbeile zu kämpfen hat, sind die Forderungen deS Zeitgeistes bisher spurlos vorübergegangen. *) Er hat eö bis jetzt nicht bedacht, daß der Mensch in der Iiolirung daS sch nächste aller Geschöpfe ist, daß die Kiäfie des Einzelnen zu gering und das menschlich- Leben zu kurz ist, um irgend ein großes Ziel zu erreichen; daß dagegen zu mächtigen Gebietern der Erde, zur wachenden Herrschaft über die 'Natur und deren Vcrhältniff' die Menschen durch die Verbindung ibrer -Kräs.ezur Erreichung ihrer Zwecke sich erhebe». Durch oorstebente Idee angeregt, baben mehrere Lebrer Deiuschlands sich zu einem Verein con'lituirt. ''er es fick;ur Ausgabe macken wird, mit aller Kraft und Energie r:e Reckte und Angelege»beiten der ^Lehrer in alle» Beziehungen :» schnizen und zu ver- ' ret'n ane csi'n Lebrer» eine ihnen angemess.'ne Sielzung in rer menschiichcn (siejellick.Nl zu Verschissen. Namentlich wi d er chestrabt sein, 'iiner seinen Mitglirderrr ein barmonsiches Znsammrnwirkeii tzcizuitellen und durch-sxine'.Eeutraltsaiivn ei»' Pbaianr .» bilden, mit welcher-er alle Hindernisse übe. neigen wird, dir sich ihm etwa in den Weg -stellen sollten. Die Mitten und die Wege, wodmck er Obiges erreichen will, werden in rer Genera! - V-rsammniig durch otntutm angegeben 'werden sowie in rcrirlbe» auch die Vorsteb'r und die GeschäfiS-Eommissionrn ernannt wcrden. Ge; beitrage wirke» mckf zu entrichten sein. — W.r erlcuben unö, an Die die ergebene Anfrage zu richten, -ob Sie geneigt wären, diesem Vereine beizutrele», mit teilt Vem rken; n-s längstens bis 14 Tagen Ihre gerhilen Zeilen gefälligst Lntommen I.,ffen. Mit frrnndsllältlichem und kollegialem-Gruße haben wir *J Die jetzt beliebenden ckr Lehrervercine sind cheilS Lokalvcreiue. ldeils ist ivre Tendenz tmc aiive.e. die Ehre zu sein. Der Verein i«r. Lehrer. Namens desselben: vr. Adler.- A«S Baden. Wie verlautet beabsichtigen die isr. ilieiigionSlehrer zur Besserung und Sicherung ihrer Stellung Schritte höheren Orts zu thun. Wer die traurige Lage dieser Klasse Volksschullehrer welche badishe Schulkandidaten sind, von denen viele die Dienltprüfung für erweiterte Schulen bestanden baben. nno sie noch ein besonderes Studium in den höheren RAi; ionsfächern zu machen batten — nur einigermaßen kenn! n zu lernen Gelegenbeit fand und mit unbefapg nen Augen prüft, muß zur lebhaftesten Theilnahme an i »ren billigen und gerechten Bestrebungen aufgefordrt werden. Eine kärgliche, ja armselige Besoldung, viele Leistungen und Zumuthnngen, eine abhängige gekrackte Stellung, ein Spielball der Willkür aller Lau ten von Gemeindeinitgliedern wie von Gemeinde vert etern, Verkettungen und Zurücksetzungen: ein solches Bilk niuß sich jedem Unpartbeiifchen von ihrer Lage auf! rängen. Die Trennung der Schule von der Kirche, die Schulreform — dieser leuchtende Stern der christlich« n Voltsschullehrer, zeigt sich den israelitischen Leh ein nur in düstere Wolken gehüllt; denn sie löste eini ze «Elementarschulen ans, ohne geeignete Verwenvu> g für manche der leithcrigen Inhaber, bietet wenig An sticht aus Anstellung au Volksschulen und überließ eie iörael. Lehrer der Kirche, was bei den israelitischen Z»itänd.n heißt — den Gemeinden. Man muß nur die Geduld und Langmuth bewundern, mit welchen die er hartgeprüfte Stand seine Leiden trägt. Wahrlick, man übt nur ejne Handlung der Menschlichkeit, we in inan Eltern warnt. Söhne diesem undankbare» Bimse zn widmen, was nichts AnorreS heißt, als ihre Kinder zu Opfern roher Willkür und Leidenschaftlichkei binzngeben' Möchten sie gerechten Bestrebungen dei isr. Religionslehrer eine» günstigen Erfolg haben! D^s wünscht von Herzen ein aufrickter Freund der Lener und Schulen. tB. L.) Bremeu. 'Das. wie wir jüngst berichteten, vsi ulstr'.m jüdischen Mitbürger M, Rosenthal für di< Nordpol-Erpedition ausgerüstete Sckiff „Bienenks ck" halte mit einem gefährlichen Sturm zu kämpfen, ist aber gerettet worden. I. O S»ockh»>l>.m. Grano-Rabdin Isidor hat, wie H nnagis erzähit, hieiher berichtet, das; er den Verlauf de; Leiv-!ge>' Synode erst abwarten wolle. Wenn ih e Richtung kei «e entartete sei, sondern sich bemühen w> roe, die religiösen Interessen des IudenihumS zu fö de.n, so gedenke er im nächsten Jahre der Synode de zuwohnen. Welche Vorsicht und welche Huld! Woher nimmt Hr. I denn die Vermnth mg. daß die S? ivde nicht für Interessen des InoenihumS strebe und sie fördere? Und um dieses Streben in seine