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Der israelitische Lehrer · 1869-07-21 · 29 (21.7.1869) · p. Seite 345

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
9 (1869)
Issue
29 (21.7.1869)
Date
1869-07-21
Page
Seite 345 (sequence 5)
Language
German
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345 — r sprechende und bequem eingerichtete Vau steht nun vellendet da und fand in dein ober» Schutsaale desselben am 4. d. M. die Einweihung unter ziemlich zahlreicher Bethei igung in würdiger und erhebender Weise statt. — Nachdem die Kinder die ersten zwei Verse deS Einweil nngöliedeS „Vater, Vater, send Erhörung unsenn Meißen Flrh'n entgegen u. s. w." in Begleitung eines hielt Hr. Rabbiner 1)r. Wolsssohn eine ausdrucksvolle Rede, alter Jeit das S aus drei Dingen Gottcölehre, dem Diese seien nun Gemeii.idq durch Fassungskräften hielt, in welcher erklärte; sodann Harmoniums dreistimmig gesungen, in welcher er hervorhob, das; in chulhauS als emcn n'3 dem GotteShanse ri'3 r orauSging und dadurch die Wichtigkeit deS Schulcder Lehrhauses nachwies; wie «erner die sittliche Welt berube, ans der Gottesdienste und der Brüderlichkeit, in schöner Harmonie der hiesigen Schule, Synagoge und Friedhof ver- ’ treten. — Alsdalnn wurden die beiden testen Verse gksiiiigen, wora if Hr. Lehrer Bromberg eine den der Kinder angemessene Ansprache er ihnen die Bedeutung dieser Feier die Wichtigkeit der Schule sowohl hinsichtlich der geistigen Ausbildung des Kindes im Allgemeinen, wit insbesondere in religiöser Beziehung ekörtertc. - Ei i an diese Ansprache anschließendes Gebet, von eii ein Kinde gesprochen, bildeten den Schluß der Fei«r. —-Die ganze Festlichkeit machte sowohl ans die-Erwachsenen, wie auf die Kinder den tiefsten Eindruck und wird Allen noch lange in' frischer Erinnerung bleiben. Brieg, 2 ). Juni. Die „VolkSztg." .meldet von hier: „Der hiesige Bürgermeister erklärte bei Vertheilung. von Freistellen im Bürgerbospital, in dessen GründungSurkuude es ausdrücklich heißt: „ohne Unterschied der Eonscssion," das; Juden und Dissidenten keinen Anspruch auf solche Stecken haben können, weil unter Consession nur die katholische und evangelische Religion gemeint, daß daher Juden, Freireligiöse u. s. w. zu keiner Consession geboren." (Schöne Intervention das. Red.) * Berlin, 9. Juli. Der „Staats-Anzeiger" publicirt das BundeS-Geseh vom 3. Juli, betreffend die Gleichberechtigt! lg der Confessionen in bürgerlicher und staatsbürgerlicher Beziehung, wonach alle noch bestebendcn, ails der Verschiedenheit des religiösen Bekenntnisses hp.rgeleiteten Beschränkungen der bürgerlichen und staatsbürgerlichen Rechte ausgehoben werden und de Befähigung zur Theilnahme an der Gemeinde- und Laiidesvertretung und zur Bekleidung weltlicher,Aem er vom religiösen Bekenntnis; unabist. I Literarisches. Der deutscke Sprachunterricht im ersten Schuljahre nach seiner historischen Entwicklung und sin theoretisch praktischer Darstellung. — Die Methodik des sprachlichen Elementarunterrichts, zweite umzearbeilete Anstage von C. Kehr, Seminarinipe'tor und G. Sclilimbach, ' Ele'mentarlebrer. Gotha, Verlag von C. Thienemann. 1869. Das interessante Schriftchen enthält vor Allem eine geschichtliche Darstellung deS ersten Sprachunterrichts, soweit die Geschichte der Pädagogik biernbsr Ausschluß . gibt, von Jckelsamer (l529> bis ans Vogel, der l86! als Bürgerschnldirektor in Leipzig starb und von dessen anaylitisch-synthetischer Sprech,- Schreiv- und Lesemethode in diesen Blättern schon öfters die Rede war. DaS Werkchen gibt sodann eine klare, praktische Anleitung in Lektionen gelbeiltder eine theoretische Abhandlung vorangeht. Die Rainen Kehr und Sch lim b ach sind bekannt, (Ersterer durch sein: die Praxis der Volksschnles, so daß wir Gediegenes vhrauoseyen dursten und wir haben »nS bei genauer Ansicht nicht getäuscht. ES i;t eine höchst beachtenSwerthe, praktische Anleitung für diese schwerste aller Aufgaben der Schule. Deutsche Schulgrammatik von Gottfried Gurke. 4. Auflage, Hamburg. Otto Meissner. 1868. Eine für die gehobene Bürgerschule berechnete gut angelegte, mitunter nur etwas sehr ins Breite gebende (Eintheilung der Verbeul im Ganzen aber brauchbare Grammatik. Hierzu UebungShnch. Zimilteton. Der S ch m u q g l e r. Erzählung von I. Klinge,istern. (Foklsetzung.) : Sie erluhr nie, daß der Gensd'arm ihr Bruder Bernhard war. So lebte sie noch 4 Monate -rein Bild des Schmerzes; — Dein Kind ward zu Deiner Schwester gebracht, di«, wie Du weißt, .leine Kinder hat. — Dein Schwager hat es selbst abgeholt Golde liegt neben Deiner Mutter. Ich habe dar Haus von Deinem Schwager für 350 fl gelaust — das Geld liegt »och beim- Bormunvsthaftsgericht. Ich will es Dir zustellen lasten . . .“ Was soll ich hier noch erzählen Ich ging auf das Beth almin-*) und wark mich aut das Grab Goldes und meiner Mutter — aber ich fand keine Thrüne. Ich ging noch in derselben Nacht von dost, ohne umzuschauen, nach der Hcimath m iner Schwester — zu meinem Kinde; ich küßte cs — es ist ein *) Friedhof.

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