Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 9 (1869)
- Issue
- 30 (28.7.1869)
- Date
- 1869-07-28
- Page
- Seite 351 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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1 — 351 — Hochslätler mit Philippsei, ^uu. (Dessaubatte einige Cäpe von iveitiragender Bedeutung, den großer praftisä'er, oder sein aufecl'tDarcv Statur »cfrcrcitit. Ko waren beantragt Die Bildung einer jüdisch lhcoiegiicden ^-.lcultät, Teminarien für <ch,brer und Canroieii, l-inc aemciiisamc .st.'ffc, n-ercnio kleinere Gemeiiiken ■uv t'-rbaltiulg rtiialijicivter Vt’brev einen Zuschuß er ballen, und invalide ä'ebrer, sowie Lcbrcr Wittwen und -Wai'en eine Uisierstüiznng empfangen teiinien .?ie Lvnede lehnte ron verubkrein die Bcralbiing dieser Anttägr alo rein praktischer Statur und vor dao Zo- .rum deo l^eincii^tet.'ged gehörig, ab. Go war seiner b aiitragt, daß ciinr jede «leiiieinte in ihr Statut die Bctüignng ansnincbiiicii bade, das? jedeo scknnpslich lige K nd die von qnalisicirten Lehrern geleitete t'^eliaicnoschnle;n resnchen bade eine Beitimmnng, deren Durchführung nicht in der Macht der Svnocc gelegen baden »vjfirec, und die alo die persönliche Ireibeit beinträcktigend dem Gciile unserer Zeit und „nseeen! religiösen Bewußtsein uschr entsprich,; eo war dann necks beaniragr. das; Religieiionnterricht auch crtbciU werde für die die ölsenllichen stöbere > Lehranstalten beinchanden Kinder, Schüler der Gvmiiäijal- »nd :>iealich»'en stin'.ni'.lng, die bcschlesienen:Kt der n ii s e v e n ii :>ieli g i e n o n i :!i e l - g i o ii o b r l i i ch e n ii d beno - und umfaßt, gei eingkfnbrt löc^den. In die Motioirnng die Antragstellei ein rorzüglicheö und höheren Töchterschulen, eine in anderer- I-erm auch 'n die endlich olntionen überging; cd war schließlich religiösen Bewußtsein, wie unserer pädagogischen bleherzciigiing gleich sehr witernrebende Antrag eingebrichl: 'Beb »so der, Gi„ heit im t crri chteiolleei n ei n bc i ch e o ch, welchco die esch ich le (l i ba chb ib!! sit c), sowie die lauitteillehre dco I iidentb n m ö schassen und in allen schulen dieser 'Anträge batten sich gelbeiit; cc> batte Hr. 1)r. Herrbeimer Glaborak über den Religioiionitterricht und 'eine Methode, über dac- Religicnobnch *) anogearbeitet; Hr. 1>r. Hockstätter sprach über den l'ibl. und nach! ihiilchen l^eschichtc-iinlerrickt, Herr I)e. Pbilippson lDtsianl endlich schilderte in ebenso treffender als drislischcr Weic die Galamität in den kleinen Gemein den, die gar keinen oder nur eben „Schäl terlebr, steiler vercinie kinaebrachlen wcl' r Hr I ncr- Anfrage beanstandet,;i) einzelner Län *) Wir hoff noch voikühicn r" haben. - Die sämmllich.'ii Anlragken sich dann mit den Bertretcrn der Aliicndemeiits zu einer Commission, e. Geiger am anderen Morgen ganz verlegte; auch diese wurden wiederum viel,ach amcirlirt, ihre redactionelle ^as'iing wurde rrncr eingehenden sachlichen Crörteruug in" der üch auch Schreiber dieses das n vies vorzügliche Schriftstück uwern kömicn feiern Wobt erbeten balle, kam co nicht, und so lind denn endlich in der Rachmittagoiiiznng folgende Sätze beschlossen und angenommen worden, die - ivir gestehen co —r eine prakiische Bedeutung in dicieni Augenblicke tu'.chano nicht haben,-und diese erst erlangen können, wenn der Gemeiiidetag oder eine ander-' Synode iicki über die Modalitäten der Anosührnng dieser Säizc schlüssig machen wird. Diese Zähe beißen: I > Die Beriaiiiinliing empsieblr den Gckminden anso chringcndsle die Grrick-tung und Pfleg? lückliger ReligPiioschnlen für tie Jugend beiderlei Geschleckte. Sie erkennt eo alo Ausgabe der (>>Ancinden, - ja der gelammten jüdischen Bcvrlkeruiig cnkeo jeden cinzelnen Staatco an, dabin zu wirken, daß in den höheren b'ebransialieii, welche geiiicin'ai!! für alle Censenienen sind, anck dao Jude-lbum seine Gleschderechligniig erhält und für die jüriichen- Zöglinge ein höherer liieligienonnterricht eribeilt werte. ll> Sie Bersammluiig begrüß: mir Zrende» die Slröinnng unserer Icil, weiche nach der allgemeinen Heisteltnng consesnciioloser 3 d'iilfu iircbi. sie ei blickt in dieser ^irbüinng keine <^e-äbrenng deo Jude,itbnmo, hält eo aber für nm so wichiiger, daß neben'diesen confeüiendloscn Zebulen Anstalten verbaiidcn seien, welche in dem Heranwachsenden l''ejchlccht die Grkcnntniß ker übei teirinenen g'ebrol und die Vitl'C;u ihr pflegen. " ■ _ 4j Die Bcrsamiiiliing erkennr alo unveräußerliche Besraiidibeile dr> llieligenoiinteirichieo nicht b.'co die üblicke Mitilieilnng der bib.ischen oicsckielue, die Iiisaiiliücnstellniig der lies eiig lebten .'lieligionogrnndsäize, scndern auch tie B^eitignug eer Berlramkeit mit säiniiitlichen biblischen Lchrijren, die Pflege der bebräischeu Sprache alo -der Sprache, in welcher diese Sch'.islen verfaßt sind, in welcher der religiöse is'ei tan'e seinen so cigenrl'ümlicheii, liesiinnigen und inj »igen Anodrn.f findet, welche der frische liieislcegucll' l aller solacnden Jahrhunderte und ebenso dao feste j und geistige Band für alle N'licder rer Iudcnbcik s gewesen siit l und bleiben soll. Berylle», aber soll die ganze jütische Geschickte, auch die nachbibliickc, angc- . messen dem jügendlichen Alter, cer dngend bekannt I werden alo tie reichste Duelle der Besesligung im Glauben und der Kräftigung deo religiösen Sinnco. 5» Tie Bersammlung ei klärt, das; sick der religiöse Unterricht in der Schule der. kritischen Bchandiungoweise zu eiitbaltcn bgbe: sie will nickt, daß der jugendliche Sinn in seiner idealen Giitsaltnng durch die Anregung von Zweifeln ernüchtert werde. Gerade deobalb aber erwartet sic, das; nilserc Schulmäuiier j mit weiser Umsicht die Resultate der B>issc>iichasl nicht ignorircn, vielmehr einem in der Seele der heranj reisenden Jugend etwa später austanchcndcn Widerl ixruche zwischen, der Religion und der zur Geltung