Mannheim
Compact Memory

Der israelitische Lehrer · 1869-07-07 · 27 (7.7.1869) · p. Seite 329

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
9 (1869)
Issue
27 (7.7.1869)
Date
1869-07-07
Page
Seite 329 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
88% known words query
IRI
…/4896751-5428712-5432030--2503-4898850
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

329 Professor Sulzer au- Wien, natürlich in meisterhafter Weife, »^getragen wurde. Den Abend von 8 bis 10[U Uhr nahm die Eröffnungssitzung des „Gemeinde tag»" in Anspruch, ver auf Einlaldung dcS Leipziger Vorstands neben der Synode stattstndrn soll. Der Gemeindetag constituirte sich als etwa-Selbstständiges, von der Synode Unabhängiges. und beabsichtigt einen Gemeindeverband zur Unterstützung praktischer Zwecke der deutschen Indenheil. Zum Präsidenten der Versammlung wu de Herr M Kohner, Vorsteher der hiesigen jüdischen Gemeinde, zu dessen Stellvertreter oie Vertreter ver Hamburger und Breslauer Gemeinde — die HH. Siino n und l)r. H o n i g in a n n gewählt. Dein Gcmeindeiag als Schriftführer zu dienen, war die ehrenvolle Aufgabe des Herausgebers dinier Zeitschrift, waö inn enfchuldigen mag, wenn er jetzt von seinen Lesern! scheidet, um — das Protokoll der heutigen Perschninlung zu machen. In nächster Nummer mehr. — Die Versammlung zsäblt etwa 85» bis .10 Mitalieder. -Gefecke, '23. Juni. Geebrter Herr Redakteur! Es ist Ihnen bictannr, daß der Eid mors zuffaico, sogenannte „Indneid" in Preußen gesetzlich beseitigt worden ist. Wenn wir nun auch diesen Akt der Geietzgebung ale einen Fortschritt auf der Bahn des dichtes freudis begrünen und anerkennen müssen, daß oadurch wiede mm eine Scheidewand gefallen, wodurch wir Iahrhund wie lang gegen andere Glanbensbckenner zurückgesetzt naren. so ist es doch wahr, daß dadurch gerade ein Stand materiell benachtbeilizt worden, welcher verhälmißmäßig es am wenigsten zu ertragen vermag; das ist ver jüdische Lebrerstand. Der Ertrag der Eidesabnahme» ist von den Lehrern .b.n Annahme vrn Stellen immer mit in Rechnung gebracht worden. Anerkcnlienöweiitb ist es. deshalb, wenn die Ge- Lchrer für die stnn entstandene Minderchädigin, und wo solches geschieht, da öffentlich andern zur Nachahmung -.neindeiiMre emnahme cm sollte es au empfohlen we mitzutbcilen, erböbung, rei aus eigener sacke Sie w Platte gönne:t. — . Aache I, 2>i rend ich ver einen Zweigv selbst gegründet zu düng vieler Berich rrmester 1868 anfi : IN ecr 'Rainen Allianc« .den. l- Ich erlaube mir deßhalb. Ihnen daß.iyeine (Gemeinde mir eine GeyaltSs. Et'tjchäoigung von „dreißig Dhalern' gnitiatsve bew lligt hat, welcher Lhalohl eiy Plätzchen in Ihrem gtschätztcn F. K r o n e n b e r g, Lehrer. Plni. Geehrte Redaktion! Wah mehreren LLochen noch in der Hoffnung, rein zar Alliance isr. universelle hiersehen , bei Ihnen nm die Znscnie der Alliance über das zweite agte,. kan» ich Ihnen heute bereit? nnitv's des hiesigen Ortssere-neS universelle den, Dank für Ihre es- Ef isr. schnelle Antwort auSsprechen. Der Bericht des 2. Semesters 1868 hat hier das lebhafte Interesse für bie Äliiance hervorgerufen; alsbald traten nach vorheriger Andeutung einige :iO Gcmeindemitglieder zur Bildung eines OrtSvereines zusammen; eS wurde ein Vorstand gewählt^ bestehend aus unserem trefflichen Rabbiner vr. Wolfsohn, als EhrenpräseS^, dem für gemeinnützige Angelegenheiten opferwilligen Fabrikanten Herrn Jacob Lippmann als VicepräseS, dem Herrn Bielefeld, dem begeisterten Jünger für die Alliance als Casfirer und meiner Wenigkeit als Secretär des OrlSvereineS. Gegenwärtig zählt letzterer bereits circa 60 Mitglieder, neue Beitrittserklärungen werden nicht auf sich warten lassen, namentlich nicht, wenn Sie den hiesigen Vorstand durch Zusendung vieler (100—200) Berichte de? 2. Semesters 1868 in den Stand setzen wollten, dieselben überallhin in unserem Regierungsbezirke versenden zu können. Hoffentlich können Sie, der warme Verfechter der Alliance isr. universelle für Deutschland uns dieselben baldigst übermitteln. Wenn eS sich erst jetzt bei uns für die Israel. Allianz zu regen beginnt, so liegt die Schuld wohl darin, daß "as hier vielgelesene Blatt, „die Zeitung des IudenthumS" der Alliance isr. universelle keine Beachtung schenkte •), eint Bersäumniß, die das Iudenthn n genannter Zeitung mit Recht verargen muß. Eine jüdische Zeitung, die das Bestreben der Alliance isr. universelle nicht lebhaft zu fördern sucht, ist keine Z ntnng des Iudentbums. Diesen Umstand wird man auf dem oemnächstigen jüdischen Gemeindeiag in Leipzig sticht außer Acht lassen. namentlich, wenn eS sich um die Wahl eines Organes für die 'Beftrebungeu des Gemeindelages bandelt, der gewiß in dem Anschluß aller! Gemeinden an die Alliance einen gewichtigen Schritt; zur beginnenden Lösung der das Ildentbum beschäf-; tigenden Lageofraaen gejban haben dürste. Bei der! trefflichen Leitung Ihres Blattes wünsche ich demselben möglichst vielen Eingang bei allen lüdischen Gemeinden. Uno in Anbetracht Ihrer fortdauernden ölchätigkeit für die Alliance isr. universelle und die Interessen des Indenthnms wirs der G.meindelag ist Leipzig Ihr Biait bei der Wahl eines Organes für seine B strebungen nicht außer Acht lasse». Gelegentlich werde ich mir erlauben. Ihnen die Namen der hiesigen Mitglieder der Alliance »lit-ulheilen. Be: der^ geringen ^ntfernmn von Aachen bis Paris werden"Sie dem diesigen Eomlt«: »'cht verargen, wenn es zuweilen sich direkt an den Sitz der Alliance wendet. — Ich verbleibe mit Hochachtung I)r. S ch U st.e r, vrakt. Arzt. s *) Dh. dir tzeure mtgk^cnwn'te, bveU nicht von ihr ' auSz-gangen. Nwaltion,

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.